Archer als Präsident der Föderation: Voyager-Autor hat Serienidee bei Paramount eingereicht
Scott Bakula, Darsteller des Captain Archer, sowie der Voyager- und Enterprise-Autor Mike Sussman haben eine Idee für eine Star-Trek-Serie um Jonathan Archer als Präsident der Föderation entwickelt. Sie wurde Paramount vorgestellt.
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Star Trek: Enterprise war die letzte klassische Serie aus der sogenannten Berman-Phase zwischen 1987 und 2005. Viele machten dem Prequel Kanonfehler zum Vorwurf, dabei waren einige der vermeintlichen Fakten gar keine, da nie durch eine Live-Action-Serie oder einen Film in Stein gemeißelt. Aber ja, ein wenig zurecht bog man sich die Geschichte schon. Mit dem Temporalen Kalten Krieg hatte man die passende Ausrede zur Hand. Auch an den Geschichten entzündete sich Kritik: Es sei vieles schon mal dagewesen.
In den letzten Jahren, spätestens mit dem Launch von Star Trek: Discovery, erfuhr Enterprise eine Rehabilitierung. Einige verloren gegangene Fans hatte die Serie allerdings schon mit Staffel 4 wieder ins Boot geholt. Dort schuf man die Grundlage für die spätere Föderation, erdachte sich eine Erklärung für die glattgesichtigen Klingonen der Originalserie, knüpfte an die Eugenischen Kriege an und enthüllte gar, wohin es die U.S.S. Defiant NCC-1764 aus TOS verschlagen hatte: ins Spiegeluniversum des 22. Jahrhunderts.
Captain Archer schon in Enterprise als Präsident der Föderation
Quelle: Paramount
Diese Grafik erschien auf einem Display der Defiant NCC-1764.
In jener Doppelfolge - In a Mirror, Darkly/Die dunkle Seite des Spiegels - erbeutet die Spiegel-Crew der NX-01 die aus dem Hauptuniversum stammende U.S.S. Defiant, die sich zwischenzeitlich im Besitz der Tholianer befunden hatte. Das Schiff stammt aus ihrer Sicht nicht nur aus einem anderen Universum, sondern auch 110 Jahre aus der Zukunft. Spiegel-Archer, Spiegel-Hoshi und Co. entdecken im Schiffscomputer daher vollständige Biografien ihrer Gegenstücke.
Die Dialoge gehen zwar nicht auf jedes Detail ein. Fans müssen jedoch nur die Pausetaste drücken, um Archers Biografie lesen zu können. Demnach steigt der Captain der Enterprise bis zum Präsidenten der Vereinigten Föderation der Planeten auf. Diesen Posten hat er zwischen 2184 und 2192 inne, 23 Jahre nach der Ausmusterung der Enterprise NX-01 und Gründung der Föderation.
Zum Launch der Folge im Jahr 2005 geisterten schon erste Screenshots durchs Netz. Damals hieß es, man solle Hintergrundgrafiken wie diese nicht bis ins Detail für bare Münze nehmen (schon bei TNG stand auf den Displays gerne Unsinn, weil sich dort etwa Produzenten verewigt hatten). Trotzdem regen die Informationen bis heute die Fantasie der Fans an. Nicht zum Kanon gehörende Romane greifen ebenfalls manches auf.
Auf Basis der Kartei arbeiten Scott Bakula (Captain Jonathan Archer) und Michael Sussman offenbar schon länger an einem Pitch für eine Archer-Serie. Sussman ist Fans kein Unbekannter. Er schrieb Drehbücher für Star Trek: Voyager und Star Trek: Enterprise, wo er später auch zu den Produzenten zählte. Gegenüber Trekmovie verriet Sussman nun, dass ihm die Idee während der Ausstrahlung von Star Trek: Picard gekommen sei. Zunächst habe er nur einen Scherz über Star Trek: Archer machen wollen, dann verselbständigte sich die Idee.
Star Trek United nach Art von Star Wars Andor
Quelle: Disney
Star Trek: United wäre ähnlich politisch wie Star Wars: Andor.
Mike Sussmans Konzept sieht eine Serie nach Art von The West Wing, Homeland und The Diplomat vor. "Es ist ein Politthriller und Familiendrama, das in den chaotischen, prägenden Jahren der Föderation spielt." Sussman begann laut Bericht, Ideen für diese mögliche Serie zu skizzieren, gemeinsam mit Bakula, dem eine andere Herangehensweise an die Figur gefiel. "Wir haben 98 Stunden Enterprise gemacht, und ich glaube, er hatte das Gefühl, diese Figur wirklich ausgiebig erkundet zu haben. Aber dies war eine völlig andere Richtung, in die Archer gehen würde. Und ich glaube, das hat ihn sehr gereizt."
Die beiden haben auch einen Namen für die Serie: Star Trek: United. Sie wäre für das Star-Trek-Franchise, was Andor für Star Wars ist, sagt Sussman. Das verriet er kürzlich exklusiv den Kollegen von Trekmovie.
