Disney Plus: Realverfilmung von Mulan nur gegen (hohe) Leihgebühr verfügbar statt als Kinofilm
Im Rahmen einer Telefonkonferenz kündigte der Disney-CEO Bob Chapek an, dass der neue Film Mulan in Westeuropa, USA, Kanada, Australien und Neuseeland via dem Streaming-Dienst Disney Plus angeboten wird - allerdings nur gegen eine gesonderte und nicht gerade niedrige Bezahlung.
Getrieben durch die von der Politik und Gesundheitsbehörden verordnete Schließung von Kinos in der Coronavirus-Pandemie haben sich etliche Kino-Premieren verschoben. Manch ein Filmstudio ist da erfinderisch geworden und hat eine Heimkino-Premiere veranstaltet. Auf diesen Zug wird nun ab 04. September auch Disney aufspringen. Wie der CEO Bob Chapek ankündigt, wird die Realverfilmung von Mulan exklusiv beim Streaming-Dienst Disney Plus zu sehen sein. Allerdings genügt ein kostenpflichtiges Abo alleine nicht, denn Interessenten müssen eine Leihgebühr in Höhe von knapp 30 US-Dollar zahlen, um den Film sehen zu können. Je nach Absatzmarkt wird dieser Preis angepasst.
Ist eine Heimkino-Premiere via kostenpflichtiger digitaler Ausleihe erfolgreich?
Alle Nutzer, die diese Leihgebühr bezahlen, können den Film so lange ansehen, wie Mulan im Katalog von Disney Plus zu finden ist. In bestimmten Märkten, in denen es kein Disney + gibt, wird Mulan im Kino gezeigt werden. Laut dem früheren Chef der Vergnügungsparks Disneyworld und jetzigen CEO von Disney soll es sich um eine einmalige Aktion handeln. Bei entsprechendem Erfolg könnte es aber mehr neue Filme geben, die auf diese Weise ihre Heimkino-Premiere feiern.
Universal Studios etwa beweist, dass eine Heimkino-Premiere durchaus erfolgreich sein kann. So hat das Filmstudio inmitten der Coronakrise den Film "Trolls World Tour" als ausschließlich digital ausleihbaren Film veröffentlicht. Universal hat mehr als 77 Millionen US-Dollar mit "Trolls World Tour" eingenommen, der aktuell nur bei verschiedenen Streamingdiensten zum Ausleihen abrufbar ist. Mehr als fünf Millionen Nutzer hatten sich "Trolls World Tour" im April 2020 für 20 US-Dollar digital ausgeliehen. 80 Prozent der Gebühren kann dabei das Filmstudio behalten, während bei einem Kinoticket in den USA die Filmstudios nur 50 Prozent des Ticketpreises erhalten. Durchschnittlich hat im Jahr 2019 in den USA ein einzelnes Kinoticket für einen Film 9,16 US-Dollar gekostet. Aktuell gibt es "Trolls World Tour" in Deutschland bei verschiedenen Online-Händlern - etwa bei Amazon - zum Preis von 15 Euro zum Ausleihen.
Ermutigt durch diesen Erfolg wird Universal Studios künftig seine neuen Filme nur noch 17 Tage lang exklusiv in den amerikanischen Kinos bei der größten Kinokette AMC Theaters zeigen wird. Nach Ablauf dieser Frist werden die Filme auch etwa zum digitalen Ausleihen angeboten werden. Bislang war die Verwertungskette üblich, bei der Kinos 90 Tage lang einen Film zeigen dürfen, ehe dieser dann auch auf anderen Vertriebswegen erhältlich ist. Für Europa ist noch nicht bekannt, wie sich AMC und Universal Studios im Streit einigen werden.
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Sammlung zur Heimkino-Premiere von Disneys Mulan:
- Wie der CEO Bob Chapek ankündigt, wird die Realverfilmung von Mulan exklusiv beim Streaming-Dienst Disney Plus zu sehen sein. Allerdings genügt ein kostenpflichtiges Abo alleine nicht, denn Interessenten müssen eine Leihgebühr zahlen, um den Film sehen zu können.
- Alle zahlenden Nutzer können Mulan so lange ansehen, so lange dieser im Katalog von Disney Plus ist.
- Mulan soll ab dem 04. September innerhalb von Disney + gegen Zahlung einer Leihgebühr verfügbar sein.
Quellen: Deadline, Disney, Amazon, Marketwatch, Statista

Außer das Disneyprinzip bei Mulan generiert mehr Geld als die Kinokassen. Dann geb ich dir recht und wir sehen bald ein Kinosterben.
Wer so blöde ist, und das mitmacht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Das wäre ganz anders, wenn man wenigstens eine gewisse, vordefinierte Zeitspanne garantiert bekommt, meinetwegen 3 Jahre oder so.
Die 30 Euro, naja bissl happig ist der Preis schon, aber wenn ich mit Frau und 2 Kindern ins Kino geh zahl ich abgesehn vom Kinodonnerstag (an dem ich eh nicht gehe weil am nächsten Tag Schule bzw. Arbeit) deutlich mehr als 30. Das ist aber auch ein anderes Erlebnis, selbst wenn man ein Heimkino hat. Spätestens wenns heißt "Mama ich muss auf Klo bitte Pause", oder die Frau den Film währenddessen mit dir besprechen muss, oder ich extra aufsteh weil das Popcorn alle ist, würds im Kino alles nicht geben.
Also ja, 30 für Leihgebühr ist heftig, und 3 Monate Geduld und dann hätte man was gespart, aber deswegen ist man noch lange nicht dämlich (ist übrigens genauso wenig von Dame abgeleitet wie herrlich vom Herren). Aber hier wird eh wieder mal nur geschimpft wie verschwenderisch manche mit ihrem Geld herumwerfen und 30 Euro für einen Film 3 Monate früher zu zahlen während man auf seinem PC mit 1000 Euro-Grafikkarte die Zeilen runtertippt und schon längst das nächste AAA-Spiel vorbestellt hat um 70 Euro, damit man der erste is der darüber schimpfen kann, obwohls in einem Jahr für 15 über die Theke geht.
Bissl Ironie darf noch sein...
Aber mich betriffts ja nichtmal, in Österreich haben die Kinos wieder offen...
Ja, ganz toll. 30 Euro (oder mehr) dafür bezahlen, dass man den dann 3 Monate anschauen kann. Danach startet nämlich das DVD/Blu Ray Geschäft.
Wer so blöde ist, und das mitmacht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Das wäre ganz anders, wenn man wenigstens eine gewisse, vordefinierte Zeitspanne garantiert bekommt, meinetwegen 3 Jahre oder so.
Wirklich Geld mit Kinofilmen wird heute in China gemacht.