Klangtest und Testergebnis
Quelle: PCGH-Ratgeber
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Klangtest und Testergebnis

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Musikalischer Klangtest: von sanft bis basslastig

Im Musiktest zeigt uns die Creative Stage Pro zwei Gesichter. Bei sanfteren Titeln, etwa akustischem Folk oder ruhigem Pop (z. B. Mumford & Sons, Ed Sheeran), klingt die Soundbar klar und angenehm. Stimmen sind gut hörbar und die Saiteninstrumente differenziert. Vor allem auf mittlerer Lautstärke (etwa zwischen Stufe 13 und 20) liefert die Soundbar ein stimmiges Klangbild. Hier lassen sich sowohl Gesang als auch Instrumente gut voneinander trennen. Wird es lauter, leidet die Feinzeichnung. Bei basslastigen Genres wie Hip-Hop oder EDM (z. B. Billie Eilish mit "Bad Guy") drückt der Subwoofer ziemlich kräftig. Die Möbel beginnen zu vibrieren, das Klangbild verliert aber an Präzision.

Ab Lautstärke 25 setzt ein hörbares Scheppern ein. Bei der Höchststufe 32 ist der Bass dominant, aber die Stimmen geraten ins Hintertreffen. Die Höhen klingen dann schrill und die Mitten "vermatschen" ein wenig. Der Musik-Modus der Soundbar hebt den Bass deutlich an. Das Superwide-Feature erweitert das Klangfeld leicht, bringt aber dennoch keine echte Räumlichkeit. Positiv ist aber definitiv, dass Sie gerade bei sanften und leisen Tönen ein sehr solides Klangbild erhalten. Viele Instrumente oder komplexe Songs überfordern das System aber ein wenig in höheren Lautstärken.

Filme und Serien: Hier zeigen sich Lautstärke-Schwächen

Bei actionlastigen Filmen gerät die Creative Stage Pro an ihre Grenzen. Quelle: PCGH-Ratgeber Bei actionlastigen Filmen gerät die Creative Stage Pro an ihre Grenzen. Im Filmbetrieb offenbart die Stage Pro ihre Schwächen bei der Balance. In Filmen wie Warcraft oder Dune sind die Umgebungsgeräusche und Effekte laut und eindrucksvoll. Sowohl Schritte, Wind als auch Explosionen kommen wuchtig und präsent. Die Dialoge hingegen klingen im Vergleich zu leise. Erst ab Lautstärke 20 lassen sich die Stimmen gut verstehen. In Actionszenen gehen sie aber teils wieder unter. Gerade bei eher preiswerteren Soundbars ist das ein recht typisches Problem. Beim Wechsel auf den TV-Lautsprecher wird deutlich, dass die Sprachverständlichkeit des Fernsehers besser ist, obwohl hier der Klang insgesamt flacher bleibt. Der Movie-Modus bringt bei der Stage Pro keine große Verbesserung. Auch Superwide hilft nur minimal. Der Bass lässt sich zwar separat regeln, eine echte Stimmoptimierung fehlt jedoch.

Gaming: Die absolute Stärke der Stage Pro

In Spielen läuft die Soundbar zur Höchstform auf, vor allem kombiniert mit dem Gaming-Modus. In Zelda oder Diablo überzeugen sowohl Musik als auch Effekte. Schritte, Umgebungsgeräusche und auch Dialoge bleiben klar unterscheidbar. Kleine Details wie Grasrascheln, Waffenwechsel oder Magie-Sounds heben die Stage Pro präzise hervor. Gleichzeitig übersteuert sie hierbei auch nicht, und die Stimmen und feinen Geräusche sind dennoch gut zu hören. Auch die Bluetooth-Verbindung mit der Switch funktionierte in unserem Test zuverlässig. Die Latenz ist quasi nicht spürbar, Bild und Ton bleiben absolut synchron. Selbst bei lauteren Spielszenen bleibt der Klang kontrolliert. Hier hat uns die Creative Stage Pro definitiv am meisten überrascht, und zwar ziemlich positiv.

Creative Stage Pro: Testergebnis

Gerade bei ruhigeren Sounds und im Gaming spielt die Stage Pro ihre Stärke aus. Quelle: PCGH-Ratgeber Gerade bei ruhigeren Sounds und im Gaming spielt die Stage Pro ihre Stärke aus.

Die Creative Stage Pro richtet sich an alle, die eine kompakte, leicht bedienbare Soundbar mit Subwoofer suchen. Gleichzeitig ist sie perfekt für Sie, wenn Sie dabei nicht zu tief in die Tasche greifen wollen. Im Test überzeugt uns das System vor allem im Alltag. Der Aufbau gelingt schnell, die Bluetooth-Verbindung ist stabil, und vor allem beim Zocken spielt die Soundbar ihre Stärken aus. Schritte, Effekte und Hintergrundtöne kommen klar und präzise, ohne hörbare Verzögerung oder matschigen Bass.

