Steam Deck: Erste Gaming-Benchmarks, Test zur Akkulaufzeit und mehr

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Steam Deck: Erste Gaming-Benchmarks, Test zur Akkulaufzeit und mehr (1)
Quelle: Valve

Ausgewählte Youtuber durften bereits erste Gaming-Benchmarks, Tests zur Akkulaufzeit und zur Hardware der Steam Deck durchführen. So schneidet der Gaming-Handheld ab.

Für nur 419 Euro kann man mit dem Gaming-Handheld Steam Deck PC-Spiele aus der Steam Bibliothek spielen. Hersteller Valve geht davon aus, dass man "Geräte in Millionenstückzahlen" verkaufen kann und sich das Projekt etwa durch digitale Spieleverkäufe auf Steam finanziert. Ab Ende Februar wird das Handheld an die Vorbesteller ausgeliefert. Nun haben die Youtuber Linus Tech Tips, Gamers Nexus und The Pawx die Gelegenheit bekommen, erste Tests zum Steam Deck durchzuführen. Hierbei waren jedoch ausschließlich Hardware-Tests und von Valve ausgewählte Spiele erlaubt. Es handelt sich also nicht um einen vollständigen Testbericht.

Devil May Cry 5 kann maximal 2 Stunden auf der Steam Deck gespielt werden

Laut Hersteller Valve besitzt das Steam Deck einen Akku mit einer Kapazität von 40 Wattstunden, sodass zwischen zwei und acht Stunden Spielen möglich sein sollen. Die höchste Akkulaufzeit soll mit Portal 2 aus dem Jahr 2011 erreicht werden, wenn man mit 30 Fps spielt. Im Test bei Gamers Nexus werden nie acht Stunden erreicht, den Höchstwert gab es beim 2D-Plattformer Dead Cells mit aktiviertem V-Sync mit fast sechs Stunden Laufzeit, wobei die Bildschirmhelligkeit auf 50 Prozent eingestellt war. Devil May Cry 5 kann dagegen mit 60 Fps maximal zwei Stunden gespielt werden. Je nach Grafikeinstellung kann DMC5 aber auch nur 70 Minuten lang ohne Netzteil gespielt werden. Valve ermittelte die Werksangabe ohne, dass das Spiel aktiv gespielt wurde und mit unbekannter Bildschirmhelligkeit. Je höher die Displayhelligkeit, desto niedriger die Akkulaufzeit.

Falls man mittels Steam Link ein PC-Spiel von einem Computer auf die Steam Deck via Internetverbindung streamt, hält der Akku sechs Stunden durch, vorausgesetzt man beschränkt die Auflösung auf 1.280 x 800 Pixel. Zum Aufladen liegt ein USB-C-Netzteil mit 45 Watt bei. Bis das Handheld voll aufgeladen ist, vergehen drei Stunden. Schnelles Aufladen in 100 Minuten ist bis zu einem Akkustand von 80 Prozent möglich, danach wird die Ladeleistung reduziert. Wenn man spielt und zugleich auflädt, dann verbraucht Steam Deck 44,8 Watt. Falls das Handheld vollgeladen ist und man dann DMC5 spielt - ohne V-Sync - werden 30 Watt an Strom verbraucht.

Forza Horizon 5 läuft nur mit niedrigen Einstellungen flüssig

In der Auflösung 1.280 x 800 Pixel läuft das Arcade-Rennspiel Forza Horizon 5 mit niedrigsten Grafikeinstellungen mit 61 Fps. Falls man die Grafikoptionen höher stellt, fällt das Rennspiel deutlich unter die Grenze von flüssigem Gameplay. Bei Devil May Cry 5 werden in den standardmäßigen Grafikeinstellungen mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln und mit aktiviertem V-Sync 60 Fps erreicht. Bei mittleren Einstellungen und aktiviertem FXAA und TAA kommt Devil May Cry 5 auf mehr als 70 Fps bei der Steam Deck. Zur Erinnerung, bei DMC5 wird eine Nvidia Geforce GTX 1060 oder AMD Radeon RX 480 empfohlen, es läuft aber bereits mit einer Geforce GTX 760 aus dem Jahr 2013 oder einer Radeon R7 260X.

