RealDVD: Hersteller verklagt
Es war vorhersehbar, dass die Filmindustrie nicht tatenlos zusieht, wenn Real Networks eine Software auf den Markt bringt, die das Abspielen von DVDs ohne Zugriff auf das Originalmedium ermöglicht.
Quelle: Real, MPAA, Torsten Vogel
Mögen sich nicht: Real Networks und Motion Picture Association of America
RealDVD sollte es dem Nutzer erlauben, eine komplette DVD inklusive der CSS-Verschlüsselung auf die Festplatte zu kopieren, um in Zukunft den Film auch ohne DVD-Laufwerk betrachten zu können. Laut Real Networks ist dieses Vorgehen legal, da nur das Umgehen des Kopierschutzes verboten sei (wir berichteten).
Die Filmstudios sind natürlich anderer Meinung. Pünktlich zur Markteinführung in den USA hat nun die Motion Picture Association of America (MPAA), der unter anderem Disney, Fox, Paramount, Sony, Universal und die Warner Bros angehören, Anklage erhoben. Laut MPAA-Vorstandsmitglied Greg Goeckner sollte die Software eher "StealDVD" genannt werden.
Real Networks hat unterdessen mit einer Gegenklage reagiert und beruft sich dabei auf eine ähnliche Klage, mit der die Filmindustrie gescheitert war.


Ist aber auch echt ne Unverschämtheit der ehrlichen Käufer, mit den DVDs so umzugehen, als hätten sie sich für bares Geld irgendein Besitzrecht erworben.
Niemand sollte daran gehindert werden, sich eine Sicherungskopie anzulegen, oder sich seinen Film auf andere Geräte zu überspielen. Wenn ich eine DVD im Laden kaufe, dann kaufe ich den Film, und nicht diesen billigen Untersetzer auf dem er gepresst ist.
Wenn die MPAA da anderer Meinung ist, soll sie ruhig weiter klagen, aber mit solchen Aktionen tut sie niemandem einen Gefallen. Weder dem Kunden, noch der Filmindustrie.
Jedenfalls sehr verlockend für mobilen Einsatz oder Medienserver.