Idee bei Paramount eingereicht
Überzeugt von der Idee, hatte Sussman sie Secret Hideout vorgestellt. Das ist die Produktionsfirma des aktuellen Showrunners Alex Kurtzman. Die Präsentation bestand offenbar aus einer "High-Level-Übersicht", also noch keinem vollständigen Pitch aus Pilotfolge, Charakterentwicklung und Episodenideen. Das Treffen verlief Sussman zufolge gut. Nach einigen Monaten Bedenkzeit meldete man sich wieder bei ihm. Scott Bakula habe Rang und Namen, etwa durch seine Beteiligung an sieben Staffeln NCIS: New Orleans; allein dadurch sei die Serie für das Studio interessant und auf höherer Ebene vorgestellt worden.
Trotzdem entschied man sich gegen Star Trek: United. Laut Sussman habe Paramount zu dem Zeitpunkt bereits seinen Star-Trek-Output zurückgefahren. Außerdem gab es thematische Überschneidungen mit der Serie Starfleet Academy, die sich schon in Entwicklung befand. Auch sie spielt auf der Erde und soll politisch angehaucht sein. Erste Bilder und ein Trailer erschienen vor wenigen Wochen.
Hoffnung nach Übernahme durch Skydance
Während Sussman und Bakula nun gemeinsam an Nicht-Star-Trek-Projekten arbeiten, wollen sie United am Leben erhalten. So hat man das Setting schon von der Erde nach Babel verlagert, um sich stärker von der kommenden Akademie-Serie abzuheben. Das ist ein Planet, den die Originalserie als Hort der Diplomatie vorstellt. Auch in Enterprise kommt ihm in der Epsiode "Babel One" eine wichtige Rolle zu. Die NX-01 transportiert darin eine Delegation der Tellariten zum Planeten, während ein romulanisches Schiff mit besonderer Holo-Tarn-Technologie Unheil stiftet. Es greift unter falscher Flagge Schiffe der Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten an. Das Ende vom Lied: Statt sich aufhetzen zu lassen, reichen sich die Parteien in der darauffolgenden Episode die Hände. Die Folge hört, wie das Serienkonzept, auf den Namen United.
Hoffnung schöpft Sussman aus der Übernahme Paramounts durch Skydance. Die neuen Verantwortlichen haben möglicherweise einen anderen Blick auf die Ausrichtung von Star Trek auf Paramount Plus. Ob das wirklich so ist, muss sich erweisen. Berichten nach sieht Skydance die aktuellen Formate kritisch, weil das Verhältnis aus Kosten und Zuschauern nicht stimmt. Fortgesetzt werden soll Star Trek einstweilen nur auf der großen Leinwand.
Parallel dazu laufen die Verträge von Alex Kurtzman und seiner Produktionsfirma aus. Gerüchten zufolge hat der umstrittene Showrunner zwar Interesse an einer Verlängerung. Es ist jedoch ungewiss, dass er nach 2026 am Ruder bleibt. Gut möglich, dass potenzielle Nachfolger Skydance kostengünstigere Serien schmackhaft machen können, die wie The Orville mehr auf gute Geschichten statt auf Effekte getrimmt sind.
Quelle: Trekmovie

Deswegen bin ich dafür, dass einfach eingemottet zu lassen.
Warums chafft es einfach niemand, TNG oder das klassische Star Trek wiederzubleben, sich an das Kanon zu halten, das jeder mochte und es muss immer versucht werden, das ST-Rad neu zu erfinden und dann floppt es doch?
ST Strange New Worlds würde ich aber eine Chance geben.
Seh ich auch so. Doch wäre es, so vermute ich, für den Mainstream zu langweilig.
Archer als Präsident hätte was, aber wäre wieder eine Serie in der Vergangenheit.
Warum nicht eine die 50 Jahre nach den Dominion Krieg spielt? Kira Borschafterin, Worf Botschafter usw und halt ne neue Enterprise mit einer neuen Crew mit abschließenden Folgen.
Deswegen bin ich dafür, dass einfach eingemottet zu lassen.
Warums chafft es einfach niemand, TNG oder das klassische Star Trek wiederzubleben, sich an das Kanon zu halten, das jeder mochte und es muss immer versucht werden, das ST-Rad neu zu erfinden und dann floppt es doch?
ST Strange New Worlds würde ich aber eine Chance geben.
Hätte Bakula/Archer durchaus eine weitere Serie gewünscht, da er sich in ENT vom eindimensionalen Vulkanier Hater durchaus in eine vielschichtigere Richtung entwickelt hat.
Der temporale kalte Krieg gefällt mir eigentlich, und die Charakter die dazu gehören. Commander Shren ist neben Garak zu einem meiner Lieblings Chars von Star Trek geworden.
Erstausstrahlung hier in DE war 2003, und jetzt 22 Jahre später finde ich das es mega schade ist das die Serie nicht weitergeführt wurde. Selbst Archer, der ja am Anfang von vielen Ami Fans als Captian Langeweile verspottet wurde, fügt sich insgesamt sehr gut in die Serie ein.