Steam: FBI warnt vor Schadsoftware in Indie-Spielen

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Steam: FBI warnt vor Schadsoftware in Indie-Spielen
Quelle: Pexels/SmyrnaPro

Mehrere Indie-Spiele auf Steam enthielten versteckte Malware. Laut FBI wurden Zugangsdaten, Browserinformationen und Kryptowährungen gestohlen. Valve entfernte die betroffenen Titel und arbeitet mit den Ermittlern zusammen.

Die US-Ermittlungsbehörde FBI warnt Spieler aktuell vor Schadsoftware, die in mehreren Indie-Spielen auf der Plattform Steam entdeckt wurde. Die Ermittlungen werden von der Außenstelle in Seattle geführt. Laut Behörden wurden zwischen Mai 2024 und Januar 2026 mehrere Titel mit manipulierten Updates verbreitet, die Schadprogramme enthielten.

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Nach derzeitigem Stand handelt es sich nicht um einen Angriff auf die Plattform selbst. Betreiber Valve entdeckte die manipulierten Versionen der Spiele, entfernte die betroffenen Titel aus dem Store und informierte Nutzer, die sie installiert hatten. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen mit den Ermittlungsbehörden zusammen, um den Sachverhalt zu klären.

Schadsoftware in mehreren Spielen entdeckt

Die Angreifer nutzten eine bekannte Methode aus der Cyberkriminalität. Zunächst veröffentlichten sie scheinbar harmlose Spiele, die normal funktionierten und Vertrauen aufbauen sollten. Erst in späteren Updates wurde Schadsoftware integriert. Dadurch blieb der Angriff lange unbemerkt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren mehrere Titel betroffen. Dazu zählen unter anderem BlockBlasters, Chemia, Dashverse, Lampy, Lunara, PirateFi und Tokenova. Die meisten dieser Spiele befanden sich in frühen Entwicklungsphasen oder stammten von wenig bekannten Studios.

Datendiebstahl während des Spielens

Die eingesetzte Schadsoftware kombinierte zwei Angriffstypen. Einerseits handelte es sich um sogenannte "Info-Stealer", die Zugangsdaten und persönliche Informationen sammeln. Andererseits enthielten einige Versionen Funktionen zum Diebstahl von Kryptowährungen. Während das Spiel lief, griff die Malware laut Ermittlern auf verschiedene Daten zu. Dazu gehörten Steam-Anmeldedaten, gespeicherte Browserpasswörter, E-Mail-Zugänge sowie Inhalte von Krypto-Wallets. In einigen Fällen wurden auch Sitzungstoken kopiert, wodurch Sicherheitsmechanismen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung umgangen werden konnten.

Besonders schwerer Vorfall mit BlockBlasters

Ein bekannter Fall betrifft das Spiel BlockBlasters. Der Titel erschien im Juli 2025 zunächst als kostenloser Download. Ende August folgte ein Update mit Schadsoftware. Berichten zufolge verlor ein Streamer während einer Live-Spendenaktion Kryptowährungen im Wert von mehreren zehntausend US-Dollar. Ermittler gehen davon aus, dass allein dieses Spiel mit Schäden von über 150.000 US-Dollar in Verbindung steht.

Festnahmen wurden bislang nicht gemeldet. Ermittler vermuten hinter der Aktion einen einzelnen Täter oder eine kleine Gruppe, die über längere Zeit aktiv war. Spieler, die eines der betroffenen Spiele installiert haben, sollten ihre Systeme überprüfen, die Programme entfernen und Passwörter ändern. Die Behörden bitten mögliche Betroffene außerdem, sich über ein Online-Formular zu melden, um die laufenden Ermittlungen zu unterstützen.

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Quelle: via Gamersub

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Elrom81 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich frage mich ob dies Info Stealer bzw diese Schadsoftware nur unter Windows ihren Dienst zur Zufriedenheit der Entwickler getan hat...
      • Von Elrom81 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich frage mich ob dies Info Stealer bzw diese Schadsoftware nur unter Windows ihren Dienst zur Zufriedenheit der Entwickler getan hat...
      • Von Pyracanda Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von inhuman_nature
        Oha, da packst Du aber ein heißes Eisen an! Gegenüber Linux wird doch manchmal gegrummelt, dass mensch ja für Gaming oder andere Zwecke extra Distros installieren könne ... Und jetzt also der Vorschlag für die Windows-Welt mit gleicher Konsequenz.

        Btw. - betrifft die in der News beschriebene Bedrohung überhaupt Linux-Systeme? @PCGH Wenn nicht, wäre ja eine einfache Lösung, Linux zu installieren. Und dann reichte ein System für alles.
        Grundsätzlich würde ich ein spezielles Betriebssystem fürs Gaming absolut befürworten, dass sich vor allem der ganzen Datensammel- und Kontrollfunktionen entledigt. Linux ist auf dem richtigen Weg und mit ein wenig Know-how und Geduld, lässt sich auch aktuell ein Gegengewicht zum Windows-Horror erzeugen. Ob und inwieweit Linux-User von der Sache betroffen sind, kann ich nicht beurteilen. Ich denke aber auch das Steam in Zukunft schauen muss, was es da auf seiner Plattform anbietet.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von Sir_LedX
        Zeigt aber wieder mal, wie wichtig es ist Gaming und Privates zu trennen. Ein vermeintlich harmloses Steam Update und schon kann der PC infiziert sein.
        Oha, da packst Du aber ein heißes Eisen an! Gegenüber Linux wird doch manchmal gegrummelt, dass mensch ja für Gaming oder andere Zwecke extra Distros installieren könne ... Und jetzt also der Vorschlag für die Windows-Welt mit gleicher Konsequenz.

        Btw. - betrifft die in der News beschriebene Bedrohung überhaupt Linux-Systeme? @PCGH Wenn nicht, wäre ja eine einfache Lösung, Linux zu installieren. Und dann reichte ein System für alles.
      • Von Sir_LedX Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Pyracanda
        Es werden einige Spiele im Artikel genannt---->BlockBlasters, Chemia, Dashverse, Lampy, Lunara, PirateFi und Tokenova.
        Junge Junge, allein der Name PriateFi und auf den ingame Screenshots steht groß "Fishing System".

        Zeigt aber wieder mal, wie wichtig es ist Gaming und Privates zu trennen. Ein vermeintlich harmloses Steam Update und schon kann der PC infiziert sein.
      • Von Blackvoodoo Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pyracanda
        Es werden einige Spiele im Artikel genannt---->BlockBlasters, Chemia, Dashverse, Lampy, Lunara, PirateFi und Tokenova.
        Kenne keines davon. Habe ich also auch nicht und bin sicher.
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