Computex: Creative kündigt Sound Core 3D an: Angriff auf OEM-Chip-Hersteller
Mit Sound Core 3D wagt Creative den Angriff auf Realtek und Co. Das Unternehmen will einen hochwertigen Audioprozessor anbieten, der auch onboard auf Hauptplatinen verwendet werden kann. Gewiss wird man mit den Preisen des Marktführers Realtek oder der Konkurrenz von VIA, C-Media oder ADI nicht mithalten können, aber bei mittel- bis hochpreisigen Mainboards könnte sich der Chip etablieren, wenn er denn die versprochene bessere Leistung bietet. Die Situation darf mit Spannung beobachtet werden.
Um das Unternehmen Creative war es still geworden. Nach dem Quasi-Aus von EAX im Zuge der Einführung von Windows 7 verlor man eines der Alleinstellungsmerkmale, mit dem man sich bei Spielern einst die Gunst erwarb. Zwar kann EAX auch noch heute über Open AL genutzt werden, doch neue Spiele sucht man vergebens. Mit der X-Fi kam dann der Crystalizer, der seinen Job gut macht, nicht mehr als Zugpferd bei den Verkäufen dienen. Nun versucht man es mit Sound Core 3D, der zur Computex vorgestellt wurde.
Hinter Sound Core 3D versteckt sich ein Audioprozessor (DSP) mit "besonders hoher Leistung". Creative will eigenen Angaben zufolge mit diesem DSP eine hohe Klangqualität bei Wiedergabe und Aufnahme, geringe Stromaufnahme und einen fairen Preis kombinieren. Das Produkt wird als Retailware auf klassischen Soundkarten und als OEM-Ware für Mainboards angeboten. Damit greift man den von Realtek dominierten Markt an.
Pragmatisch gesehen wohl eine kluge Entscheidung, denn die Entwicklung bei der Soundwiedergabe ist deutlich: Die meisten Käufer setzten auf Onboard-Lösungen des Mainboards. Für Creative kann es daher nur einen Weg geben: Das Unternehmen muss auf die Hauptplatinen. Gegen die sehr kostengünstigen Realtek-Chips wird man preislich gewiss nicht ankommen, doch bei den hochwertigen Boards dürften einige Spieler den Aufpreis entrichten, wenn sie im Gegenzug eine höherwertige Soundlösung bekommen.
Doch kommen wir zu den Features von Sound Core 3D: Creative spricht von einer Kombination von DSP (Digital Sound Prozessor) und HD-Audio auf einem Chip. Vier dieser DSPs sollen sich unabhängig auf dem Chip befinden. Dazu gibt es einen 6-Kanal-DA-Wandler mit 102 dB, 24 Bit und einen 4-Kanal-AD-Wandler mit 101 dB, 24 Bit. Selbstverständlich sind SPDIF-Ein- und -Ausgänge sowie ein analoger Mikrofoneingang mit Signalverstärker. Außerdem gibt es einen digitalen Mikroeingang.
Creatives Sound Core 3D ist mit einem Dolby-Digital-Zertifikat versehen. Jedoch kann dies - je nach Produkt - auch fehlen. An Bord sind auch die Creative-Features Crystal Voice, THX Tru Studio Pro und EAX 5 Advanced HD. Die von Creative bekannten umfangreichen Einstellungsprogramme von Equalizer über Bassmanagement und Lautsprecherkonfigurator werden ebenfalls unterstützt.
Richtig spannend wäre eine Sound Core 3D-Zertifizierung gewesen, die hochwertige Verstärkerkomponenten auf dem Mainboard voraussetzen, doch das wäre wohl kaum durchsetzbar gewesen. Wer entsprechend richtig hochwertigen Sound genießen will, muss weiter auf externe Karten setzen, deren Bestückung qualitativ hochwertiger ist und die auch teils THX-Zertifikate bieten. Dennoch scheint der Schritt von Creative nur logisch zu sein, wenn man am Soundmarkt weiter teilhaben will und nicht nur ein paar wenige Soundkarten verkaufen möchte. Man darf gespannt sein, wie das Produkt angenommen wird. Gigabyte soll bereits Interesse bekundet haben und entsprechende Produkte planen. Sound Core 3D wird als 56-Pin-QFP-Package angeboten.
Die Computex ist gestartet und feiert dieses Jahr ihr 31-jähriges Bestehen. Vom 31.5. bis zum 4. Juni treffen sich in Taipeh, Taiwan, wie viele Aussteller - darunter die wichtigsten IT-Unternehmen der Welt. Zwar ist die Computex nur die zweitgrößte IT-Messe nach der Cebit, aber das Staraufgebot ist im asiatischen Raum deutlich höher. PC Games Hardware ist auch dieses Jahr wieder vor Ort und berichtet live von der Messe. Um Sie umfassend und auf den Punkt zu informieren, haben wir eigens eine spezielle Themenseite zur Computex 2011 eingerichtet, die Sie per Mausklick aufrufen können.
In der Galerie: Die schönsten PC-Soundkarten...

Na, dann: Waidmanns Heil!
Jup, aber wohl nur über nen Notruf.
Und wie lange muss man wohl rumeiern, bis man den richtigen empfängt...
Naja. Das sind dann meine Pläne, wenn das Retro-System richtig läuft: Erst nen Kraven holen, dann endlich die blöden Kilimarpiraten schlagen. Wird Zeit, dass ich ein paar Spielstände von 99 zum Ende bringe
/fullofftopic
Den kann man nicht kaufen oder finden, den muss man sich verdienen.
(glaube mich auch daran zu erinnern, dass Creative zumindest zeitweilig PowerDVD-Versionen mit Softwarelizenz beigelegt hat)
Ich habs mir erst nachträglich für nen PII gekauft.
Ich gebe zu: Gegenüber den trägen Tie Fightern waren die Kämpfe eine große Umstellung - aber auf der anderen Seite merkt man so nichts von der fehlenden KI
*irgendwann muss ich das wieder ausgraben und endlich rausfinden, wie man den Kraven kriegt*
Die Audigy habe ich jetzt wieder mal drin (die X-Fi liegt im Regal) und da funktioniert es aktuell.
Ursprünglich (noch unter Vista 64) hat es mit dem Original-Installationspaket von Creative wohl nicht funktioniert. Aber das Installationspaket von Daniel K. machte es möglich, den immer noch vorhandenen Treiber einzubinden und zu aktivieren. Eigentlich hatte ich das DK-Paket genommen, um das unbekannte Gerät des Gameports loszuwerden. Dafür wurde auch ein passender 64Bit-Treiber installiert und er tauchte dann brav im Gerätemanager auf. Nutzlos zwar, weil die Windowsinfrastruktur in Vista und 7 für die Unterstützung von Gameport-Geräten gestrichen wurde, aber wenigstens gab es nie mehr Meldungen über ein unbekanntes Gerät, für das keine Treiber auffindbar sind.
Später hieß es dann (schon unter 7), dass die Creative-Installation den Decoder wieder normal unterstützen würde und somit kein Anlass wäre, das DK-Paket noch zu nutzen. Stimmte halb, denn leider hatte ich wieder das Unbekannte Gerät. Also nahm ich das letzte DK-Paket und nahm das Update der Grundtreiber manuell über den Gerätemanager vor. Damit war die Welt für mich wieder in Ordnung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich weiß nicht, ob die Dekodierung mit einem der letzten Creative-Audigy-Update-Pakete allein funktioniert. Nur das sie aktuell funktioniert, ist ohne Zweifel.