Netflix streamt wieder mit höherer Bitrate in der DACH-Region

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Netflix hat den kostenlosen Probemonat in Deutschland gestrichen. Der Streamingdienst kann hierzulande nun nicht mehr gratis ausprobiert werden.
Quelle: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0

Wie die Kollegen von Golem erfahren haben, soll Netflix damit begonnen haben, in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder mit höherer Bitrate zu streamen.

Um den Datenverbrauch etwas zu reduzieren, hatte Netflix - auf Bitten des EU-Kommissars Thierry Breton - die Bitrate für die Nutzer in Europa gesenkt. Laut Netflix-Chef Ryan Hastings sollte dies eigentlich nur 30 Tage andauern, Netflix streamte aber bis auf Weiteres mit dieser gesenkten Bitrate, so hieß es noch bis vor Kurzem. Nun haben die Kollegen von Golem erfahren, dass Netflix damit begonnen hat, in Deutschland, Österreich und der Schweiz schrittweise die Bitrate wieder zu erhöhen. Die erhöhte Bitrate soll in den nächsten Tagen allen Nutzern zur Verfügung stehen.

Netflix kann Bitrate-Level serverseitig steuern - Amazon und Apple streamen noch mit reduzierter Bitrate

Hintergrund für die temporär reduzierte Bitrate war die Coronakrise und damit zusammenhängend der erhöhte Datenverbrauch über das Internet. Schließlich mussten beziehungsweise müssen Mitarbeiter im Homeoffice oder Schüler im Homeschooling auf Dienstleistungen im Internet zurückgreifen. Es ging die Befürchtung um, dass dies zu übermäßigen Lastspitzen beim Surfen geführt hätte. Bislang ist dies aber nicht eingetreten. Der größte Datenverbraucher sind Video-Streaming-Dienste, wie der Branchenverband Bitkom mitteilt. Demnach seien Netflix & Co. für 60 Prozent des Datenverkehrs im Internet verantwortlich.

Um die Auslastung zu reduzieren, haben Amazon, Netflix und Disney bei ihren Video-Streaming-Diensten die Bitrate gesenkt. Netflix hat nun verkündet, dass diese Drosselung nun nicht mehr stattfindet. Netflix kann - seit einem vorgezogenen Update - das Bitrate-Level serverseitig an- und abschalten, um dynamisch auf die jeweilige Auslastung reagieren und möglichst effizient Videos streamen zu können, ohne dass es zu Rucklern und Bildfehlern kommt. Wann Amazon und Disney ihre Drosselungen aufheben, ist aktuell noch nicht bekannt. Bei Disney Plus fehlen etwa die Tonspuren in Dolby Atmos. Bei Apple TV+ hingegen ist die Auflösung auf Full HD reduziert worden, um den Datenverbrauch zu senken. Egal, welche Bitrate oder Methodik zur Reduzierung des Datenverbrauchs verwendet wird, die monatlichen Kosten für den Nutzer, um Zugang zu den genannten Video-Streaming-Diensten zu erhalten, bleibt - bislang - immer gleich hoch.

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Ebenfalls lesenswert: Wegen Coronavirus: Netflix stellt Dokus kostenlos auf Youtube bereit

Fakten zur Bitrate von Netflix und Co.:

  • Die Kollegen von Golem haben erfahren, dass Netflix damit begonnen hat, in Deutschland, Österreich und der Schweiz schrittweise die Bitrate wieder zu erhöhen.
  • Vorausgegangen war eine verringerte Bitrate in Zeiten der Coronavirus-Pandemie um den Datenverbrauch zu senken. Ursprünglich hatte Netflix verkündet, bis auf Weiteres mit der reduzierten Bitrate streamen zu wollen.
  • Netflix kann - seit einem vorgezogenen Update - das Bitrate-Level serverseitig an- und abschalten, um dynamisch auf die jeweilige Auslastung reagieren und möglichst effizient Videos streamen zu können, ohne dass es zu Rucklern und Bildfehlern kommt.
  • Amazon und Disney Plus setzen hingegen aktuell immer noch auf eine reduzierte Bitrate. Es ist unklar, wie lange dies noch so sein wird. Bei Disney Plus fehlen so etwa die Tonspuren in Dolby Atmos.

Quellen: Golem, Bitkom, DWDL

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sethdiabolos
        Bei meinem Sony Bravia XG9505 sehen selbst alte SD-Filme sehr gut aus.
        Auf meinem Grundig-UHD auch, war verblüfft über den Unterschied zum vorigen Modell.
        Altmaterial macht nun wieder Freude und teilweise ein echter Genuss.
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sethdiabolos
        Bei meinem Sony Bravia XG9505 sehen selbst alte SD-Filme sehr gut aus.
        Auf meinem Grundig-UHD auch, war verblüfft über den Unterschied zum vorigen Modell.
        Altmaterial macht nun wieder Freude und teilweise ein echter Genuss.
      • Von sethdiabolos Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Lexx
        Mister 12 Dioptrien.

        Putz mal deine Aschenbecher.
        Wenn man nicht den letzten Gurken-TV hat, der einfach nur groß sein soll, sondern einen mit einem guten Bildprozessor, dann ist die Bildqualität auf jeden Fall sehr gut. Den meisten Kauf-BluRays steht die Bildqualität dann in nichts nach. Bei UHD zu UHD-BluRays gibt es aber nach wie vor teils enorme Unterschiede. Bei meinem Sony Bravia XG9505 sehen selbst alte SD-Filme sehr gut aus.
      • Von Freakless08 Volt-Modder(in)
        Zitat von takan
        video dateien haben vllt konstante bitrate (cbr) oft auch vbr (variablebitrate) wie bei mp3's
        hängt vom encoder ab wie gut vbr funzt, deswegen nutzen die meisten cbr weil da weniger qualität flöten geht.
        CBR bedeutet eben nicht konstante Qualität, denn bei CBR sinkt die Qualität bei, für den Codec, Problemszenen, da du die mögliche maximale Bitrate eingeschränkt hast und bei komplett unkritischen Szenen wird Bitrate verschenkt, daher macht es schon mehr Sinn auf VBR beim Streamen zu setzen, denn dann kann der Codec bei den Problemabschnitte die Bitrate hochschrauben, auf einen Wert, den er braucht und bei unkritischen Szenen nach unten um dann auf einen besseren Durchschnitt bezüglich gesamter Datenmenge zu kommen.

        Den Qualitätsverlust hast du also eher mit CBR
      • Von Lexx Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von warawarawiiu
        Sieht genauso aus wie immer.
        Bildqualitaet absolut erhaben
        Mister 12 Dioptrien.

        Putz mal deine Aschenbecher.
      • Von Malkolm BIOS-Overclocker(in)
        Technical details of Netflix - Wikipedia

        Zwar nicht mehr ganz aktuell, aber immer noch zutreffend. Tldr: Ja sie halten sich einige (ca. 50) Version eines Stück Contents vor, inkl. Audiospuren der Hauptsprachen. Weitere Audiospuren werden live eingemixt.
      Direkt zum Diskussionsende
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