Ausstattung- und Technikvergleich mit dem Original sowie Bedienung
In diesem Artikel
80er-Technik sinnvoll modernisiert
Schaut man sich den Audio-Technica AT-SB727 genauer an, stellt man fest, dass der, vom Bluetooth-Knopf an der Seite abgesehen, seinem 80er-Vorbild eins zu eins entspricht. Alle ikonischen Elemente sind bei der Neuauflage vorhanden. Der Klappdeckel rastet fest und hörbar ein, der Tonarm besitzt auch hier eine besondere Aufhängung ohne Gegengewicht und mit speziellem Arettierungssystem. Dazu finde ich auch das zur Fixierung der Schallplatte, für das Abspielen von 7-Zoll-Platten (Singles) oder als Tonarmfixierung beim Transport einsetzbare Gummielement wieder.
Des Weiteren ist der neue Sound-Burger mit einem präzise aus Aluminium gefertigten und mit einer dünnen Gummischicht beklebten Mini-Plattenteller ausgestattet. Letzterer ist nicht einmal so groß wie das Label einer Schallplatte und wird von einem Gleichstrommotor angetrieben, mit dem er über einen Vierkantriemen verbunden ist. Beim klassischen AT-SB727 war jedoch beim Antrieb ein zusätzliches Messing-Schwungrad zwischen Motor und Plattenteller montiert. Wie mein Praxistest zeigt, wirkt sich der Verzicht auf dieses zusätzliche Bauteil nicht negativ auf den Gleichlauf oder das Betriebsgeräusch aus.
Audio-Technica AT-SB727: Ausstattung und Funktion in der Übersicht
Das erste moderne Ausstattungselement, das bei der Urversion fehlt, ist der Akku. Während Sie den Klassiker noch mit Batterien füttern mussten, versorgt den neuen Audio-Technica AT-SB727 ein Lithium-Ionen-Akku (3,6 V) mit Strom. Der soll nach einer vollständigen Ladung, die laut Hersteller bis zu 12 Stunden dauern kann, ganze 12 Stunden durchhalten. Geladen wird per USB-C-auf-USB-A-Kabel und USB-Netzteil. Letzteres gehört nicht zum Lieferumfang. Dafür können Sie den Akku sogar wechseln, die Anleitung dafür finden Sie auf der Webseite von Audio-Technica.
Mit der Bluetooth-Verbindung spendiert Audio-Technica dem neuen Sound-Burger die Möglichkeit, mit Bluetooth-Kopfhörern oder -Lautsprechern, digitalen Verstärkern und Receivern mit Bluetooth-Unterstützung, aber auch mit Ihrem PC oder Notebook Kontakt aufzunehmen. Damit lässt sich der portable Bluetooth-Plattenspieler in die digitale Welt integrieren und mit viel mehr Geräten nutzen als das rein analoge Pendant. Fans des ungefilterten analogen Sounds können ihren Audio-Technica AT-SB727 auch per mitgeliefertem 1,5-mm-Klinke-auf-Cinch-Audiokabel mit ihrem Analogverstärker verbinden.
Spartanische Ausstattung trifft auf erstaunlich solides Spielwerk
Da der Audio-Technica AT-SB727 ein portabler Bluetooth-Plattenspieler ist, können Sie nicht mit der Ausstattung und dem Bedienkomfort rechnen, den ein für den stationären Einsatz gedachter Plattendreher bietet. Es gibt keinen Tonarmheber und Extras wie eine einstellbare Anti-Skating- und Pitch-Funktion sowie die Möglichkeit, das Auflagegewicht zu verändern, fehlen ebenfalls. Auch bei der Bedienung geht es schlicht zu. Dank fehlender Start-Stop-Automatik müssen Sie die Nadel händisch auf den Startbereich der Platte oder die Leerrille vor dem gewünschten Track legen. Dazu fährt der Tonarm am Ende der Schallplatte nicht automatisch zurück in seine Startposition und eine Abschaltautomatik existiert auch nicht. Auch das müssen Sie per An/Aus-Knopf erledigen, der mit einer weiß leuchtenden (Betrieb mit geladenem Akku) oder beim Bluetooth-Pairing blinkenden LED bestückt ist.
