Valve-Entwickler über SteamOS: Es geht nicht darum, Windows wegzudrängen
Es geht nicht darum, Windows wegzudrängen, sagt ein Entwickler von Valve und dürfte damit die Hoffnung einiger zurechtstutzen, dass Valve einmal Windows ablösen wird.
Viele Spieler setzen große Hoffnung in SteamOS und dass Valve eine echte Alternative zu Windows auf den Markt bringen kann, die auch im Desktopbetrieb und nicht nur auf dem Steam Deck Fuß fasst. Dabei schraubt Valve an SteamOS schon seit 2012 herum und einer der Entwickler auf der CES vor Ort bestätigt auch: "Wir haben hinter den Kulissen einen weiten Weg zurückgelegt".
Pierre-Loup Griffais ist seit dem Anfang der Entwicklung an SteamOS dabei und der Fokus liegt aktuell auf der Kompatibilität. "All diese Arbeit ist auf die PC-Plattform übertragbar und wird mit der Zeit weiter ausgebaut. Wir unterstützen mehrere Plattformen, mehrere Chipsätze, Controller für verschiedene Maschinen, die bereits auf dem Markt sind, und sogar solche, die noch nicht auf dem Markt sind." Die Kompatibilität bleibt aber weiter die Achillesferse vom SteamOS, denn sie ist trotz der Fortschritte überschaubar.
Immerhin: Es gibt aktuell vier Entwickler, die sich nur um Nvidia-Treiber kümmern. "Es gibt einfach noch viel zu tun ... Aber das Schöne an diesem Open-Source-Modell ist, dass viele der Elemente, die wir eingeführt haben oder die von anderen Akteuren in der Gemeinschaft eingeführt wurden, gemeinsam genutzt werden. Eine Menge Arbeit ist bereits geleistet worden, und alle entwickeln dieselbe Codebasis. Das ist ein ziemlich einzigartiges Modell."
Und generell nutzt man auch die Arbeit anderer, wenn sie ins Projekt SteamOS passt. Warum etwas Neues erfinden, wenn jemand schon eine gute Lösung gefunden hat? "Wenn etwas bereits vorhanden ist und unseren Anforderungen an Leistung und Funktionalität entspricht, verwenden wir es."
SteamOS wird kein Windows-Killer
Wer aber hofft, dass Valve mit SteamOS Windows vom Markt fegt, der liegt falsch. Es gibt keine Pläne, Windows zu ersetzen, auch wenn Gabe Newell Windows 8 einmal als "Katastrophe" bezeichnete (damals wurde UWP eingeführt). "Ich glaube nicht, dass es das Ziel ist, einen bestimmten Marktanteil zu erreichen oder die Benutzer von Windows wegzudrängen", sagt Griffais. "Wenn ein Benutzer mit Windows gute Erfahrungen gemacht hat, gibt es kein Problem. Ich denke, es ist interessant, ein System zu entwickeln, das andere Ziele und Prioritäten hat, und wenn es eine gute Alternative für einen typischen Desktop-Benutzer wird, ist das großartig. Es gibt ihnen die Wahl. Aber es ist kein Ziel an sich, Nutzer zu konvertieren, die bereits eine gute Erfahrung gemacht haben".
Ein Umstand als Nutzer ist dabei, dass Valve keine echte Roadmap für die Entwicklung von SteamOS hat. "Wenn wir die Zeit haben und es schaffen", kommen neue Funktionen und Verbesserungen. Der Ansatz dürfte für viele, die SteamOS produktiv außerhalb eines geschlossenen Systems wie etwa Steamdeck nutzen wollen, etwas zu salopp sein. Und Steam Machines stehen auch nicht vor einer Rückkehr. Gegenwärtig ist Valve auf Handhelds konzentriert.
SteamOS für alle: So läuft das Gaming-Betriebssystem auf dem PC
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"Aber während unsere Arbeit unsere Fähigkeit erweitert, auf anderen Plattformen zu arbeiten und eine gute Erfahrung in verschiedenen Formfaktoren zu haben ... wir haben bereits viel dafür getan, dass diese Konsolen mit Bildschirmen und Controllern verbunden werden können ... Wir sind noch nicht so weit, dass wir einer Steam Machine Priorität einräumen. Aber in Zusammenarbeit oder intern ist es eine offene Tür für die Zukunft."
Dafür ist SteamOS aber auch Open Source und nur möglich, weil Valve willens ist, das Projekt quer zu finanzieren. Und damit ist man wohl auch glücklich: "Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, ein Gleichgewicht zu finden, das für alle Beteiligten vorteilhaft ist, während wir gleichzeitig in der Lage sind, das PC-Ökosystem auf diese Weise zu unterstützen", sagt Griffais. "Darüber bin ich wirklich froh."
Quelle: Frandroid

Alleine bei mir gibt es keinen Ersatz für Armory Crate von Asus um Firmware Updates meiner Hardware zu machen. Von Corsair muss ich erst gar nicht reden oder meine AIO Wasserkühlung von NZXT.
Darauf zu warten, das ALLE Software und Hardwarehersteler aber auch endlich ihren Kram geichwertig unter Linux anbieten, bringt nichts.
Die Alternativen sind da. Entscheidungen sind immer ein Kompromiss. Von mancher liebgewonnener Hardware oder Arbeitsweisen, die man sich unter Windows angewöhnt hat, muss man sich halt dann verabschieden.
Es wird immer irgendein Argument geben "xy geht aber auf z nicht", oder "...funktioniert anders".
Ganz selbstverständlich hat keiner so eine Vorstellung beim Wechsel auf Apple. Aber bei Linux soll und muss alles ganz analog wie auf Windows laufen, nur besser?
PS: Armory Crate ist nicht die einzige Lösung. Back to the roots. Es gibt Wege. JEDE Firmware kann auch anders aktualisiert werden. Was meint ihr, wie man das sonst bei anderen oder früher gemacht hat?
+ was Schinken sagt: braucht man wirklich und überall immer die allerneueste Firmware? "Never change a running system" unless absolutely necessary.
Ich installier seit 20 Jahren keinen Sxhmu von den Herstellern und tatsächlich fallen mir nur 2-3 Bios Updates ein die ich machen "musste". Nie brauchte ich irgendeine Software vom Hersteller für irgendwas.
Insofern hab ichmir darüber beim Umstieg letztes Jahr auch keinen Kopf gemacht.
Alleine bei mir gibt es keinen Ersatz für Armory Crate von Asus um Firmware Updates meiner Hardware zu machen. Von Corsair muss ich erst gar nicht reden oder meine AIO Wasserkühlung von NZXT.