Havok auf der GDC: Neue Physik-Routinen und kostenlose Mobil-Engine

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Special Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 53,99 €

Nach fünf Jahren Entwicklungsarbeit veröffentlicht Havok die dritte Physics-Generation. Außerdem erscheint eine kostenlose Version der Vision Engine erscheint für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones.

Havok hatte im Februar Grund zur Freude - zeigte doch Sony auf der PlayStation-4-Pressekonferenz in New York eine Demo von Havoks Physics-Technologie. Auf der Game Developers Conference präsentierte die Intel-Tochter die dritte Version der Physik-Engine, die fünf Jahre in Arbeit war. In einer Demo wurden 3500 Bauklötze unterschiedlicher Größe und Form zu einer Art Kolosseum zusammengesetzt und mit Bällen beschossen - prompt purzelte das Gebilde physikalisch korrekt in sich zusammen. Neue Kollisionserkennungsroutinen und -algorithmen sollen für eine Verdopplung der Simulationsgeschwindigkeit sorgen und bei sehr gleichmäßiger Systemlast bis zu zehn Mal weniger Speicher benötigen. Im weiteren Jahresverlauf sollen noch neue Destruction-Runtime-Routinen erscheinen, mit der die physikalisch korrekte Zerstörung von Objekten noch einfacher beschrieben werden können.

Auch an der Vision-Engine wird weiter geschraubt. Derzeit vorwiegend an den Tools: So gibt es einen verbesserten Asset-Browser, der Objekte grafisch darstellen und nach Plattform sortieren kann. Weitere Routinen verknüpfen KI und Animationen: Die Engine prüft, wohin und wie sich ein computergesteuerter Charakter bewegen kann. Sie gleicht dabei auch die Schrittanimationen des Charakters unter Berücksichtigung der Höhe der Treppenstufen an - ein unrealistisches Schlurfen und Schweben über die Treppe ist damit Geschichte. "Wenn die Entwickler diese Funktion nutzen", lacht Andrew Bowell.

Das zweite großes Havok-Thema: Project Anarchy, eine kostenlose Variante der Vison Engine samt Physik, Animation und KI für mobile Endgeräte wie iPads und Smartphones, die im Mai dieses Jahres erscheinen soll. Kostenlos nach Aussage von Andrew Bowell, Head of Product Management Worldwide, unter anderem deshalb, weil Mutterfirma Intel stärker im mobilen Markt vertreten sein will und außerdem darauf baut, dass Entwickler, die einmal die mobile Fassung der Engine beherrschen, für Konsolen- und PC-Titel auch zum komplette Paket greifen. Wir durften die iPad-Version eines Demo-Action-Rollenspiels ausprobieren, das Havok mit Project Anarchy geschrieben hatte und mit Per-Pixel-Lighting und Partikeleffekten aufwartet. Den Quellcode dieses Spiels erhalten Entwickler ebenso wie eine LUA-Script-Umgebung mit der Engine, um so eine Alternative zur Programmierung in C++ zu besitzen. Die Webseite www.projectanarchy.com soll eine kostenlose Plattform für Entwickler bieten, auf der sie sich über ihre Projekte unterhalten und Tipps und Tricks austauschen können. Dass Havoks mobile Engine auch für kommerzielle Projekte kostenlos ist, macht sie zu einer echten Alternative zu den beiden großen Konkurrenten CryEngine 3.5 und Unreal Engine 4.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Kostenlose Engine? Umfangreiche Erleichterungen für Entwickler? Multiplattformkompatibilität? Klingt irgendwie nach "@Nvidia: challenge accepted". Kommt zwar spät, aber beim Athlon64 hat Intel ja seienerzeit auch sehr lange gebraucht, ehe sie sich eingestanden haben, dass da jemand ihr Kerngeschäft angreift und dass man mal kontern sollte.
        Hoffen wir, dass Nvidia mit besseren Karten dasteht.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Kostenlose Engine? Umfangreiche Erleichterungen für Entwickler? Multiplattformkompatibilität? Klingt irgendwie nach "@Nvidia: challenge accepted". Kommt zwar spät, aber beim Athlon64 hat Intel ja seienerzeit auch sehr lange gebraucht, ehe sie sich eingestanden haben, dass da jemand ihr Kerngeschäft angreift und dass man mal kontern sollte.
        Hoffen wir, dass Nvidia mit besseren Karten dasteht.
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