Breaking News: Massive Stellenstreichungen bei Xbox und bei Microsoft

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Breaking News: Massive Stellenstreichungen bei Xbox und bei Microsoft
Quelle: Microsoft

Wie bereits im Vorfeld erwartet wurde, hat Microsoft für seine Xbox-Studios und die Fans harte Nachrichten. Doch nicht nur dort werden Stellen abgebaut.

In den vergangenen Tagen und Wochen wurde bereits erwartet, dass es bei Microsoft und seinen Xbox-Aktivitäten massive Änderungen gibt. Und so sind die jüngsten Nachrichten auch keine Überraschung.

Massiver Stellenabbau bei Xbox

Im Fiskaljahr 2027, das seit 1.7.2026 läuft und bis 30.6.2027 geht, sollen insgesamt 3.200 Stellen abgebaut werden, davon ca. 1.600 sofort. Vier Studios verlassen Xbox. Wie bereits berichtet, werden Compulsion Games und Double Fine Productions wieder unabhängig, inklusive Marken, Katalog und Finanzierung für die nächsten Spiele. Ninja Theory und Undead Labs sollen zu neuen Eigentümern wechseln, mit Finanzierung für Senua und State of Decay 3. Und bei Arkane in Frankreich, die an Blade arbeiten, startet ein Konsultationsprozess mit dem Betriebsrat, um strategische Optionen zu prüfen.

In dem Zuge gibt es weitere Einschnitte bei Activision, Bethesda/Zenimax, Blizzard, King, Mojang und Xbox Game Studios. Bereits angekündigte First-Party-Spiele oder Projekte sollen dabei nicht gestrichen werden. Bei Microsoft liege der Fokus auf ein "kleineres, profitableres Studio-Portfolio". Beim Management setzt man auch die Axt an, und zwar "drastisch": Von teils bis zu 14 Ebenen soll es auf maximal 5, möglichst 3 Ebenen heruntergehen.

Einige bemerkenswerte Aussagen im übersetzten O-Ton

"Unser Geschäft ist derzeit nicht gesund. Wir arbeiten mit Margen, die drei- bis zehnmal niedriger sind als die vergleichbarer Plattform- und Publishing-Unternehmen. Wir sind mit einer kleineren installierten Basis und einer höheren Kostenstruktur in die neunte Konsolengeneration gestartet. Um zu wachsen, haben wir auf Game Pass, Multiplattform-Strategien und ein breiteres Content-Portfolio gesetzt. Diese Geschäftsbereiche haben zwar erheblichen Wert geschaffen, sind aber nicht in dem Tempo gewachsen, das wir erwartet hatten.(....)

Seit 2018 haben wir unser Studio-Portfolio aggressiv ausgebaut, während die Zahl der Spiele, die jeden Monat branchenweit entstehen, inzwischen höher ist als in den vergangenen zehn Jahren zusammengenommen. Wir konkurrieren heute nicht nur mit den größten Publishern, sondern auch mit kleineren unabhängigen Studios. Es ist weder möglich noch wünschenswert, jedes großartige Independent-Studio zu besitzen. Wir haben außerdem gelernt, dass wir nicht für jede Art von Studio das beste Zuhause sind; in einem typischen Jahr haben wir für jeden investierten Dollar 64 Cent verloren. Während wir Xbox neu ausrichten, werden wir unabhängigen Kreativen zum Erfolg verhelfen, indem wir offene Entwicklungstools und Zielgruppen bereitstellen, damit sie ihre Vision verwirklichen können."

Ab 2027 möchte man wieder wachsen. Die neue Xbox-Chefin sagt dazu: "Die Geschichte ist voller Unternehmen, die Beständigkeit mit Unvermeidlichkeit verwechseln. Wir werden nicht zu ihnen gehören". Am 10. Juni hatte Asha Sharma, Chief Executive Officer von Xbox, noch die nächsten 100 Tage für Xbox skizziert und dabei düstere Zahlen präsentiert. Schon damals sprach man von einem Modell, das nicht mehr tragfähig sei. Die Marge sei auf 3 Prozent gesunken und trotz hoher Investitionen seien die Umsätze ohne Activision Blizzard/King gesunken. Die Hardware-Speicherkrise sei fatal, die Plattform-Infrastruktur "sei zu komplex, zu abhängig von externen Anbietern und zu langsam". Die Quintessenz damals: Xbox habe "enorme Reichweite und starke Marken", aber das aktuelle Geschäftsmodell, die Hardware-Strategie, die Studio-Struktur und die technische Infrastruktur galten als "nicht zukunftsfähig".

Double Fine und Compulsion Games melden sich zu Wort

Zumindest bei Double Fine (zuletzt Keeper und Psychonauts 2) und Compulsion Games (South of Midnight, We Happy Few) gibt es öffentliche Stellungnahmen auf X. Compulsion Games freut sich demnach, nach der positiven Xbox-Zeit wieder zur unabhängigen Führung zurückkehren. Man behalte die Rechte an Contrast, We Happy Few und dem "preisgekrönten" South of Midnight. Als unabhängiges Studio freue man sich darauf, "weiterhin die unverwechselbaren Spiele zu entwickeln, die Compulsion ausmachen". Man sei zuversichtlich, was die Zukunft angehe.

Bei Double Fine klingt das insgesamt noch zurückhaltender. Man werde wieder ein unabhängiges Studio sein und bald weitere Neuigkeiten verkünden, wie es weitergeht. Man schätze die sieben Jahre bei Xbox als "großartig" ein und danke dafür, "dass sie mit uns daran gearbeitet haben, ein Ergebnis zu erzielen, das unsere Geschichte und Kultur bewahrt und uns die Eigentumsrechte an unseren Spielen zurückgibt".

