Geforce Now auf dem Steam Deck: Ein echter Game Changer für den Handheld-PC [Update]
Wir haben uns Geforce Now nativ auf dem Steam Deck angeschaut und mit der von uns getesteten Ultimate-Mitgliedschaft, welche die Rechenleistung einer Geforce RTX 4080 bereitstellt, ist das Cloud-Gaming schlicht und ergreifend ein echter Game Change auf dem Handheld-PC.
Geforce Now im Test
Originalmeldung vom 29. Mai 2025:
Am heutigen Tag erscheint die native App, welche Geforce Now endlich offiziell auf das Steam Deck bringt. Wir hatten die Möglichkeit, uns die Vorabversion schon seit einigen Tagen auf einem Steam Deck OLED anzusehen und Nvidias Cloud-Gaming-Service ganz ausführlich zu testen. In diesem Test-Bericht erfahrt ihr, wie es uns dabei ergangen ist und wie sich die Premiere von Geforce Now auf Valves Handheld-PC letztlich gestaltet hat. Wird sich das Cloud-Gaming gegen Valves hauseigenes Steam Remote Play durchsetzen können?
Grundvoraussetzungen
Bevor es losging wurde unser Steam Deck OLED über den Desktop-Modus und die hauseigene Discover-App auf den neuestens Stand gebracht. Anschließend stand uns die nachfolgende Softwarebasis für den Test von Geforce Now auf dem Steam Deck zur Verfügung.
- SteamOS 3.7.8
- KDE Plasma 6.2.5
- KDE Frameworks 6.9.0
- KDE Gear 25.04.0
- Linux 6.11.11
*) der Steam Client wurde auf die neuste Version vom 27. Mai 2025 aktualisiert.
SteamOS wurde also auf den neuesten stabilen Build 20250522.2 aktualisiert und war bereit für die Vorabversion von Geforce Now, welche uns zu von Nvidia zur Verfügung gestellt wurde.
Geforce Now installieren
Die native App für Geforce Now auf dem Steam Deck respektive SteamOS, welche uns von Nvidia vorab zur Verfügung gestellt wurde, lag in der Version 2.0.74.155 vor und dient nur zu Testzwecken. Die finale Version von Geforce Now für das Steam Deck wird noch am heutigen Tag über die offizielle Website verfügbar gemacht, wie uns Nvidia mitgeteilt hat. Die für diesen Test zum Einsatz kommende Vorabversion sollte dann entsprechend deinstalliert und durch das finale Release ersetzt werden. Wir werden uns also auch die finale Version ansehen.
Quelle: PCGH
Die Installation der native App gestaltet sich mit der von Nvidia bereitgestellten Setup.exe als schnell und unkompliziert und nach weniger als 5 Minuten ist der gesamte Prozess bereits abgeschlossen. Geforce Now startet initial automatisch und so finden wir uns auf dem bekannten Anmeldungsbildschirm des Cloud-Gaming-Dienstes wieder. Dabei ist die "Experience" ist dabei genauso wie auf Computersystemen unter Windows 11.
Quelle: PCGH
Nach der Anmeldung über den Geforce-Account müssen wir noch unseren Steam-Account verknüpfen, damit wir auf unsere gesamte Spiele-Bibliothek zugreifen können, aber auch das funktioniert bereits in der Vorabversion absolut unproblematisch. Instabilitäten oder sogar Abstürze hatten wir bei unserem gesamten Test nicht zu verzeichnen. Die native App entpuppte sich dabei in der Praxis als bereits sehr ausgereift und äußerst stabil.
Nach der Installation lässt sich Geforce Now sowohl über eine Verknüpfung auf dem Desktop von SteamOS im Desktop-Modus als auch direkt über den Steam-Client im Gaming-Modus starten. Lobenswert ist, dass die App im Steam-Client automatisch in unsere Bibliothek aufgenommen wurde und mit nur einem Klick gestartet werden kann. Los geht's!
Geforce Now in der Praxis
Da uns von Nvidia speziell für diesen Test eine volle Ultimate-Mitgliedschaft für Geforce Now zur Verfügung gestellt wurde, stand uns die gegenwärtig höchstmögliche Leistungsstufe des Cloud-Gaming-Services zur Verfügung. Diese beinhaltet ...
