The Elder Scrolls 6: Bethesda muss aufpassen, sagt ein Entwicklerveteran

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The Elder Scrolls 6: Bethesda muss aufpassen, sagt ein Entwicklerveteran
Quelle: Bethesda

Der Bethesda-Veteran Bruce Nesmith warnt sein ehemaliges Studio in einem Interview davor, Blockbuster-Titel wie The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 verfrüht zu veröffentlichen, da dies die Fans enttäuschen könnte.

Aus einem Bericht der Webseite FRVR geht hervor, dass Microsoft plane, die Entwicklung von The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 zu intensivieren. Bei den Redmondern möchte man demnach auf die Flaggschiffmarken setzen und diese schneller entwickeln. Welche Risiken dieser Ansatz für die Bethesda Game Studios birgt, erklärte der Studioveteran Bruce Nesmith, der an früheren The-Elder-Scrolls- und Fallout-Titeln mitwirkte, im Interview, ebenfalls mit FRVR.

Die Krux der Spieleentwicklung und die "drei Eckpfeiler"

Bruce Nesmith beginnt mit der Feststellung, dass in der Vergangenheit drei Jahre Entwicklungszeit für ein Studio ausgereicht haben, um ein für Fans zufriedenstellendes Spiel zu veröffentlichen. Diese Zahl habe sich mit der Zeit verschoben, weil das Qualitätsniveau sich mit jedem Jahr verändere.

"Es gibt in der Softwareentwicklung eine alte Weisheit, die besagt, dass der [Entwicklungs-]Prozess drei Eckpfeiler hat: Ressourcen, Zeit und Qualität (einschließlich Funktionen und Feinschliff). Das Studio legt zwei davon fest, was den dritten bestimmt. Wenn man die Ressourcen (Personal, Ausrüstung usw.) und den Zeitplan festlegt, bestimmt das die erreichbare Qualität (Anzahl der Funktionen und Feinschliff). Legt man hingegen Qualität und Zeitplan fest, bestimmt das die benötigten Ressourcen für die Fertigstellung des Projekts", beschreibt Bruce Nesmith das "Dilemma", vor dem Entwicklerstudios heutzutage stehen.

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Er führt aus, dass man nicht alle drei Eckpfeiler gleichzeitig diktieren könne, sondern nur zwei. Mit steigendem Personal könne ein Spiel trotzdem nicht in einem kürzeren Zeitraum entwickelt werden, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Eine zu starke Fokussierung auf einen der Eckpfeiler soll die Reibungsverluste erhöhen und die Effektivität mindern. "Zehn Jahre für ein Projekt einzuplanen, führt zu einem Kreislauf endloser Neuerfindungen und letztlich zum Scheitern", führt Bruce Nesmith weiter aus.

Kürzere Entwicklungszeiten mit gleichzeitig größer werdendem Umfang

Der Veteran erklärt, dass seiner Meinung nach die größten Risiken verkürzter Entwicklungszeiten in der Qualität, reduzierten Funktionen, mangelnder Feinarbeit oder Bugs liegen. Kürzere Produktionszyklen würden zwar schnellere Fortsetzungen ermöglichen, doch diese könnten die Fans aufgrund mangelnder Qualität enttäuschen. Bruce Nesmith warnt auch davor, dass ein Franchise mit zu vielen schnellen Veröffentlichungen Fans überfordern könnte und es deswegen Balsam sein kann, wenn es länger ruht.

Auf die Frage nach der Wiederverwendung von Assets, welche bei Starfield für Ärger in der Fangemeinde sorgte, antwortete Nesmith, dass es dafür nur eine begrenzte Toleranz gebe und das Spiel daher anderweitig überzeugen müsse. Letztlich sagte er, dass die Branche sich in eine Sackgasse manövriert habe, dass immer alles auf Expansion statt Verfeinerung konzentriert sei.

"Jede Neuerscheinung muss größer, besser und umfangreicher sein. Das erfordert mehr Zeit, Ressourcen und Funktionen. Die Publisher fordern es. Die Fans fordern es. Aber größer zu werden, ist nicht linear schwieriger, sondern exponentiell. Einfacher ausgedrückt: Der Nutzen nimmt mit zunehmendem Personal- und Zeitaufwand ab. Zwanzig Prozent mehr Personal oder Zeit bringen weniger als zwanzig Prozent Verbesserung", lautet das Fazit von Bruce Nesmith.

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Quelle: Bruce Nesmith bei FRVR

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Celinna
        ka was früher anders war aber gehen wir mal ins Jahr 2010 zurück da habens die Studios auch geschafft gute Spiele alle 2-4 Jahre zu releasen.

        Jetzt haben die schon ewig Zeit mit Elder Scrolls 6 was glaub ich 2018 zum ersten mal angeteast wurde gebraucht und brauchen immernoch Jahre bis das rauskommt also 10 Jahre Entwicklung ist schon echt lächerlich.

