Schlechtester Film der Reihe: Produzent betont Werte des Star-Trek-Erfinders in Section 31
Das Discovery-Spin-off Section 31 gilt schon wenige Tage nach Release als bisher schlechtester Star-Trek-Film. Obwohl er mit der Tradition der Reihe bricht, ist der Streaming-Film laut Produzent Alex Kurtzman mit den Werten Gene Roddenberrys vereinbar.
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Star Trek: Discovery spaltet die Fanbase bis heute. Auf Rotten Tomatoes erreicht die Serie tatsächlich nur einen User-Score von 33 Prozent - den bisher schlechtesten aller Star-Trek-Serien. Die fünfte Staffel ist dabei deutlich schlechter bewertet als die erste: Am Schluss begeisterte die Serie demnach nur 23 Prozent der Zuschauer. Nun ist das Portal durchaus auch für Review-Bombing bekannt. Vielleicht auch deshalb zeigten sich professionelle Kritiker sehr viel wohlwollender. Nun allerdings, beim jüngsten Discovery-Spin-off Section 31, trennen beide Welten nur noch wenige Prozentpunkte. Der Streaming-Film erhält dort nur 23 Prozent Zustimmung bei Kritikern und 17 Prozent bei Zuschauern. Immerhin noch 3,6 zu 1,6 von 10 steht es bei Metacritic. Doch auch das ist kein Ruhmesblatt. Nur wenige Tage nach Release gilt Section 31 als bisher schlechtester Star-Trek-Film.
Geheimbund und Ex-Diktatorin im Mittelpunkt
Star Trek: Section 31 (auf Deutsch: Sektion 31) stellt den gleichnamigen Geheimbund in den Fokus. Ira Steven Behr hatte Sektion 31 damals als Twist für Deep Space Nine erdacht: Als ein im Verborgenen agierender Geheimdienst, der ohne Mandat die "Der Zweck heiligt die Mittel"-Karte spielt. Viele hochrangige Offiziere kennen die Organisation in DS9 nicht mal dem Namen nach, der eine oder andere Admiral vom Hörensagen. Sektion 31 versucht während des Dominion Krieges, den genetisch verbesserten Julian Bashir zu rekrutieren. Der wendet sich jedoch angewidert ab. Später versucht Bashir, die Organisation auffliegen zu lassen. Doch ihr Wirken kommt in dem Moment sowohl Admiral Ross als auch Teilen des romulanischen Geheimdienstes zupass.
Seit Into Darkness nicht mehr im Verborgenen
Alex Kurtzman - 2009 schon als Drehbuchautor am Reboot-Film beteiligt, seit 2017 ausführender Produzent aller neueren Star-Trek-Serien - holte die Organisation für Into Darkness aus dem Verborgenen. Das geschah in einer anderen Zeitlinie, sagte man sich damals. In Star Trek: Discovery, das im Hauptuniversum angesiedelt sein soll, zählt diese Ausrede nicht mehr. Trotzdem stellt man Sektion 31 dort als offiziellen Arm der Föderation dar: jedermann bekannt und mit einer ganzen Armada an Raumschiffen bis an die Zähne bewaffnet.
In der zweiten Staffel rekrutiert Sektion 31 die aus dem Spiegeluniversum stammende Völkermörderin und Ex-Dikatorin Philippa Georgiou. Ende der zweiten Staffel wechselt diese an Bord der Discovery. Sie reist mit ihr ins 32. Jahrhundert, bis sie der Hüter der Ewigkeit zurück in die Vergangenheit schickt - offenbar nicht ganz in ihre Zeit, sondern hinein in das frühe 24. Jahrhundert. Diese Epoche kennen Fans auch als Lost Era. Manche glauben, dass dort viel ungenutztes Potenzial liegt.
Alex Kurtzman betont föderierte Werte
Brach liegt das Potenzial laut Kritikern nach wie vor. Section 31 macht den Bewertungen nach nichts aus dem Stoff, sondern platziert dort eine generische Science-Fiction-Geschichte, die inhaltlich und stilistisch auch an anderer Stelle des Kurtzman-Universums hätte spielen können. Angesichts der Ausrichtung stellt sich Fans mal wieder die Frage nach den föderierten Werten. Oder anders gefragt: Was würde Gene Roddenberry, Erfinder des Franchise, zu Star Trek: Section 31 sagen?
