Xbox Game Pass: Desaströse Entwicklung bei den Abonnenten?

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Xbox Game Pass: Desaströse Entwicklung bei den Abonnenten?
Quelle: Microsoft / Montage: Sven Bauduin

Microsoft hat mit dem Xbox Game Pass laut einem WSJ-Bericht rund 30 Millionen Abonnenten erreicht und liegt damit weit unter den intern für 2026 geplanten 77 Millionen. Eingestellt wird der Dienst nicht, doch der Wachstumskurs steckt fest.

Bekannt wurde die Zahlen durch einen Bericht des Wall Street Journal, welcher die Entwicklung im Kontext zu den jüngst angekündigten Stellenstreichungen bei Xbox einordnet. Eine mit dem Vorgang vertraute Person nennt darin ca. 30 Millionen Abonnenten. Den Negativtrend hatte Microsoft zuvor selbst eingeräumt.

Xbox Game Pass wächst seit Jahren nicht mehr

Der Wert von rund 30 Millionen Abonnenten bewegt sich demnach seit 2024 kaum noch. Microsoft selbst veröffentlicht seit den letzten offiziellen Erhebungen keine belastbaren Abo-Zahlen mehr, weshalb die Branche auf Insider-Angaben und Gerichtsunterlagen angewiesen bleibt.

30 statt 77 Millionen: Game Pass verfehlt die Prognose

Der Xbox Game Pass liegt mit rund 30 Millionen Abonnenten bei unter 40 Prozent des intern für 2026 kalkulierten Zielwerts von 77 Millionen. Diese Prognose war während der Übernahme von Activision Blizzard aus Gerichtsunterlagen an die Öffentlichkeit gelangt. Zum geplanten Wert fehlen damit in etwa 47 Millionen Abonnenten. Das langfristige Ziel, bis 2030 die Marke von 100 Millionen zu erreichen, rückt damit vorerst in weite Ferne und scheint mittelfristig nicht realistisch zu sein.

Von 34 auf 30 Millionen: Abo-Zahl sinkt seit 2024

Zuletzt hatte Microsoft im Februar 2024 offiziell 34 Millionen Abonnenten für den Game Pass ausgewiesen. Gegenüber diesem Wert bedeutet die aktuelle Schätzung einen Rückgang um rund vier Millionen Nutzer. Die Angaben von 2024 schlossen Bestandskunden früherer Gold-Abos mit ein, weshalb der reale Zuwachs aus Neuabschlüssen schon damals unklar war.

Preisrunde als Bremse: Microsoft rudert zurück

Die Preiserhöhung vom Oktober 2025 gilt als zentraler Grund für den Schwund, beim Game Pass Ultimate lag der Aufschlag in den USA bei 50 Prozent. Xbox-Chefin Asha Sharma räumte inzwischen ein, dass der Dienst dadurch an Attraktivität einbüßte.

Im April 2026 senkte Microsoft die Tarife daraufhin wieder, der Ultimate-Zugang kostet seitdem 20,99 Euro statt zwischenzeitlich 26,99 Euro. Parallel verschwand die Reihe Call of Duty aus dem Day-1-Programm und wandert erst rund ein Jahr nach Veröffentlichung in den Katalog für Abonnenten.

Was der Xbox Game Pass in Deutschland kostet

Hierzulande liegt der Game Pass Ultimate seit der Korrektur bei 20,99 Euro pro Monat, der PC Game Pass bei 12,99 Euro. Beide Tarife bewegen sich unter den vormaligen Höchstpreisen, aber weiterhin über dem Niveau vor der Erhöhung. Wer den Dienst nutzt, findet die vollständige Preisentwicklung in unserer Meldung zur jüngsten Anpassung. Microsoft arbeitet aktuell offenbar an vielen Baustellen.

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Quelle: Wall Street Journal via Insider Gaming

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Was ich am "Netflix Modell" für Games so katastrophal finde ist der "Netflix Effekt" bei der Nutzung und daraus abgeleitet Vergütung bzw. Finanzierung: Bei solchen Abo-Modellen läuft es schnell nach dem Prinzip "the winner takes it all". Sprich: Wird ein Song oft gehört bzw. ein Spiel viel gespielt, ist es relevant für die Platform und wird vergütet (bzw. finanziert).

        Bei Netflix sieht man zu was es führt: Nur sehr wenige, die absoluten Topstars profitieren. Weniger bekannte Künstler gehen leer aus.

