ARD empfiehlt lineares TV statt Video-Streaming in Coronakrise

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ARD empfiehlt lineares TV statt Video-Streaming in Coronakrise (1)
Quelle: Anbieter

In Zeiten des Coronavirus wird befürchtet, dass die Internetleitungen in Deutschland an ihre Grenzen kommen könnten. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und TV-Sender empfehlen daher lineares Fernsehen statt Netflix und Co. Zudem hat lineares TV noch einen weiteren Vorteil für ARD und ZDF.

Die Lungenkrankheit Covid-19 sorgt dafür, dass unser Leben deutlich beschränkt wird, damit sich das SARS-Cov-2-Virus möglichst nicht übertragen kann. So gibt es vielerorts Ausgangsbeschränkungen. Manche Arbeitnehmer arbeiten gar im Homeoffice und nutzen digitale Kollaborationstools. Hierbei wird allerdings eine möglichst stabile Internetleitung benötigt. Um die Netzleitungen zu schonen, drosseln etliche Streaming-Anbieter ihre Bandbreite. Die ARD hat nun ihrerseits eine Empfehlung parat. Laut ARD-Vorsitzendem Tom Buhrow sollen die Bürger bitte wieder mehr lineares Fernsehen schauen, statt Filme und Serien übers Internet zu streamen. So könne man das Internet entlasten und der Übertragungsweg via Rundfunk sei zuverlässiger als ein Stream via Internet. Hierzu zählen die Übertragung via Antenne, Kabel und Satellit sowie das Radio mittels UKW beziehungsweise DAB Plus. "Unsere Infrastruktur ist darauf ausgerichtet, zu jedem Zeitpunkt verlässlich zu funktionieren. Das ist eine der zentralen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Krisenzeiten." so Tom Buhrow.

Ausstrahlung von Tagesschau und Co. via Web sehr teuer

Wie die Kollegen von Golem unter Berufung auf Insider berichten, gibt es wohl aber noch einen anderen Grund für die Empfehlung der ARD. Um TV-Sendungen wie die Tagesschau oder den Tatort über die Mediatheken mittels Internet streamen zu können, müssen die öffentlich-rechtlichen Sender jede Menge Geld investieren. Diese Investitionen wollen aber gut überlegt sein, schließlich gibt es etliche Konkurrenz am Markt. Angefangen von den beiden Platzhirschen Amazon Prime Video und Netflix bis hin zu den europäischen Anbietern Sky Ticket und Joyn, einem Zusammenschluss von Prosieben, Eurosport und Sport1, ist der Markt für Video-Streaming ziemlich dicht gedrängt. Seit Kurzem ist auch noch Disney Plus dabei. Alle Inhalte, die auf Disney Plus zu finden sind, dürfen - gemäß einer von Disney auferlegten Regelung - nicht zeitgleich bei einem anderen Streaming-Dienst wie zum Beispiel Netflix abrufbar sein.

Laut der Onlinestudie 2019 von ARD und ZDF nutzten 82 Prozent der 14 bis 29-Jährigen Bundesbürger Youtube. Video-Streamingportale nutzt diese Altersgruppe wöchentlich zu 67 Prozent. Allerdings bevorzugen hier die Nutzer ausländische Anbieter wie Netflix und eben nicht die Mediatheken von ARD und ZDF.

Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF haben eine Suchverlinkung in ihre Mediatheken eingebaut. Zudem gab der Programmdirektor des Ersten Deutschen Fernsehens, Volker Herres, bekannt, dass es exklusiv nur für die Mediathek produzierte Inhalte geben wird. So soll es eine integrierte Programmplanung nicht nur für den TV-Sender Das Erste, sondern auch für die ARD-Mediathek geben. Laut Volker Herres erreicht Das Erste durchschnittlich etwa 25 Millionen Menschen am Tag über die klassischen Übertragungswege etwa TV-Sender. Diese Nutzerzahl möchte man nun auch mit der eignen ARD Mediathek erreichen. So soll es beispielsweise eigene Serien-Formate für die Plattform geben. Die Verantwortung für das Programm liegt nach wie vor bei der Abteilung ARD online in Mainz.

Ebenfalls lesenswert: Öffentlich-rechtliche Medien gemeinsam gegen Netflix und Co.

Fakten zur ARD-Empfehlung:

  • Der Vorsitzende der ARD, Tom Buhrow empfiehlt, wieder mehr lineares Fernsehen zu schauen, anstatt Streams auf Netflix und Amazon Prime Video. So solle die Internetleitung geschont werden.
  • Zudem sei die Übertragung via Antenne, Kabel oder Sat zu jedem Zeitpunkt zuverlässig, so Buhrow.
  • Wie Branchenkreise berichten verursachen die Mediatheken für ARD und ZDF hohe Kosten und das in einem Markt, der von ausländischen Anbietern wie Amazon und Netflix dominiert wird.

Quellen: ARD(1), ARD (2), Disney, Golem, Joyn

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    • Kommentare (93)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wuselsurfer
        Bei dem Programm?
        Soll ich wieder den Programmdreck von gestern Abend vorlesen?

        Bei der Corona-Dauerliveberichterstattung von ARD+ZDF wird man ja erst recht krank.
        Eher wird man davon krank, dass sämtliche Nachrichtenbeiträge nicht lippensynchron sind, weder Live noch in der Mediathek...
        ...ich ertappe mich immer, auf Originalspreche umschalten zu wollen, bis mir auffällt, dass es ja die Originalsprache ist, nur bloß peinlich schlecht gemacht.
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wuselsurfer
        Bei dem Programm?
        Soll ich wieder den Programmdreck von gestern Abend vorlesen?

        Bei der Corona-Dauerliveberichterstattung von ARD+ZDF wird man ja erst recht krank.
        Eher wird man davon krank, dass sämtliche Nachrichtenbeiträge nicht lippensynchron sind, weder Live noch in der Mediathek...
        ...ich ertappe mich immer, auf Originalspreche umschalten zu wollen, bis mir auffällt, dass es ja die Originalsprache ist, nur bloß peinlich schlecht gemacht.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat
        ARD empfiehlt lineares TV statt Video-Streaming in Coronakrise
        Bei dem Programm?
        Soll ich wieder den Programmdreck von gestern Abend vorlesen?

        Bei der Corona-Dauerliveberichterstattung von ARD+ZDF wird man ja erst recht krank.
      • Von Eckism Volt-Modder(in)
        Jeden Tag 300 km und mehr zur Arbeit und dann wieder Heim, wäre teurer und kostet zu viel Zeit.
      • Von LightLoop Freizeitschrauber(in)
        Wenn man sichs leisten kann
      • Von Eckism Volt-Modder(in)
        Zitat von yingtao
        Wie kann man sich denn heutzutage noch vor der GEZ drücken?
        Gemeldet bei den Eltern, hauptsächlich wohne ich in Hotels.
      Direkt zum Diskussionsende
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