Tatsächlich sprach Trekmovie das Thema schon vor einigen Tagen an. Konkret wollte der Interviewer von Produzent Alex Kurtzman wissen: "Es wurde gesagt, dass Section 31 für ein breiteres Publikum gedacht ist und eine andere Facette von Star Trek zeigt. Welche Kernelemente von Star Trek mussten deiner Meinung nach trotzdem in dieses Konzept integriert werden?"
Werte der Föderation durch Agieren im Graubereich erhalten
Kurtzman zufolge könne man Star Trek letztendlich gar nicht machen, ohne Roddenberrys Vision einer optimistischeren Zukunft zu betonen. Debatten über das Konzept von Sektion 31 gebe es seit Deep Space Nine. "Eines der Dinge, die uns besonders wichtig waren, ist, dass Star Trek wie ein Spiegel funktioniert, der allegorische oder metaphorische Geschichten über unser eigenes Leben erzählt. Damit stellt sich die Frage, was nötig ist, um diese Vision zu schützen." So sei jeder innerhalb der Sternenflotte per Eid zu bestimmten Regeln verpflichtet. Nun werde aber gleich zu Beginn klargemacht, dass der Film außerhalb des Föderationsraums spielt. Gleichwohl würden die Personen, die darin vorkommen, dieselben Ziele verfolgen wie ein klassischer Sternenflottenoffizier. "Sie sind nur nicht die Art von Menschen, die sich vorstellen können, im klassischen Sinne in Uniform auf einem Raumschiff zu dienen. Dennoch schützen sie dieselben Werte." Damit die Sternenflotte das sein kann, was sie ist, und damit die Vision von Star Trek erhalten bleibt, brauche es Menschen, die im Verborgenen und in den Grauzonen agieren, sagt Kurtzman. Diese Diskussion werde auch in der heutigen Welt geführt.
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Mit Referenzen und Unterhaltung Akzente setzen
Weiter sagt der Produzent: "Der entscheidende Punkt liegt jedoch im Ton. Wenn wir ein sehr düsteres Star Trek machen würden, könnten die Leute berechtigterweise sagen: 'Wow, das fühlt sich nicht nach Star Trek an.'" Diese Bedenken habe man auch durch gezielte Referenzen abzuschwächen versucht, die zeigen sollen, was es heißt, in der Föderation zu sein und ein Teil der Sternenflotte und von Star Trek (Ohne an der Stelle spoilern zu wollen: Es geht um eine in Star Trek: The Next Generation eingeführte Figur, die bereits einige Jahrzehnte zuvor in der Sternenflotte dient). "Letztendlich wollten wir eine unterhaltsame, witzige und emotionale Geschichte erzählen, die - ganz im Sinne von "Wagon Train to the Stars" - auch Anleihen beim Western-Genre nimmt. Für die Figur Georgiou ist es vor allem eine Geschichte über Erlösung."
Fans werden mitunter anderer Meinung sein: Allerdings ist die Debatte, ob Gene Roddenberry dem Ganzen seinen Segen gegeben hätte, nicht neu. Vermutlich hätte er vieles aus Deep Space Nine schon nicht mitgemacht; Roddenberry starb bereits 1991. Seit dem Release der Streaming-Serien hat die Debatte aber gefühlt ganz neue Dimensionen erreicht. Im Falle des katastrophal bewerteten Section 31 vermutlich auch zu Recht.

Selbst wenn man den Aspekt Star Trek rausnimmt (ihn mental löscht)
ist es allerdings auch kein guter science fiction Film an sich.. viel zu fixiert auf die Imperatorin als Hauptrolle umgeben von ihrer "Crew" so das ich nichtmals weis wie ich das vergleichen soll...
Ocean eleven in schlecht.. Keine Ahnung
Von den ganzen continuitäts und Canon Fehlern rede ich gar nicht erst...
Transphasentechnologie die selbst 100jahre später gröstenteils unbekannt ist... über Tricorder-Iphones..
Es ist einfach vieles.. aber kein Star trek