Im Musik- und Filmbetrieb zeigt sich dagegen das erwartbare Bild. Bei leisen Pegeln liefert die Stage Pro ordentlichen Klang, doch bei hohen Lautstärken fehlt es an Auflösung und Balance. Der Bass ist kräftig, überdeckt aber schnell die Stimmen und Höhen. Wer gerne Serien mit Fokus auf Sprache schaut, wird noch gut zurechtkommen. Bei einem eher lauten und actionlastigen Programm gehen die Stimmen unter, wohingegen der reine Bass und Sound gut sind.

Trotzdem: Für den Preis von 139,99 Euro liefert Creative hier ein gutes Gesamtpaket für Gaming-Fans, Zweitgeräte oder den Schreibtisch. Die Verarbeitung ist stabil, die Ausstattung gut für den Alltag geeignet. Die Soundbar hat zwar gewisse Schwächen, aber der Klang ist ordentlich, wenn Sie es mit der Lautstärke und dem Bass nicht übertreiben. PCGH-Ratgeber-Bewertung: 4,2/5 Sterne.

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Undesirable-Alien Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Majima
        Digitale Audiodaten durchlaufen erheblich mehr Umrechnungen, bis sie auf den Lautsprechern ankommen. Komprimierte Audiostreams, die bei Games die Regel sind, müssen decodiert werden (Aufwand je nach Codec unterschiedlich). Quasi jede Ebene, die der Audiostream auf dem Rechner durchläuft (Applikation -> Betriebssystem -> Hardware), benötigt wieder eine Übersetzung; und ebenso muss der Audiostream bei Bluetooth zunächst auf Bluetooth aufmoduliert und dann beim Empfänger wieder demoduliert werden. Dort sind zudem Codecs vorgegeben, da der Standard für die Übertragung unkomprimierter Audiostreams nicht genug Bandbreite vorsieht, was wieder heißt, dass da ein Encoder auf der einen Seite und ein Decoder auf der anderen Seite ran muss (die zumeist in Hardware implementiert sind, der Geschwindigkeit wegen). Und natürlich hast du am Ende der Kette noch die Digital-Analog-Wandlung. Zudem ist Audio prinzipbedingt wesentlich komplexer als ein paar Steuersignale von Eingabegeräten.

        Das große Problem: Bluetooth ist überhaupt nicht dafür entwickelt worden, echtzeittauglich zu sein, und weist deshalb erheblich höhere Latenzen auf, als heute machbar wäre. Selbst mit den latenzoptimierten Bluetooth-Varianten bewegst du dich im Bereich von 20 bis 30 ms, bei klassischem Bluetooth sind es eher 100 bis 200 ms. Bei reiner Musikwiedergabe ist das völlig wumpe, bei Video kann das Abspielgerät das kompensieren, indem es das Bild mit entsprechender Verzögerung ausgibt. Rhythmusspiele zocken ist damit nicht drin.
        Danke für die Erklärung. Bei Maus und Gamepad merke ich zum Glück nichts.

        Zitat von Majima
        Deswegen finde ich es auch für ein Magazin, das sich an ein eher technikaffines Publikum richtet, ziemlich schwach, dieses Thema in einem einzigen Satz mit einem ebenso subjektiven wie nichtssagenden „ist quasi nicht spürbar“ abzutun. So etwas kann man messen oder zumindest die genauen Spezifikationen der Soundbar angeben.
        Die Online-Artikel sind meist nur kurze Lückenfüller. Oft lieblos und mit Fehlern dahingeschmiert. Dann dauernd Lego und was Amazon als nächstes vernichtet oder wer bei Mindfactory gerade defäkieren ist.
        Ich hätte da lieber weniger dafür hochwertigere Artikel, dann muß man auch nicht fragen, was überhaupt thematisiert werden soll.
      • Von Undesirable-Alien Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Majima
        Digitale Audiodaten durchlaufen erheblich mehr Umrechnungen, bis sie auf den Lautsprechern ankommen. Komprimierte Audiostreams, die bei Games die Regel sind, müssen decodiert werden (Aufwand je nach Codec unterschiedlich). Quasi jede Ebene, die der Audiostream auf dem Rechner durchläuft (Applikation -> Betriebssystem -> Hardware), benötigt wieder eine Übersetzung; und ebenso muss der Audiostream bei Bluetooth zunächst auf Bluetooth aufmoduliert und dann beim Empfänger wieder demoduliert werden. Dort sind zudem Codecs vorgegeben, da der Standard für die Übertragung unkomprimierter Audiostreams nicht genug Bandbreite vorsieht, was wieder heißt, dass da ein Encoder auf der einen Seite und ein Decoder auf der anderen Seite ran muss (die zumeist in Hardware implementiert sind, der Geschwindigkeit wegen). Und natürlich hast du am Ende der Kette noch die Digital-Analog-Wandlung. Zudem ist Audio prinzipbedingt wesentlich komplexer als ein paar Steuersignale von Eingabegeräten.

