Audio-Technica AT-SB727 im Test: Kultiger To-go-Plattendreher aus den 80ern neu aufgelegt

Der auch als Sound Burger bekannte Audio-Technica AT-SB727 ist ein portabler Bluetooth-Plattenspieler mit außergewöhnlichem Aufbau und austauschbarem Akku. Ich teste, wie gut und mit welchem Klang die modernisierte Version des Achtziger-Kult-Plattendrehers mein Vinyl abspielt.

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Audio-Technica AT-SB727 im Test: Kultiger To-go-Plattendreher aus den 80ern neu aufgelegt
Quelle: PCGH-Ratgeber

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Frank. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen beim Test des als Sound Burger bekannten Kult-Plattenspielers Audio-Technica AT-SB727 authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

Retro ist in! Und die 80er feiern nicht zum ersten Mal ein Revival in der Mode, beim Produktdesign und in der digitalen Unterhaltung. In diesem Zuge erlebt auch der gute alte Plattenspieler eine Renaissance. Vinyl ist wieder so angesagt wie zu den Zeiten, als es digitale Tonträger in Form von Silberscheiben noch gar nicht gab. Mit einem technisch für das Digitalzeitalter modernisierten Plattenspieler, wie dem Audio-Technica AT-SB727, können Sie einerseits den Klang Ihrer Schallplatten wieder genießen. Andererseits können Sie Ihre Lieblingssongs und -alben auch digitalisieren, um diese zu erhalten.

Der neu aufgelegte Audio-Technica AT-SB727 ist eine technisch für das Digitalzeitalter modernisierte Variante des kultigen 80er-Plattenspielers. Quelle: PCGH-Ratgeber Der neu aufgelegte Audio-Technica AT-SB727 ist eine technisch für das Digitalzeitalter modernisierte Variante des kultigen 80er-Plattenspielers.

Genau diesen Trend bedient Audio-Technica mit dem auch bei Vinyl-Fans als Sound Burger bekannten AT-SB727. Letzterer ist die modernisierte Neuauflage des 80er-Kult-Plattenspielers für den mobilen Einsatz, die nur ein paar Zentimeter größer als die 12-Zoll-Schallplatte selbst ist. Egal, ob in kleineren Räumen, im Hobbykeller, im Camper, im Tiny House oder bei einer spontanen 80er-Revival-Party im Garten: Dank seines modernen Akkus, seiner Bluetooth-Verbindung und seiner auf Mobilität ausgerichteten Bauweise kredenzt Ihnen der Sound-Burger in Vinyl gepressten Musikgenuss. Ist der Audio-Technica AT-SB727 nur ein Kultobjekt für Vinyl-Enthusiasten oder der ideale Einstieg in die Welt der Bluetooth-Schallplattenspieler? Mein ausführlicher Praxis- und Sound-Check hat die Antwort.

Audio-Technica AT-SB727: Das technische Datenblatt

Welcher Motor treibt den Audio-Technica AT-SB727 an? Wie sehen die Werte für den Gleichlauf aus? Wie hoch sind der Ausgangspegel und das Übertragungsband? Neben Optik, Ausstattung und Bedienkomfort sind es vorwiegend die technischen Werte, die einen großen Einfluss auf die Klangqualität eines Bluetooth-Plattenspielers haben. Daher präsentiere ich Ihnen diese hier zuerst:

  • Motor/Stromversorgung/Antriebsart: DC-Servomotor/DC 3,6 V Lithium-Ionen-Akku/Riemenantrieb
  • Geschwindigkeiten: 33,3 U/min und 45 U/min
  • Material Plattenteller: Aluminium mit dünner Kunststoffschicht
  • Gleichlaufschwankung: weniger als 0,25 % (WTD) bei 3 kHz
  • Rauschabstand: mehr als 50 dB (DIN-B)
  • Cartridge Type/Ausgangspegel: VM/150 mV nominal bei 1 kHz, 5 cm/Sek (kein Phono-Ausgang)
  • Phono-Vorverstärkung: 36 dB nominal, RIAA-Entzerrung
  • Ladespezifikationen/Stromverbrauch/Eingangsbuchse: 5 V, 0,5 A/1,5 W (bei der Ladung)/USB-Typ-C-Buchse
  • Abmessungen (B × T × H) /Gewicht: 100 mm × 290 mm × 70 mm /ca. 900 g
  • Mitgeliefertes Zubehör: USB-Typ-A-auf-USB-Typ-C-Kabel, Audiokabel (1,5 mm Klinke auf Cinch), Adapter für 45 U/min
  • Nadelaufsatz (Übertragungsband): Audio-Technica AT 3600 L (20 - 20.000 Hz)
  • Kommunikationssystem (Frequenzband): Bluetooth 5.2 (2,402 GHz bis 2,480 GHz)

Der Sound Burger: Wiederbelegung einer 80er-Legende

Sie sind in den 80ern groß geworden oder generell ein Fan von Retro-Plattenspielern aus dieser Zeit? Dann sollte Ihnen der Audio-Technica AT-SB727 bekannt vorkommen. Zur Erklärung für alle, die mit dem Begriff Sound Burger nichts anfangen können, erzählen wir gern die Geschichte des tragbaren Kult-Plattenspielers:

Den Ur-Sound-Burger, der schon die Typenbezeichnung Audio Technica AT-SB727 trug, brachte der japanische Audiospezialist erstmalig vor 40 Jahren auf den Markt. Die Kundschaft reagierte damals euphorisch auf den analogen, portablen Plattendreher. Vermutlich auch wegen seines spielzeughaften, den Stil der Zeit voll repräsentierenden Designs, verkaufte sich der AT-SB727 besser als alle Konkurrenzprodukte. Selbst für gut erhaltene gebrauchte Modelle zahlten Phono-Liebhaber, die von der Klangqualität begeistert waren, damals annähernd den Neupreis, manchmal sogar ein paar Deutsche Mark mehr.