Laut den Tests ist der interne Akku mit 91,4 Grad Celsius das heißeste Bauteil, wenn das Handheld aufgeladen wird. Die GPU kann bis zu 83,4 Grad Celsius erreichen. Laut The Phawx unterscheiden sich die Ladezeiten ein wenig, je nachdem, ob man ein Spiel von der internen SSD oder von einer microSD-Karte lädt. Bei Dead Cells dauert beispielsweise ein Ladevorgang bei der SSD 11,8 Sekunden und von microSD-Speicherkarte 13,5 Sekunden. Es gibt aber auch Szenarien - etwa in Portal 2 - in denen der Unterschied bei bis zu 13 Sekunden zugunsten der SSD liegt.

Steam Deck mit SSD kostet ab rund 550 Euro

Nutzer haben die Wahl, ob man seine Steam Deck mit 64 Gigabyte eMMC-Speicher für 419 Euro oder - gegen einen Aufpreis von rund 130 Euro - mit NVMe-SSDs mit 256 Gigabyte oder 512 Gigabyte (zum Preis von 679 Euro) haben möchte. Nur die teuerste Version des Handhelds für 679 Euro bekommt ein entspiegeltes Glas, alle anderen Ausstattungsversionen müssen mit einem spiegelnden 7-Zoll-Touchscreen vorlieb nehmen. Die Auflösung beträgt - unabhängig von der gewählten Version - immer 1.280 x 800 Pixel. In Sachen Anschlüsse stehen einmal USB-C mit Displayport-Funktion, eine 3,5-mm-Stereo-Kopfhörerbuchse und ein Hochgeschwindigkeits-micro-SD-Kartenleser parat. Als Betriebssystem läuft die eigens angepasste Linux-Version Steam OS 3.0 auf dem Steam Deck.

Ebenfalls lesenswert: Steam Deck: Valve nennt Termin für Bestellung, Tests und ersten Versand

Bildergalerie

Sammlung zu ersten Tests der Steam Deck:

  • Im Vorfeld der Markteinführung der Steam Deck durften ausgewählte Youtuber das Handheld testen und etwas zur Hardware, Akkulaufzeit und von Valve gewählten Spielen erzählen.
  • Es handelt sich also nicht um einen vollständigen Testbericht.
  • Je nach Spiel und Displayhelligkeit erreicht die Steam Deck Akkulaufzeiten zwischen 70 Minuten und sechs Stunden, wobei die höchste Laufzeit nur beim Streaming von einem PC via Steam Link sowie beim 2D-Plattformer Dead Cells erreicht wird.
  • Devil May Cry 5 läuft in mittleren Grafikeinstellungen in 1.280 x 800 mit um die 70 Fps flüssig, während Forza Horizon 5 nur mit niedrigen Grafikeinstellungen flüssig spielbar ist.
  • Eine Vollladung der Steam Deck dauert drei Stunden, bis 80 Prozent kann man aber in 100 Minuten aufladen.
  • Die Steam Deck wird ab Ende Februar ausgeliefert und kostet mindestens 419 Euro.

Quellen: Youtube (1), Youtube (2), Youtube (3)

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    • Kommentare (68)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von openSUSE Software-Overclocker(in)
        Zitat von blautemple
        Weil das Kokolores ist ^^
        Der liebe Sweeney will einfach nichts mit Steam zu tun haben. Ist ja auch sein gutes Rechts, aber sich dann zeitgleich als Märtyrer für das PC-Gaming aufzuspielen ist schon sehr scheinheilig
        Auch wenn du imho mit deiner einschätzung zu tim sweeney recht hast, so sind seine bedenken über cheats, anticheat und offenes system durchaus valid.