        Ich glaube das liegt daran die Devs werden immer mieser ausgebildet und können nixmehr. Die wenigsten können noch programmieren sowas wie C++ und co
        Man muss aber auch unterscheiden.
        Wenn da seit 2018 nur ein kleines Rumpfteam daran sitzt, das an Story, Konzept etc arbeitet, kann das noch Jahre gedauert haben bis die erste Zeile Code geschrieben wurde. Auch wen es ungewöhnlich ist, ein Spiel so früh anzukündigen.

        Bethesda hat ja seit 2018 Fallout 76, Starfield und Oblivion Remastered auf den Markt gebracht.
        Gut, bei FO76 war es nur noch die Finalisierung, sowie danach dann Patches und DLCs.
        Der Fokus lag in der Zeit dennoch offenbar nicht auf TES6, sondern Starfield und dem Oblivion Remastering.

        Da TES6 auf der technischen Basis von Starfield laufen soll, bzw. darauf aufbauend soll die Engine nochmal verbessert werden. Wobei erst nach Abschluss der Arbeiten an Starfield man dann mit der Entwicklung von TES6 richtig begonnen haben soll, vorher war ein Großteil der Entwickler ja durch Starfield gebunden.

        Somit müsste man also wohl von einem Beginn der Entwicklung ab ~2022 rechnen, und nicht schon ab 2018.
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von Celinna
        ka was früher anders war aber gehen wir mal ins Jahr 2010 zurück da habens die Studios auch geschafft gute Spiele alle 2-4 Jahre zu releasen.

        Jetzt haben die schon ewig Zeit mit Elder Scrolls 6 was glaub ich 2018 zum ersten mal angeteast wurde gebraucht und brauchen immernoch Jahre bis das rauskommt also 10 Jahre Entwicklung ist schon echt lächerlich.

        Ich glaube das liegt daran die Devs werden immer mieser ausgebildet und können nixmehr. Die wenigsten können noch programmieren sowas wie C++ und co
        Man muss aber auch unterscheiden.
        Wenn da seit 2018 nur ein kleines Rumpfteam daran sitzt, das an Story, Konzept etc arbeitet, kann das noch Jahre gedauert haben bis die erste Zeile Code geschrieben wurde. Auch wen es ungewöhnlich ist, ein Spiel so früh anzukündigen.

        Bethesda hat ja seit 2018 Fallout 76, Starfield und Oblivion Remastered auf den Markt gebracht.
        Gut, bei FO76 war es nur noch die Finalisierung, sowie danach dann Patches und DLCs.
        Der Fokus lag in der Zeit dennoch offenbar nicht auf TES6, sondern Starfield und dem Oblivion Remastering.

        Da TES6 auf der technischen Basis von Starfield laufen soll, bzw. darauf aufbauend soll die Engine nochmal verbessert werden. Wobei erst nach Abschluss der Arbeiten an Starfield man dann mit der Entwicklung von TES6 richtig begonnen haben soll, vorher war ein Großteil der Entwickler ja durch Starfield gebunden.

        Somit müsste man also wohl von einem Beginn der Entwicklung ab ~2022 rechnen, und nicht schon ab 2018.
      • Von sunburst1988 Software-Overclocker(in)
        Im Gegensatz zu Daggerfall kann die Welt nur deutlich kleiner werden. Somit wird die Qualität im Verhältnis dazu ins Unermessliche steigen!

        Im Ernst: Wenn es nach den Spielern gehen würde wäre die Größe von Skyrim völlig ausreichend und die Leute würden Bethesda ihre Spiele weiter alle fünf Jahre aus der Hand reißen. Ich verdächtige da mal wieder Chefetage die völlig übertriebene Anforderungen stellt.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat

        Jede Neuerscheinung muss größer, besser und umfangreicher sein.
        Also eine Open World, wo ich 3.000 Stunden brauche, um die 680.000 versteckten Schätze zu finden? Was spricht gegen handgebaute Welten mit einzigartigen, wenigen Schätzen, die ich in 30–60 Stunden durchspielen kann? Ich weiß ja nicht, was daran so toll ist, als Entwickler an Inhalten zu sitzen, die der Spieler nie zu Gesicht bekommt, weil der schon längst keinen Bock mehr hat, ständig dasselbe stumpfe Gameplay zu erleben. Aber Hauptsache, ich kann tausende von Ausrüstungsgegenständen mit aberhunderten Skins nutzen, das hilft bestimmt. Nicht.
      • Von Davki90 Software-Overclocker(in)
        Das Spiel ist schon so lange in Entwicklung, da käme es eher zu spät, statt zu früh.
      • Von Celinna Freizeitschrauber(in)
        ka was früher anders war aber gehen wir mal ins Jahr 2010 zurück da habens die Studios auch geschafft gute Spiele alle 2-4 Jahre zu releasen.

        Jetzt haben die schon ewig Zeit mit Elder Scrolls 6 was glaub ich 2018 zum ersten mal angeteast wurde gebraucht und brauchen immernoch Jahre bis das rauskommt also 10 Jahre Entwicklung ist schon echt lächerlich.

        Ich glaube das liegt daran die Devs werden immer mieser ausgebildet und können nixmehr. Die wenigsten können noch programmieren sowas wie C++ und co
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