Auch bei Microsoft gibt es Stellenstreichungen

Auch bei der Xbox-Mutter Microsoft gibt es einen Stellenabbau. In Summe streicht Microsoft 4.800 Stellen (inklusive der 3.200 bei den Xbox-Aktivitäten) im laufenden Geschäftsjahr. Vor einem Jahr wurde der Abbau von über 15.000 Stellen bestätigt. Microsoft hatte in Summe gut 220.000 Angestellte vor den jetzt verkündeten Maßnahmen. Der Abbau von 3.200 Stellen bei Xbox bedeutet, dass gut 20 Prozent der Angestellten in dem Bereich gehen müssen. Weitere Maßnahmen sind nach den Aussagen von Amy Coleman, Chief People Officer bei Microsoft, womöglich nur eine Frage der Zeit. Die Angestellten, die heute gehen würden, werden "nicht direkt" durch KI ersetzt. Microsoft stehe aber noch am Anfang der Transformation durch KI und es werden "weitere Veränderungen folgen, auch in anderen Bereichen des Unternehmens".

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PsychoBrain1401 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Umbergardensharp
        Erhlich gesagt bin ich froh dass sie die Rechte _nicht_ behalten haben. Große Konzerne tendieren dazu, die Rechte die sie besitzen und nicht hergeben wollen in der Versenkung verschwinden zu lassen, oder die Rechte zu behalten um Kühe zu melken. Egal wie laut die Fans schreien:

        - Shadow of Mordor mit Nemesis System (EA)
        - Bloodborne 2 anyone? (Sony)
        - Ganz vielleicht findet sich ja wer für ein neues Splinter Cell? (Ubisoft)
        - Reiter von Rohan "ich muss die Lizenz behalten"
        - Ein tolles Mobile free-to-play!

        Und wenn die jetzt Arkane vollständig killen, dann.... dann...
        ...bekommen die einen besonders nassen, sabbertriefenden Ohri-Bohri! AUF BEIDEN SEITEN!
        Arkane wird nicht gekillt! Sind verkauft worden, dürfen nur wegen dem französischen Arbeitsrecht nichts sagen.

        Hoffe nur, dass sie Blade noch bringen werden. Aber bitte düster und für Erwachsene und nicht Casual-mäßig
      • Von PsychoBrain1401 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Umbergardensharp
        Erhlich gesagt bin ich froh dass sie die Rechte _nicht_ behalten haben. Große Konzerne tendieren dazu, die Rechte die sie besitzen und nicht hergeben wollen in der Versenkung verschwinden zu lassen, oder die Rechte zu behalten um Kühe zu melken. Egal wie laut die Fans schreien:

        - Shadow of Mordor mit Nemesis System (EA)
        - Bloodborne 2 anyone? (Sony)
        - Ganz vielleicht findet sich ja wer für ein neues Splinter Cell? (Ubisoft)
        - Reiter von Rohan "ich muss die Lizenz behalten"
        - Ein tolles Mobile free-to-play!

        Und wenn die jetzt Arkane vollständig killen, dann.... dann...
        ...bekommen die einen besonders nassen, sabbertriefenden Ohri-Bohri! AUF BEIDEN SEITEN!
        Arkane wird nicht gekillt! Sind verkauft worden, dürfen nur wegen dem französischen Arbeitsrecht nichts sagen.

        Hoffe nur, dass sie Blade noch bringen werden. Aber bitte düster und für Erwachsene und nicht Casual-mäßig
      • Von Umbergardensharp Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PsychoBrain1401
        MS ist so blöd die Marken verkauft zu haben. Hätten sich zumindest Deals oder die rechte halten sollen.
        Dass sie Undead Labs verkauft haben wundert mich schon, da state of decay doch eins ihrer Prestige Projekte war, was sich persönlich nie verstehen konnte.
        Erhlich gesagt bin ich froh dass sie die Rechte _nicht_ behalten haben. Große Konzerne tendieren dazu, die Rechte die sie besitzen und nicht hergeben wollen in der Versenkung verschwinden zu lassen, oder die Rechte zu behalten um Kühe zu melken. Egal wie laut die Fans schreien:

        - Shadow of Mordor mit Nemesis System (EA)
        - Bloodborne 2 anyone? (Sony)
        - Ganz vielleicht findet sich ja wer für ein neues Splinter Cell? (Ubisoft)
        - Reiter von Rohan "ich muss die Lizenz behalten"
        - Ein tolles Mobile free-to-play!

        Und wenn die jetzt Arkane vollständig killen, dann.... dann...
        ...bekommen die einen besonders nassen, sabbertriefenden Ohri-Bohri! AUF BEIDEN SEITEN!
      • Von Olstyle Trockeneisprofi (m/w)
        Immerhin scheint es DoubleFine am Stück zu überstehen. Gibt es auch Aussagen zu Obsidian?
      • Von PC_User_404 PC-Selbstbauer(in)
        Microsoft ist einfach kein gesundes Unternehmen. Die sind gefährlich wie Skynet. Aber die Xbox Sparte hat sich bis jetzt eher positiv entwickelt und ich denke wir sollten in den nächsten 2-3 Jahren entscheiden ob das alles so richtig und gut war, weil manchmal braucht es harte Veränderungen damit man daraus wächst.
      • Von PsychoBrain1401 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        MS ist so blöd die Marken verkauft zu haben. Hätten sich zumindest Deals oder die rechte halten sollen.
        Dass sie Undead Labs verkauft haben wundert mich schon, da state of decay doch eins ihrer Prestige Projekte war, was sich persönlich nie verstehen konnte.
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