Grafik-Optionen und erstes Fazit zu Starfield
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Auf Wunsch können Sie das Upsampling auch dynamisch vom Spiel vornehmen lassen. Dazu wird im Regelfall mithilfe der Optionen im Grafikmenü ein bestimmter Detailgrad gesetzt und darauf die erwünschte Zielbildrate, darauf wird das Upsampling in dynamischer Stärke appliziert, um die gewünschte und gesetzte Bildrate zu erzielen. Allerdings gibt es keine Einstellung für die erwünschte Bildrate im Optionsmenü von Starfield. Einzig Vsync steht zur Verfügung, um die Fps zu begrenzen. Das mag im Rahmen von 60-Hz-Displays ausreichen, mithilfe von Vsync ließe sich so eine dynamische Auflösungsskalierung via Upsampling und einer Zielbildrate von 60 Fps realisieren. Und was ist mit Besitzern von beispielsweise 144-Hz-Displays? Diese könnten mittels Vsync nur ein dynamisches Upsampling auf 144 Fps nutzen oder aber die Refreshrate herabsetzen. Das ist eine unbefriedigende Lösung. Weshalb sind keine einstellbare Frame-Limits im Grafikmenü zuschaltbar?
Quelle: PC Games Hardware
"Ultra" als höchste Grafikstufe ist vor allem der teureren Oberklasse vorbehalten. Die Erklärungen und Voreinstellungen sind ausbaufähig. Selbst in den Tiefen des Alls nicht zu entdecken: DLSS und die Frame Generation. Wenig überraschend setzt Starfield mit enger AMD-Kooperation auf FSR-Upsampling.
Holpriges Optionsmenü
Überhaupt ist das Grafikmenü etwas enttäuschend geraten. Technik-Nerds wie wir wissen zwar, dass beispielsweise GTAO eine verbesserte Form einer Umgebungsverdeckung respektive Ambient Occlusion darstellt. Die Ground Truth Ambient Occlusion bezieht etwa die Lichtrichtung in ihre Berechnungen ein und ist in zumindest ähnlicher Form auch in einigen Call-of-Duty-Titeln aufzutreffen. Doch nicht alle PC-Spieler sind technisch so versiert wie Hardware-Fachredakteure mit einer guten Dekade professioneller Erfahrung im Gepäck. Unsere sehr spiele- aber weniger technisch-erfahrenen Kollegen bei der PC Games mussten sich bereits einiges zusammenreimen. Auch da sind bis auf einige kurze Beschreibungen im Optionsmenü kaum Hinweise oder gar Vorschaubilder vorhanden, welche die Optionen einfach und verständlich erklären würden.
Quelle: PC Games
Obendrein sind einige Optionen nicht ganz korrekt benannt. Die Option "Gras-Qualität" steuert etwa nicht nur die Anzahl Grashalme, sondern auch, wie dicht und weithin Dinge wie Geröll, Steinchen oder andere Zierelemente sichtbar sind. Ebenfalls etwas befremdlich: Die Gras-Qualität ist - abseits der Schatten und NPC-Dichte - eine der wenigen Einstellungen, mit denen sich die CPU- und Streaming-Performance verbessern ließe.
Einstellungen für den generellen Detailgrad der Welt respektive Sichtweite, Level-of-Detail, Bodendetails oder Texturqualität glänzen ansonsten mit vollständiger Abwesenheit. So gibt es kaum Raum, bei einem limitierenden Prozessor zusätzliche Performance freizuräumen. Viel Spielraum zum Optimieren bleibt PC-Spielern mit schwächeren Prozessoren demnach nicht - entweder Ihre CPU ist schnell genug oder sie ist es nicht.
Quelle: PC Games
Aber auch die Grafiklast betreffend bietet das Optionsmenü - abseits von Auflösung und Upscaling - nicht allzu viele Schalter, die einen deutlichen Performance-Zuwachs versprechen. Jedenfalls nicht im Falle des PC-Games-Testrechners und der dort verbauten RTX 3080.
Zwar bringen insbesondere die Optionen Schattenqualität, volumetrische Beleuchtung, Reflexionen, die GTAO-Umgebungsverdeckung sowie VRS (Variable Rate Shading) zwar einige Frames, doch selbst wenn wir in Full HD wirklich alle Optionen auf die mittlere Stufe stellen und VRS unterstützend eingreifen lassen, hält die RTX 3080 in Full HD keine festen 60 Fps. Hier sollte mehr drin sein, auch mit einer bereits drei Jahre alten Oberklasse-Geforce. Eine Frame Generation, gleich ob das bekannte DLSS 3 von Nvidia oder eine hypothetische AMD-Variante, glänzen im Grafikmenü außerdem mit Abwesenheit. Dabei wäre Starfield sicherlich einer der Titel, wo nahezu alle Spieler eine solche gut gebrauchen könnten.