        Das große Problem: Bluetooth ist überhaupt nicht dafür entwickelt worden, echtzeittauglich zu sein, und weist deshalb erheblich höhere Latenzen auf, als heute machbar wäre. Selbst mit den latenzoptimierten Bluetooth-Varianten bewegst du dich im Bereich von 20 bis 30 ms, bei klassischem Bluetooth sind es eher 100 bis 200 ms. Bei reiner Musikwiedergabe ist das völlig wumpe, bei Video kann das Abspielgerät das kompensieren, indem es das Bild mit entsprechender Verzögerung ausgibt. Rhythmusspiele zocken ist damit nicht drin.
        Danke für die Erklärung. Bei Maus und Gamepad merke ich zum Glück nichts.

        Zitat von Majima
        Deswegen finde ich es auch für ein Magazin, das sich an ein eher technikaffines Publikum richtet, ziemlich schwach, dieses Thema in einem einzigen Satz mit einem ebenso subjektiven wie nichtssagenden „ist quasi nicht spürbar“ abzutun. So etwas kann man messen oder zumindest die genauen Spezifikationen der Soundbar angeben.
        Die Online-Artikel sind meist nur kurze Lückenfüller. Oft lieblos und mit Fehlern dahingeschmiert. Dann dauernd Lego und was Amazon als nächstes vernichtet oder wer bei Mindfactory gerade defäkieren ist.
        Ich hätte da lieber weniger dafür hochwertigere Artikel, dann muß man auch nicht fragen, was überhaupt thematisiert werden soll.
      • Von Majima Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Undesirable-Alien
        Was hat es eigentlich mit dieser Latenz bei Lautsprechern auf sich? Das ist ja bei Eingabegeräten auch nicht so.
        Digitale Audiodaten durchlaufen erheblich mehr Umrechnungen, bis sie auf den Lautsprechern ankommen. Komprimierte Audiostreams, die bei Games die Regel sind, müssen decodiert werden (Aufwand je nach Codec unterschiedlich). Quasi jede Ebene, die der Audiostream auf dem Rechner durchläuft (Applikation -> Betriebssystem -> Hardware), benötigt wieder eine Übersetzung; und ebenso muss der Audiostream bei Bluetooth zunächst auf Bluetooth aufmoduliert und dann beim Empfänger wieder demoduliert werden. Dort sind zudem Codecs vorgegeben, da der Standard für die Übertragung unkomprimierter Audiostreams nicht genug Bandbreite vorsieht, was wieder heißt, dass da ein Encoder auf der einen Seite und ein Decoder auf der anderen Seite ran muss (die zumeist in Hardware implementiert sind, der Geschwindigkeit wegen). Und natürlich hast du am Ende der Kette noch die Digital-Analog-Wandlung. Zudem ist Audio prinzipbedingt wesentlich komplexer als ein paar Steuersignale von Eingabegeräten.

        Das große Problem: Bluetooth ist überhaupt nicht dafür entwickelt worden, echtzeittauglich zu sein, und weist deshalb erheblich höhere Latenzen auf, als heute machbar wäre. Selbst mit den latenzoptimierten Bluetooth-Varianten bewegst du dich im Bereich von 20 bis 30 ms, bei klassischem Bluetooth sind es eher 100 bis 200 ms. Bei reiner Musikwiedergabe ist das völlig wumpe, bei Video kann das Abspielgerät das kompensieren, indem es das Bild mit entsprechender Verzögerung ausgibt. Rhythmusspiele zocken ist damit nicht drin.

        Deswegen finde ich es auch für ein Magazin, das sich an ein eher technikaffines Publikum richtet, ziemlich schwach, dieses Thema in einem einzigen Satz mit einem ebenso subjektiven wie nichtssagenden „ist quasi nicht spürbar“ abzutun. So etwas kann man messen oder zumindest die genauen Spezifikationen der Soundbar angeben.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat

        Im Filmbetrieb offenbart die Stage Pro ihre Schwächen bei der Balance. In Filmen wie Warcraft oder Dune sind die Umgebungsgeräusche und Effekte laut und eindrucksvoll. Sowohl Schritte, Wind als auch Explosionen kommen wuchtig und präsent. Die Dialoge hingegen klingen im Vergleich zu leise. Erst ab Lautstärke 20 lassen sich die Stimmen gut verstehen. In Actionszenen gehen sie aber teils wieder unter. Gerade bei eher preiswerteren Soundbars ist das ein recht typisches Problem.
        Schade! Dann fällt die leider für mich raus.
      • Von PCGH_Richie Freizeitschrauber(in)
        Zitat von maxtom73
        Und schon wieder ein Test ohne das die Abmessungen genannt werden, was gerade bei der Verwendung am PC wichtig wäre.
        Zitat von Ion_Tichy
        Lesen hilft.
        Die Maße wurden von den Ratgeber-Kollegen in Reaktion auf das Feedback ergänzt, nicht wundern.
      • Von Ion_Tichy Freizeitschrauber(in)
        Zitat von maxtom73
        Und schon wieder ein Test ohne das die Abmessungen genannt werden, was gerade bei der Verwendung am PC wichtig wäre.
        Lesen hilft.
        Also wirklich günstig finde ich das nicht. Für meine Xoro HSB 75 mit ähnlichen Abmessungen habe ich vor 5 Jahren 40€ bezahlt.
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