        Allerdings braucht es das heute sowieso nicht mehr, alle anticheat software versagt gegen ein einigermaßen aktuelles smartphone mit KI/ML funktionen (tensor). Kamera auf monitor, eingabe (controller,key,maus,...) über usb eingeschleift und die paar megabyte große app zielt für dich - headshotrate , zielgenauigkeit usw einstellbar.
      • Von openSUSE Software-Overclocker(in)
        Zitat von blautemple
        Weil das Kokolores ist ^^
        Der liebe Sweeney will einfach nichts mit Steam zu tun haben. Ist ja auch sein gutes Rechts, aber sich dann zeitgleich als Märtyrer für das PC-Gaming aufzuspielen ist schon sehr scheinheilig
        Auch wenn du imho mit deiner einschätzung zu tim sweeney recht hast, so sind seine bedenken über cheats, anticheat und offenes system durchaus valid.

        Allerdings braucht es das heute sowieso nicht mehr, alle anticheat software versagt gegen ein einigermaßen aktuelles smartphone mit KI/ML funktionen (tensor). Kamera auf monitor, eingabe (controller,key,maus,...) über usb eingeschleift und die paar megabyte große app zielt für dich - headshotrate , zielgenauigkeit usw einstellbar.
      • Von Kupferrrohr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von blautemple
        Weil das Kokolores ist ^^
        Der liebe Sweeney will einfach nichts mit Steam zu tun haben. Ist ja auch sein gutes Rechts, aber sich dann zeitgleich als Märtyrer für das PC-Gaming aufzuspielen ist schon sehr scheinheilig
        Habe mir diesen Artikel dazu durchgelesen, um meiner Dummheit auf diesem Gebiet etwas entgegenzuwirken. Hat geholfen.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kupferrrohr
        Linux-Nichtswisser hier; aber warum gibt es dann mit der Android Version ein Fortnite, welches mit Linux Kernel wunderbar zu funktionieren scheint?
        Weil das Kokolores ist ^^
        Der liebe Sweeney will einfach nichts mit Steam zu tun haben. Ist ja auch sein gutes Rechts, aber sich dann zeitgleich als Märtyrer für das PC-Gaming aufzuspielen ist schon sehr scheinheilig
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Firestar81
        Wenn es gut läuft schafft Valve 10 Millionen verkaufte Einheiten,das sind dann in etwa 10% der Switch Verkäufe.
        Das wäre ein gewaltiger Erfolg. Valve ist nicht darauf angewiesen, eine kritische Masse zu erreichen, damit Spiele auf ihre Konsole portiert werden, das ist der Vorteil.
      • Von Kupferrrohr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        710.000 Einheiten, bis 2023 ist doch aber gar nicht so viel *auf Nintendo Switch/ XSX und PS5 schau*?

        MfG
        Okay, daraus schließe ich, dass das Deck mit 710.000 verkauften Einheiten innerhalb von 10 Monaten ein Flop wäre. Ich weiß nicht, wie viel Marge in den Geräten steckt und ab wann es ein finanzieller Erfolg sein könnte - höchstwahrscheinlich rechnet sich das Deck durch Querfinanzierung erst auf lange Sicht - aber für eine Einschätzung fehlt mir da die Einsicht.
        Ich glaube man muss zu den anderen 3 großen Herstellern etwas differenzieren. Die wenigsten werden sich ihr Deck als ihr erstes Gerät kaufen, auf dem sie sich einen Steamaccount anlegen (eigl. niemand, ohne Account keine Bestellung), daher finde ich die Zahl, angekommen 710.000 stimmen überhaupt, schon recht groß, dafür, dass man PC-Spielern einen Zweit-PC verkauft. Aber ich fände vermutlich auch 500.000 abgesetzte Geräte erstaunlich hoch.
        Aber Flop hin Flop her, für mich persönlich hat das Deck eine Daseinsberechtigung und selbst wenn es floppen sollte, heißt es ja nicht, dass ich meine Hardware nicht mehr nutzen könnte.
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