Dabei müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass uns bis dato auch noch kein frischer für Starfield angepasster Nvidia-Treiber zur Verfügung stand. Es ist zumindest etwas auffällig, dass die RTX 3080 erst in voller Ultra-HD-Auflösung samt maximalen Details wirklich warm, die Taktraten entsprechend regelt und voll ausgelastet wird - allerdings stehen mit vollen Details und Ultra HD mit der RTX 3080 kaum mehr als 20 Fps auf der Uhr. Das ist selbst für Low-Fps-Gamer etwas knapp.
Ob dies aber eventuell mit anderen Grafikkarten besser aussieht, können wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht klären. Und wir können bislang auch nicht ergründen, ob Starfield - schließlich in Kooperation mit AMD entstanden, von Microsoft, einem Konsolenhersteller, in dessen Konsolen AMD-Hardware werkelt - auf Radeon eventuell besser performt. Um weitere Auskünfte geben zu können, die Performance-Umstände genauer zu analysieren, Messungen und Benchmarks anzufertigen und auf Basis dieser ausführlichere Tuning-Tipps geben zu können, benötigen wir einen eigenen Zugang zum Spiel. Wie auch Sie, liebe Leser, müssen wir uns damit bis zum 01. September um voraussichtlich 2:00 Uhr nachts gedulden.
Vorab-Fazit und Ausblick
Das jüngste, freudig erwartete Bethesda-Rollenspiel Starfield macht auf uns einen gelungenen Ersteindruck mit einigen Wermutstropfen - die Kollegen der PC Games sind gar sehr angetan und vergeben in ihrem sehr empfehlenswerten Test 9/10 Punkte. Auch wir hätten gern bereits deutlich mehr Arbeitszeit in Erfahrungen mit Starfield gesteckt und würden unseren Lesern bevorzugt schon zum Launch des Spiels einen umfassenderen Technik-Artikel bieten wollen. Samt detaillierten Benchmarks, umfassenderen Performance-Eindruck; und mit mehr als nur einer Grafikkarte sowie einer CPU. Auch hinsichtlich des Tuning-Potenzials, ein Umstand, der angesichts der hohen Hardware-Anforderungen nicht wenige angehende Starfield-Entdecker interessieren dürfte, müssen wir Sie um Geduld bitten - mangels eigenen Zugängen für PCGH-Redakteure konnten wir diese Arbeit bislang nicht erfüllen.
Quelle: PC Games
Starfield kann sehr atmosphärisch sein, gerade in mühevoll entworfenen Innenräumen. Inwiefern uns (und Sie) das Spielefieber morgen tatsächlich packt, bleibt abzuwarten.
Generell sind aber auch wir angetan. Positiv überrascht hat uns etwa die CPU-Auslastung des Spiels, zumindest der Ryzen 7 5800X scheint sehr effizient ausgelastet zu werden, keine groben Ruckler, Stocker oder Hänger trüben den Spielspaß und das Streaming. Die Grafikkarte macht uns bezüglich Performance deutlich mehr Sorgen, doch eventuell sieht das Bild mit einer anderen GPU, frischen Nvidia-Treibern oder einer Radeon etwas anders respektive flüssiger aus. Das werden wir in Bälde klären können, reguläre Testversionen sind uns zugesichert worden. Wir müssen allerdings ebenso warten, wie der Rest der Spielerschaft.
Quelle: PC Games Hardware
Im Gegensatz zum Motion Capturing von Baldur's Gate 3 kann die generierte Lippensynchronisation (zumindest in der deutschen Variante) gelegentlich hölzern wirken.
Quelle: PC Games Hardware
Manche Dialoge können durch befremdliche Animationen an der Immersion nagen – oder fröhlich erheitern.
Quelle: PC Games
Der Protagonist ist nicht vertont. Neben Englisch sind Deutsch, Spanisch, Franzözisch und Japanisch als Sprachausgabe auswählbar.
Wie ist Ihr Eindruck von Starfield? Hätten Sie mit diesen hohen Anforderungen gerechnet? Was sagen Sie zur Optik des Spiels und der damit verbundenen Grafiklast? Schreiben Sie es uns in die Kommentare. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln.



Ich mein, was muss kommen, wo 100mb Cache Probleme kriegen tät? Des gibts net.
Ich möchte nicht, dass ihr denkt, ich sei ein AMD Kasper. Bin i net. I always neutral.
Ich mein, was muss kommen, wo 100mb Cache Probleme kriegen tät? Des gibts net.
Ich möchte nicht, dass ihr denkt, ich sei ein AMD Kasper. Bin i net. I always neutral.
Dann warte ich noch einen vollen Test der GPUs ab und entscheide dann mal, ob ich mir was neues zulege. So langsam wirds eng. Falls es mal wieder schlechte Optimierung ist, dann bleib ich meiner 2080 aber sicher noch treu.
Nur ein Beispiel: Das Texturenset gibts nur in 2k Qualität. Für HD Auflösungen völliger Unsinn. 1k Qualität würde keinen sichtbaren Unterschied ergeben.