Steam Deck: Switch-Konkurrent mit Zen 2, RDNA 2 und Linux

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Valve: Linux-Handheld Steam Deck angekündigt (1)
Quelle: Valve

Gerüchte über einen Handheld aus dem Hause Valve gab es schon, nun wurde das Gerät offiziell vorgestellt. Steam Deck soll die Taschenkonsole heißen und bereits im Dezember 2021 ausgeliefert werden. Steam Deck kann ab sofort vorbestellt werden und kommt in drei verschiedenen Varianten.

Die Gerüchte waren wahr: Die Steam-Erfinder Valve haben tatsächlich heimlich an einem Handheld geschraubt. Vor einigen Monaten wurde im Steam-Client der Name "Steam Pal" gefunden, weshalb man davon ausging, dass die Konsole diesen oder einen ähnlichen Namen tragen wird. Valve hat sich aber anscheinend anders entschieden und nennt die Kreation "Steam Deck". Damit soll sich (mehr oder weniger) die gesamte Steam-Bibliothek mobil spielen lassen.

Steam Deck: Technische Daten

Die technischen Details wurden von Valve in Zusammenarbeit mit AMD entworfen. Die Konsole ist Linux-basiert (genauer gesagt: Steam OS 3.0) und mit Zen 2 und RDNA 2 ausgestattet. Die Custom-APU setzt CPU-seitig auf eine 4c/8T-Konfiguration, die zwischen 2,4 und 3,5 GH taktet. GPU-seitig werden acht RDNA-2-CUs zwischen 1,0 und 1,6 GHz. Das verbaute LCD löst mit 1.280 x 800 Pixel auf, ist 7 Zoll groß und bietet 400 Nits bzw. 60 Hz Refreshrate. Der 40-Wattstunden-Akku soll laut Valve zwei bis acht Stunden Gameplay ermöglichen. Im Bereich Audio meldet Valve Stereo mit eingebautem DSP, ein Doppelmikrofon-Array, eine 3,5-mm-Stereo-Kopfhörerbuchse und Multikanal-Audio via DisplayPort über USB-C, Standard-USB-C oder Bluetooth 5.0. Die Abmessungen lauten 298 mm × 117 mm × 49 mm, das Gewicht liegt bei 669 Gramm. Eine Switch OLED mit Joy-Cons wiegt 420 Gramm.

Technische Daten Steam Deck
Prozessor CPU: Zen 2 4c/8t, 2,4 – 3,5 GHz (bis zu 448 GFlops FP32)
  GPU: 8 RDNA 2 CUs, 1,0 – 1,6 GHz (bis zu 1,6 TFlops FP32)
  APU-Leistung: 4 – 15W
RAM 16 GB LPDDR5 RAM (5500 MT/s)
Speicher 64 GB eMMC (PCIe Gen 2 ×1)
  256 GB NVMe-SSD (PCIe Gen 3 ×4)
  512 GB Hochgeschwindigkeits-NVMe-SSD (PCIe Gen 3 ×4)
  Hochgeschwindigkeits-microSD-Kartensteckplatz

Nutzer können sich mit Steam Deck bei ihrem Steam-Konto anmelden und hätten so ihre gesamte Bibliothek zur Verfügung. Zum Spielen stehen dann Analogsticks sowie Trackpads bereit. Bei einem Detail hat sich Valve anscheinend ein wenig bei der Hybridkonsole von Nintendo bedient: Steam Deck soll wie die Nintendo Switch eine Dockingstation erhalten, die jedoch separat erworben werden muss. Dazu hat die Valve-Konsole auch einen USB-C -Anschluss.

Steam Deck: Technische Zeichnungen Steam Deck: Technische Zeichnung (1) Quelle: Valve Steam Deck: Technische Zeichnung (2) Quelle: Valve

Das Steam Deck soll in drei verschiedenen Varianten erscheinen, die sich jedoch hauptsächlich im Speicher unterscheiden sollen. Das günstigste Modell ist mit einem eMMC-Speicher mit 64 Gigabyte ausgestattet und soll 419 Euro kosten. Das zweite Modell besitzt eine NVMe-SSD mit 256 Gigabyte und schlägt bereits mit 549 Euro zu Buche. Das letzte Modell kommt mit einer NVMe-SSD mit 512 Gigabyte sowie einem hochwertig entspiegeltem und geätztem Glas. Das macht sich auch im Preis bemerkbar, denn Valve ruft 679 Euro für diese Variante aus.