        Beim Gaming seh ich es noch viel kritischer. Während viele Leute noch viel verschiedene Musik gleichzeitg hören, ist das bei Games kaum der Fall. Niemand spielt (dauerhaft) mehr als 2-3 Games gleichzeitig, postuliere ich mal. Die meissten Games werden nur 1x kurz angespielt und dann für immer liegen gelassen...

        Beim Kaufmodell (ja ich weiss, nur Lizenz...) ist es anders (zumindest bei mir): Ich kaufe zwar selten zum Vollpreis, dafür aber relativ viele Games. Klar, die spiele ich genauso wenig bzw. werden nur 1x angespielt - aber der Pubblisher/Entwickler hat immerhin einige Euro von mir bekommen. Das System bewirkt dass auch kleinere, nicht ganz so erfolgreiche Spiele notwendige Einnahmen erhalten
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Was ich am "Netflix Modell" für Games so katastrophal finde ist der "Netflix Effekt" bei der Nutzung und daraus abgeleitet Vergütung bzw. Finanzierung: Bei solchen Abo-Modellen läuft es schnell nach dem Prinzip "the winner takes it all". Sprich: Wird ein Song oft gehört bzw. ein Spiel viel gespielt, ist es relevant für die Platform und wird vergütet (bzw. finanziert).

        Bei Netflix sieht man zu was es führt: Nur sehr wenige, die absoluten Topstars profitieren. Weniger bekannte Künstler gehen leer aus.

        Beim Gaming seh ich es noch viel kritischer. Während viele Leute noch viel verschiedene Musik gleichzeitg hören, ist das bei Games kaum der Fall. Niemand spielt (dauerhaft) mehr als 2-3 Games gleichzeitig, postuliere ich mal. Die meissten Games werden nur 1x kurz angespielt und dann für immer liegen gelassen...

        Beim Kaufmodell (ja ich weiss, nur Lizenz...) ist es anders (zumindest bei mir): Ich kaufe zwar selten zum Vollpreis, dafür aber relativ viele Games. Klar, die spiele ich genauso wenig bzw. werden nur 1x angespielt - aber der Pubblisher/Entwickler hat immerhin einige Euro von mir bekommen. Das System bewirkt dass auch kleinere, nicht ganz so erfolgreiche Spiele notwendige Einnahmen erhalten
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Hills1975
        Achso noch was muss man wen man diesen pass hat die Spiele in diesem schrecklichen Windows Store runterladen? Wäre noch nen Grund für ein Nö.
        Nein, Xbox app.
      • Von Hills1975 Freizeitschrauber(in)
        Ich blicke bei Microsoft Pass sowieso nicht durch.
        Habe PC und soll 24€ im Monat zahlen? Oder war es 12,14,18 oder wieviel, immer wieder andere Zahlen.

        Allein aus diesem Grund interessiert es mich nicht.

        Wenn ich jetzt in diesem pass 2 spiele hätte die ich gern spielen würde und dafür im Jahres Abo sagen wir 65€ bezahlen muss, ok könnte ich mir vorstellen aber über 120€ Nö kauf ich lieber dann eins im Sale bei Steam.

        Achso noch was muss man wen man diesen pass hat die Spiele in diesem schrecklichen Windows Store runterladen? Wäre noch nen Grund für ein Nö.
      • Von NervousSmythe Kabelverknoter(in)
        Zitat von _Oskar_
        Wenn die Leute massenhaft kündigen würden, würde auch dieser Anbieter ganz schnell wach werden – und die Abo Preise würden wie von Zauberhand auf einmal sinken, mit tollen Lock Angeboten....

        Und solange die Leute aber bereitwillig zahlen, ändert sich dementsprechend auch nichts.
        Wenn Wirtschaft so funktionieren würde, dann würden keine Firmen insolvent gehen, Angebot und Nachfrage, es gibt halt leider kein Angebot das bis auf die Xbox Spieler in Kauf nehmen „müssen“ für den Preis,

        Da rede ich nicht von dem einen Monat ultimate den sich Spieler gönnen um forza, halo oder gears zu zocken.

        Du musst ja auch Infrastruktur zahlen können, ich hätte lieber 30 mio Abos für 13,99€ im Monat als 77 mio Kunden die 4,99€ im Monat zahlen, das letzte wird nicht funktionieren….

        Man muss ja auch mal realistisch sehen, sind nicht einfach CDN‘s wie bei Netflix oder auch dazn(wo ohne Ende Kohle zusätzlich durch Werbung rein kommt).
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Ich hatte das Ding noch nie zumal ich Abos meide wie die Pest. Verwundern sollten die Zahlen niemanden. MS arbeitet schließlich hart daran sich täglich unbeliebter zu machen.
      Direkt zum Diskussionsende
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