Fallout-Miterfinder: Das können heutige Spiele von 80er-Jahre-Titeln lernen

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Fallout-Miterfinder: Das können heutige Spiele von 80er-Jahre-Titeln lernen
Quelle: Atari / The Arcade Flyer Archive

Tim Cain, der Mitschöpfer von Fallout, spricht über Dinge, die aktuelle Spiele von Retro-Games der 1980er-Jahre lernen können. Dabei betont er vor allem eines: den Fokus auf Kernelemente des Spiels.

Die heutigen Triple-A-Spiele beeindrucken häufig mit immensem Umfang, hübscher Grafik und zahllosen Gameplay-Elementen. Doch der Fallout-Miterfinder Tim Cain sieht gerade darin ein Problem, wie er in einem Youtube-Video auf seinem eigenen Kanal erklärt.

"Diese Spiele waren wirklich fokussiert, weil sie es sein mussten"

Tim Cain zufolge haben aktuelle Spiele-Produktionen das Problem, "nicht zu wissen, was sie eigentlich sein wollen". Spiele der 80er-Jahre mussten einen starken Fokus auf wenige Elemente legen, aufgrund der damaligen technischen Beschränkungen. Doch heutzutage werden Spiele auf eine möglichst große Zielgruppe zugeschnitten, sollen "Publisher zufrieden stellen" und werden "am Reißbrett von einem Komitee entworfen".

Einen weiteren Aspekt, der zur "Identitätskrise" aktueller Spiele geführt haben könnte, sieht der Fallout-Veteran in der starken Spezialisierung in den Teams der Spiele-Entwickler. In den 1980er-Jahren fehlten Design-Standards, umfangreiche Dokumentation und die heutige Spezialisierung auf sehr spezifische Aufgaben je Team-Mitglied. Häufig kümmerten sich laut Tim Cain damals auch Programmierer um die Designelemente eines Spiels.

Während die großen Spiele unserer Zeit etliche Gameplay-Elemente in einen Topf werfen, soll das in den 80ern einfach nicht möglich gewesen sein. Die technischen Beschränkungen zwangen Entwickler dazu, sich auf wenige Dinge zu beschränken. Das führte zu einem starken Fokus auf einen einfachen Gameplay-Loop, wenig Story und ein reduziertes Setting.

Und hier sieht Tim Cain ein Problem, das viele aktuelle Spiele-Produktionen haben. Die vielfältigen Möglichkeiten lassen heutige Titel oft "ausschweifend" werden, weil gedacht wird, dass mehr Bestandteile das Endergebnis besser machen. Stattdessen führe dies in der Regel dazu, moderne Spiele "zu verwässern".

Indie-Spiele werden vom Fallout-Veteranen Cain lobend als Ausnahme genannt, weil hier zwangsweise ein klarerer Fokus auf Kernelemente vorliegen muss - wegen kleinerer Teams und geringerem Budget. Zudem zieht er einen Vergleich mit "Herr der Ringe", wo ein sehr einfaches Setting mit reduzierter Story die Basis darstellt. Zwar kann man sich auch hier in Details vertiefen, aber zwingend notwendig ist das nicht.

Was denken Sie über die Aussagen zum starken Fokus von Spielen der 1980er-Jahre, über den Timothy Cain berichtet? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns zusätzlich gerne auf Whatsapp und X. Unsere Videoinhalte finden Sie auf Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Timothy Cain (Youtube)

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Commander_ Kabelverknoter(in)
        Zitat von Acgira
        das Spiel ist eine einzige Quicktime-Seuche
        Detroit Become Human ist weit mehr als das. Es hat eine sehr gute Story, einen hohen Wiederspielwert und vermittelt starke Emotionen. Die Studios und Publisher sollten mehr Spiele in dieser Art entwickeln.
        Zitat von Acgira
        Wenn man's mit Gamepad spielt, könnte es erträglich sein, aber mit Tastatur und Mouse hat man keine Chance gegen die QTEs.
        Ich habe es auch mit Maus und Tastatur gespielt!
      • Von Commander_ Kabelverknoter(in)
        Zitat von Acgira
        das Spiel ist eine einzige Quicktime-Seuche
        Detroit Become Human ist weit mehr als das. Es hat eine sehr gute Story, einen hohen Wiederspielwert und vermittelt starke Emotionen. Die Studios und Publisher sollten mehr Spiele in dieser Art entwickeln.
        Zitat von Acgira
        Wenn man's mit Gamepad spielt, könnte es erträglich sein, aber mit Tastatur und Mouse hat man keine Chance gegen die QTEs.
        Ich habe es auch mit Maus und Tastatur gespielt!
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Major_Fletcher
        Mich haben die QTEs nicht gestört.
        Wenn man's mit Gamepad spielt, könnte es erträglich sein, aber mit Tastatur und Mouse hat man keine Chance gegen die QTEs.
      • Von Major_Fletcher Software-Overclocker(in)
        Zitat von Acgira
        das Spiel ist eine einzige Quicktime-Seuche
        ...und hat dennoch ein hervorragendes Storytelling. Mich haben die QTEs nicht gestört.
      • Von Acgira BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Commander_
        Detroit: Become Human
        das Spiel ist eine einzige Quicktime-Seuche
      • Von Commander_ Kabelverknoter(in)
        Er hat ziemlich recht. Heutige Spiele haben oft keine Seele und lösen selten Emotionen aus. Trotz vieler Möglichkeiten fühlt sich alles flach und leblos an. Von Baldur's Gate 3 mal abgesehen, doch war es auch nur halb gut, da es wiederum zu altmodisch war. Es hätte mehr moderne Elemente wie Detroit: Become Human haben müssen, um besser zu sein.
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