Schon der ursprüngliche Sound Burger, den der japanische Audiospezialist erstmalig vor 40 Jahren auf den Markt brachte, trug die Typenbezeichnung Audio Technica AT-SB727. Quelle: PCGH-Ratgeber Schon der ursprüngliche Sound Burger, den der japanische Audiospezialist erstmalig vor 40 Jahren auf den Markt brachte, trug die Typenbezeichnung Audio Technica AT-SB727.

Im Jahr 2022 brachte Audio-Technica anlässlich des 60. Firmenjubiläums die limitierte Neuauflage des Audio-Technica AT-SB727 in Retro-Rot auf den Markt. Diese Sonderedition kam bei Vinyl-Fans unheimlich gut an und war innerhalb weniger Tage weltweit ausverkauft. Dieser Erfolg hat Audio-Technica dazu veranlasst, den Kult-Plattenspieler nun wieder in das reguläre Produktangebot aufzunehmen. Dabei liefert der HiFi-Spezialist Fans und Kaufinteressierten für 230 Euro keine billige Kopie, sondern eine dem Original entsprechende, technisch modernisierte Neuauflage des 80er-Jahre-Modells.

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  1. Seite 1 Technisches Datenblatt, Entstehungsgeschichte
  2. Seite 2 Ausstattung- und Technikvergleich mit dem Original sowie Bedienung
  3. Seite 3 Tonarmtechnik, Nadelkunde, Sound-Check und Fazit
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SXFreak PC-Selbstbauer(in)
        Alles richtig, ich höre auch viel Flac und auch komprimierte Formate.
        Die Platte bietet einfach diese unvergleichliche Haptik, je nach Platte wie eine Zeitreise.
      • Von SXFreak PC-Selbstbauer(in)
        Alles richtig, ich höre auch viel Flac und auch komprimierte Formate.
        Die Platte bietet einfach diese unvergleichliche Haptik, je nach Platte wie eine Zeitreise.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Das reicht doch auch, oder?
        Das asupacken der Platte, die Scheibe auflegen und sowohl deren farbliche Gestaltung wie auch die des Covers bewundern. Dazu der klassische Klang...
        Also ich mag das. Ich mag aber auch CD und SACD. Für mich schließt das eine nicht das andere aus.
        Warum so oft so getan wird, als müsse man sich für eines entscheiden, verstehe ich nicht. Einfach einmal alles und immer das nutzen worauf man Bock hat. Schon ist das Leben viel leichter.
      • Von azraelkitan Kabelverknoter(in)
        Entschuldigung:

        Das war damals, 1982 schon eine saudumme Idee und ist es auch heute noch. Plattenspieler sind einfach outdated.
        Man hat heutzutage die Möglichkeit verlustfrei Musik zu hören in fantastischer Qualität.

        Warum sollte man sich diese Technik des 19. Jahrhunderts antun?

        Jeder "Plattenfetischist" unterliegt dem Irrtum, mit dieser Technik einen "warmen" und "analogen" Klang zu erhalten. Das ist "Bullshit". "Klangliche Überlegenheit", wie sie so mancher Fanboy/Fangirl propagiert, ist nachweislich nicht vorhanden.

        Ich kann lediglich eine gewisse Nostalgie als Kaufgrund für Plattenspieler und LPs verstehen.
        Die Handhabung mit LPs, die Haptik und Optik der Platten und Cover sind einmalig und machen Freude, damit stimme ich überein.
        Aber sobald die Nadel durch die Rillen schabt und mit jedem Durchgang die Klangqualität weiter verschlechtert, bin ich raus. Das dann zunehmende Knistern, Knacken und Rauschen kann doch nicht der Anspruch auf audiophilen Klang sein?

        Zuguterletzt: Macht mit eurem Geld was euch Spaß macht, aber bitte behauptet nicht, dass die Schallplatte modernen digitalen Musik-Konservierungsverfahren überlegen ist. Das ist peinlich und ich muss mich ganz fürchterlich für euch fremdschämen.

        Sorry, das ist alles nur meine Meinung, und musste mal raus.
      • Von SXFreak PC-Selbstbauer(in)
        Vielen Dank für den interessanten Artikel.
        Schöne Gegenüberstellung der Technik von damals und heute. Erstaunlich finde ich die Tonverzögerung über Bluetooth, hätte ich nicht gedacht.
        Das Auflagegewicht ist doch etwas hoch, aber es ist eben ein Gerät für unterwegs.
        Ausprobieren würde ich es gerne mal.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Dass es sowas noch gibt. Auch zum ersten Mal seit Jahrzehnten hier wieder den Hersteller "Dual" gelesen. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt... Lange nicht mehr mit Plattenspielern beschäftigt.
      Direkt zum Diskussionsende
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