- ... einen Server mit einer virtuellen CPU mit 16 Prozessorkernen ("16 vCPUs")
- ... einen Geforce-RTX-4080-SuperPOD mit der Leistung einer Geforce RTX 4080
- ... eine maximale Streaming-Auflösung von bis zu 4K/UHD ("2160p") mit bis zu 240 Fps
- ... Nvidia DLSS 3.5 mit Frame Generation, Ray Reconstruction und Nvidia Reflex
- ... 100 Stunden monatliche Spielzeit ohne Werbung und kurze Wartezeiten
- ... HDR10, G-Sync und Audiowiedergabe in 7.1
Neben dem vollständigen Featureset von Nvidia DLSS 3.5 samt Frame Generation, Ray Reconstruction und dem Latenzverbesserer Nvidia Reflex wurde außerdem auch das neue Transformer-KI-Modell, welches mit DLSS 4 eingeführt wurde, in Geforce Now übernommen.
Im Praxistest kann Geforce Now auf unserem Steam Deck OLED mit den versprochenen Frameraten und glatten Frametimes punkten. Für den Geforce-RTX-4080-SuperPOD ist es zu keinem Zeitpunkt ein Problem, die 1.280 × 800 Pixel mit den versprochenen 60 Bildern pro Sekunde auf das OLED-Display des Handheld-PCs zu bringen. Selbst solche grafischen Schwergewichte wie Cyberpunk 2077 mit maximalen Details, Pathtracing und HDR10 entlocken der virtuellen Geforce RTX 4080 keine Stotterer und auch die niedrigen Systemlatenzen wissen zu überzeugen. Der wahre Game Changer ist aber der "Ressourcenhunger", welcher erfreulich entsprechend niedrig ausfällt.
Während die Leistungsaufnahme der Zen-2-CPU bei einer Auslastung von 18 bis 22 Prozent in Cyberpunk 2077 bei 0,6 bis 1,2 Watt liegt, genehmigt sich die integrierte RDNA-2-GPU bei einer Auslastung von 9 bis 15 Prozent zwischen 0,2 und 0,6 Watt.
- Einstellungen: 800p mit 60 Fps
- CPU-Auslastung: 18 bis 22 Prozent
- CPU-Leistungsaufnahme: 0,6 bis 1,2 Watt
- GPU-Auslastung: 9 bis 15 Prozent
- GPU-Leistungsaufnahme: 0,2 bis 0,6 Watt
- Gesamtleistungsaufnahme: 6,2 bis 7,1 Watt
- Speicherverbrauch (RAM): 2,6 bis 2,8 GiB
- Speicherverbrauch (VRAM): 0,6 bis 0,8 GiB
- Akkulaufzeiten: 7,5 bis 9,5 Stunden
Bei einer Speicherauslastung von 2,6 bis 2,8 GiByte beim LPDDR5-Systemspeicher und von 0,6 bis 0,8 GiByte beim davon abgegriffenen Grafikspeicher ergibt sich daraus eine extrem niedrige Gesamtleistungsaufnahme von maximal 7,1 Watt samt Display und sämtlicher Nebenverbraucher wohlgemerkt. Die Akkulaufzeit pendelte sich dabei je nach Spiel entsprechend zwischen 7,5 und 9,5 Stunden ein. Das Steam Deck lief dabei mit Standardeinstellungen und mittlerer Displayhelligkeit inklusive HDR.
Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Geforce Now Ultimate befähigt das Steam Deck OLED dazu, grafische Schwegewichte wie Cyberpunk 2077 auf maximaler Detailstufe samt Pathtracing und HDR mit 60 Bildern pro Sekunde wiederzugeben und dabei eine Akkulaufzeit von 6 Stunden+ zu erzielen.
Bei grafisch weniger anspruchsvollen Titeln beträgt die Akkulaufzeit durch die geringe Systemauslastung in der Regel mehr als 9 Stunden, was bezogen auf das Einsatzgebiet eines Handheld-PCs tatsächlich ein echter Game Changer ist.
Erste Einschätzung
Geforce Now ist auf dem Steam Deck und Steam Deck OLED ein echter Game Changer und erlaubt es, auch grafisch anspruchsvollste Titel mit maximalen Einstellungen, Raytracing und sogar Pathtracing mit 60 Fps zu spielen. Ein Update auf 90 Fps ist bereits angekündigt und angesichts des 90 Hz schnellen OLED-Displays des Steam Deck OLED auch vollends zu begrüßen. Die sehr hohen Akkulaufzeiten setzen dem Ganzen noch die Krone auf und befähigen den Handheld-PCs dazu, die 8 Stunden langen Sessions von Geforce Now vollständig ausschöpfen zu können.
App-Download
Aktualisierung vom 31. Mai 2025: Die native App, welche Geforce Now auf das Steam Deck bringt, steht mittlerweile in der finalen Version zum Download bereit. Die Installation der App gestaltet sich dabei genauso einfach wie bei der Testversion, welche der Redaktion vorweg für diesen Test zur Verfügung stand.