Quelle: PCGH-Ratgeber
Die Bedienung des Audio-Technik AT-SB727 ist simpel im doppelten Sinn. Es gibt keine Start-Stopp-Automatik und keinen Tonarmlift. Sie legen den Tonarm mit dem Tonabnehmer einfach auf die Schallplatte.
Immerhin können Sie die Power-Taste beim Plattenstart oder der Auswahl einzelner Titel nutzen, indem Sie ähnlich wie ein DJ die Nadel zuerst auf die Platte legen und den Sound-Burger dann einschalten. Allerdings müssen Sie in Kauf nehmen, dass erst nach gut 8 Sekunden brauchbarer Sound erklingt. Dank des starken Motors ist die Schallplatte zwar in gut einer Sekunde auf voller Drehzahl. Die Übertragung des analogen Signals der Moving-Magnet-Nadel an den DSP (Bluetooth) oder den internen Phono-Vorverstärker (36 dB nominal, RIAA-Entzerrung) und die anschließende Ausgabe an den Lautsprecher, Verstärker oder Kopfhörer dauert ein wenig.
Der Minimalausstattung und schlichten Bedienung steht eine Abspielmechanik gegenüber, die eine überraschend gute Qualität besitzt und die der von ordentlichen Stationär-Einsteigerspielern wie dem Dual DTJ 301.1 USB oder Sony PS-LX310BT in nichts nachsteht. Der Motor ist laufruhig, und sein Laufgeräusch nehme ich nur wahr, wenn ich meine aktiven Wavemaster Two Pro fast bis zum Maximum aufdrehe. Dazu ist der Gleichlauf frei von Störungen und andere Antriebseinflüsse registrierte ich im Test auch nicht.

Die Platte bietet einfach diese unvergleichliche Haptik, je nach Platte wie eine Zeitreise.
Das asupacken der Platte, die Scheibe auflegen und sowohl deren farbliche Gestaltung wie auch die des Covers bewundern. Dazu der klassische Klang...
Also ich mag das. Ich mag aber auch CD und SACD. Für mich schließt das eine nicht das andere aus.
Warum so oft so getan wird, als müsse man sich für eines entscheiden, verstehe ich nicht. Einfach einmal alles und immer das nutzen worauf man Bock hat. Schon ist das Leben viel leichter.
Das war damals, 1982 schon eine saudumme Idee und ist es auch heute noch. Plattenspieler sind einfach outdated.
Man hat heutzutage die Möglichkeit verlustfrei Musik zu hören in fantastischer Qualität.
Warum sollte man sich diese Technik des 19. Jahrhunderts antun?
Jeder "Plattenfetischist" unterliegt dem Irrtum, mit dieser Technik einen "warmen" und "analogen" Klang zu erhalten. Das ist "Bullshit". "Klangliche Überlegenheit", wie sie so mancher Fanboy/Fangirl propagiert, ist nachweislich nicht vorhanden.
Ich kann lediglich eine gewisse Nostalgie als Kaufgrund für Plattenspieler und LPs verstehen.
Die Handhabung mit LPs, die Haptik und Optik der Platten und Cover sind einmalig und machen Freude, damit stimme ich überein.
Aber sobald die Nadel durch die Rillen schabt und mit jedem Durchgang die Klangqualität weiter verschlechtert, bin ich raus. Das dann zunehmende Knistern, Knacken und Rauschen kann doch nicht der Anspruch auf audiophilen Klang sein?
Zuguterletzt: Macht mit eurem Geld was euch Spaß macht, aber bitte behauptet nicht, dass die Schallplatte modernen digitalen Musik-Konservierungsverfahren überlegen ist. Das ist peinlich und ich muss mich ganz fürchterlich für euch fremdschämen.
Sorry, das ist alles nur meine Meinung, und musste mal raus.
Schöne Gegenüberstellung der Technik von damals und heute. Erstaunlich finde ich die Tonverzögerung über Bluetooth, hätte ich nicht gedacht.
Das Auflagegewicht ist doch etwas hoch, aber es ist eben ein Gerät für unterwegs.
Ausprobieren würde ich es gerne mal.