Steam Deck kann ab sofort vorbestellt werden und soll bereits im Dezember 2021 ihre neuen Besitzer erreichen. Interessierte müssen eine Reservierungsgebühr entrichten, die jedoch auf den Kaufpreis der Konsole angerechnet wird. Jeder Kunde darf eine Konsole vorbestellen, kommt jedoch in eine regionale Reservierungswarteschlange. Reservierungen starten heute ab 19 Uhr.

Quelle: Steam*1, Steam*2

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    • Kommentare (103)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Rolk
        Die Steuerung per Gyroskop habe ich Anfangs komplett unterschätzt. Dabei könnte das einen echten Unterschied ausmachen.
        Vor allen Dingen sieht die Bewegungsumsetzung ziemlich instant aus, ohne große Verzögerung.

        MfG
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Rolk
        Die Steuerung per Gyroskop habe ich Anfangs komplett unterschätzt. Dabei könnte das einen echten Unterschied ausmachen.
        Vor allen Dingen sieht die Bewegungsumsetzung ziemlich instant aus, ohne große Verzögerung.

        MfG
      • Von Rolk Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DaStash
        Hier, weil ja von PCGH dazu irgendwie nichts kommt. Valve zeigt die Steam-Deck Touchpad und Bewegungssteuerung. Sieht ganz nice aus muss ich sagen.
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        oder direkt bei Youtube.:
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        MfG
        Die Steuerung per Gyroskop habe ich Anfangs komplett unterschätzt. Dabei könnte das einen echten Unterschied ausmachen.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Hier, weil ja von PCGH dazu irgendwie nichts kommt. Valve zeigt die Steam-Deck Touchpad und Bewegungssteuerung. Sieht ganz nice aus muss ich sagen.
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        oder direkt bei Youtube.:
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        MfG
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        Wenn Valve es nicht schafft, das Handheld out of the box als direkten und unkomplizierten Spieleeinstieg zu positionieren, dann ist sie eh bald Geschichte, wie auch die Steam-Machine.
        Klar, ich denke nur nicht, dass Windows dabei helfen kann. Auf einer mobilen Konsole brauchst Du z.B. zwingend einen schnellen Suspend, der das gerade gespielte Spiel mit umfasst. Überlege mal wo und wie das Gerät benutzt wird! Du benötigst eine an das kleine Display angepasste Oberfläche.

        Mit Windows bekommst Du nichts dergleichen. Statt Game-Suspend gibt es System-Updates beim Herunterfahren. Und statt angepasster Oberfläche hat das Betriebssystem Specs, die die Konsole gar nicht erfüllen kann:

        "Hochauflösendes Display (720p) mit einer Diagonale von mehr als 9 Zoll"

        https://www.microsoft.com...

        Die Deck hat ein 7-Zoll-Display.

        Was wir uns privat zusammenbasteln ist die eine Sache. Was Valve vertreiben kann eine ganz andere. Dafür, dass Microsoft seit vielen Jahren sehr unglücklich im Mobile-Bereich agiert, kann Valve nichts. Insbesondere können sie nichts daran ändern.
        Zitat von PCGH_Torsten
        Und die Bedienung muss ebenfalls out-of-the-box perfekt laufen. Selbst Steam beim OS seine Hausaufgaben gemacht hat, sehe ich da noch einmal ein großes Verkaufshindernis. Denn Steam-Titel, die konsequent auf Gamepads optimiert sind, sind meist Konsolenportierungen und eignen sich schlecht als Unique Selling Point.
        Zumindest kann man "Oxygen not Included" dann überhaupt mal mobil spielen. Bin selbst gespannt, ob das auf so einem Gerät Spaß macht. Kann es momentan nicht wirklich beurteilen. Vielleicht ist das für KLEI und andere auch eine Motivation, sich Gedanken zu machen wie man so ein Spiel auf mobilen Geräten vielleicht doch zugänglicher machen kann. Bei ONI würde bisweilen schon ein Art "Autofokus" (oder sowas in der Art) helfen, denke ich. Und natürlich ein touchfähiges UI.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von 1xok
        Auch unter Windows läuft nicht immer alles. Sobald ein Spiel auf der Steam Deck nicht läuft. meldet man das dem Valve Support und dann wird das behoben. Es ist immer dieselbe Hardware und Software. Das sind ganz andere Voraussetzungen.
        Das mag ja in der Theorie alles ganz toll funktionieren aber die Praxis sieht anders aus und viele Nutzer wollen out of the box zocken und nicht melden und abwarten. Man sieht wie weit es Linux im Gaming geschafft hat, obwohl ja alles "so einfach" ist.^^

        Wenn Valve es nicht schafft, das Handheld out of the box als direkten und unkomplizierten Spieleeinstieg zu positionieren, dann ist sie eh bald Geschichte, wie auch die Steam-Machine.

        MfG
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