Latenzen
Auf vielfachen Wunsch aus der PCGH-X-Community hat die Redaktion einen Blick auf die Latenzen geworfen, welche unter Verwendung eines Gigabit-Kabelanschlusses von Vodafone im Durchschnitt bei 12 bis 14 Millisekunden lagen.
Ihre Meinung ist gefragt!
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Dann gebe ich mir auch Mühe nicht persönlich zu werden und nur die Meinung anzugehen. Also statt "du laberst Blödsinn" ein "das ist Blödsinn", damit wird nur die Aussage angegriffen. Dann überlege ich mir schon davor, ob die Aussage wirklich Blödsinn ist, nichgt jede Aussage ist bei den meisten kann man verschiedene Blickwinkel haben. Auch bestimmen scheinbare Nuancen, ob etwas Blödsinn ist.
Beispiel:
"wenn man sich eine Graka kauft, dann sollte man auf 16GB oder mehr achten" -> vernünftig
"mit unter 16GB kann man nicht mehr zocken" -> Blödsinn
Und ja, das begegnet einem hier leider häufiger. Auch bei einer 16GB Karte war schon mal etwas vom "Speicherkrüppel" zu lesen. Gerade bei GeForce Now ist sehr viel Blödsinn unterwegs und ich stelle das dann eben richtig.
Ich begründe meine Meinung auch immer, man kann mich widerlegen und wenn ich falsch liege, dann bin ich nicht zu stolz das einzugestehen. Ich kann sogar zugeben, wenn ich Blödsinn verzapft habe, was ab und zu mal vorkommt. Ich bin leider auch nicht perfekt.
Ihr könnt mich gerne widerlegen, damit habe ich kein Problem und wenn jemand bessere Argumente bringt oder Fehler findet, dann bin ich auch nicht zu stolz das einzugestehen.
Bei den meisten Regionalprovidern und bis vor kurzem, auch bei der Telekom. Bei Entega kosten z.B. 300MBit 45€ je Mon, 600 MBit 70€ und 1GBit 90€. Bei der Telekom hat 1GBit bis vor kurzem auch 90€ je Mon gekostet und 2GBit kosten sogar 140€.
Da überlegt man es sich dann dreimal, ob es wirklich 1GBit sein muß oder ob weniger nicht auch genügen. Ich bin mit 100MBit gut bedient, bzw. selbst mit den realen 82,5MBit, die bei DSL ankommen. Dafür ist tatsächlich GeForce Now ausschlaggebend gewesen, da dort maximal 62,5MBit genutzt werden.
Ihr könnt mich gerne widerlegen, damit habe ich kein Problem und wenn jemand bessere Argumente bringt oder Fehler findet, dann bin ich auch nicht zu stolz das einzugestehen.
Bei den meisten Regionalprovidern und bis vor kurzem, auch bei der Telekom. Bei Entega kosten z.B. 300MBit 45€ je Mon, 600 MBit 70€ und 1GBit 90€. Bei der Telekom hat 1GBit bis vor kurzem auch 90€ je Mon gekostet und 2GBit kosten sogar 140€.
Da überlegt man es sich dann dreimal, ob es wirklich 1GBit sein muß oder ob weniger nicht auch genügen. Ich bin mit 100MBit gut bedient, bzw. selbst mit den realen 82,5MBit, die bei DSL ankommen. Dafür ist tatsächlich GeForce Now ausschlaggebend gewesen, da dort maximal 62,5MBit genutzt werden.
Danke für die zusätzlichen Beispiele. Ich hatte mal ne Regionalanbieter im Studentenheim..... 6mbit war in der Miete inbegriffen also quasi kostenlos. 25mbit kostete dann schon 30€ 50mbit 40€ und 100mbit 50€....
Mehr würde gar nicht erst angeboten und man hatte keine Möglichkeit einen anderen Anbieter zu nutzen ...
Ihr könnt mich gerne widerlegen, damit habe ich kein Problem und wenn jemand bessere Argumente bringt oder Fehler findet, dann bin ich auch nicht zu stolz das einzugestehen.
Da überlegt man es sich dann dreimal, ob es wirklich 1GBit sein muß oder ob weniger nicht auch genügen. Ich bin mit 100MBit gut bedient, bzw. selbst mit den realen 82,5MBit, die bei DSL ankommen. Dafür ist tatsächlich GeForce Now ausschlaggebend gewesen, da dort maximal 62,5MBit genutzt werden.