Massiver Angriff: Cloudflare meldet bislang größte DDOS-Attacke - mit stolzen 7,3 Tbps

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Massiver Angriff: Cloudflare meldet bislang größte DDOS-Attacke - mit stolzen 7,3 Tbps
Quelle: Pixabay / B_A

Das US-Unternehmen Cloudflare registrierte den stärksten DDOS-Angriff, der je öffentlich gemeldet wurde. Über 120.000 IPs griffen einen einzelnen Kunden an - und sendeten dabei stolze 7,3 Terabit pro Sekunde.

DDOS-Attacken, bei denen zahlreiche Geräte versuchen, einen Server mit Anfragen zu überlasten, sind ein anhaltendes Problem. Und die dazu eingesetzten Botnetze werden dabei offenbar immer besser. Dafür spricht zumindest eine jüngst veröffentlichte Meldung des US-Unternehmens Cloudflare, das sich auf die Abwehr von derartigen Attacken spezialisiert hat. Demnach kam es Mitte Mai zum bislang größten DDOS-Angriff, der je öffentlich gemeldet wurde.

Deutlicher Anstieg

Laut Cloudflare sendeten insgesamt 122.145 IPs Daten an einen einzelnen Kunden des Unternehmens, um dessen Systeme zu überlasten. So kam ein neuer Datenraten-Rekord von 7,3 Terabit pro Sekunde (Tbps) zustande. Zum Vergleich: Der bisherige Rekord, den Cloudflare im ersten Quartal vermeldete, lag mit 6,5 Tbps noch ein gutes Stück niedriger.

Fast die Hälfte der Daten wurden von Systemen aus Brasilien und Vietnam gesendet. Insgesamt wurden Angriffe aus 161 Ländern registriert. Quelle: Cloudflare Fast die Hälfte der Daten wurden von Systemen aus Brasilien und Vietnam gesendet. Insgesamt wurden Angriffe aus 161 Ländern registriert. Der jüngste Rekordangriff dauerte 45 Sekunden und lag damit im üblichen Spektrum - angeblich dauern die meisten derartigen Großangriffe zwischen 35 und 45 Sekunden. Die Anfragen, die überwiegend über das UDP-Protokoll erfolgten, konnten angeblich erfolgreich auf das Servernetzwerk von Cloudflare verteilt werden, sodass die Systeme des angegriffenen Kunden nicht zusammenbrachen.

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Derart große Angriffe sind leider kein Einzelfall. Passend dazu berichtete zwischen den beiden Rekordmeldungen von Cloudflare auch das Sicherheitsunternehmen Krebs on Security über eine Attacke, die mit 6,3 Tbps zwar keinen Rekord aufstellte, aber zumindest in derselben Größenordnung lag. Vom Netz nehmen lassen sich die Systeme der Angreifer dabei nur schwer - es dürfte sich zum Gutteil um gehackte Geräte handeln, die über Fernzugriff gesteuert werden.

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Quelle: Cloudflare via Tom's Hardware

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    • Kommentare (8)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Freakless08 Volt-Modder(in)
        Zitat von G4mest3r
        Da hier Brasilien und Vietnam hervorstechen, glaube ich weniger, dass es hier im "Smartgeräte" und IoT geht, sondern vermutlich eine Masse an sorglos genutzten und schlecht gewarteten Windows-PCs und Smartphones, bei fehlendem Bewusstsein und Aufklärung im Umgang mit Computern und Sicherheit.
        Interessant ist, dass Indien hier nicht hervor sticht - diese setzen stark auf IT-Ausbildung, und Lerninhalte schon in der Schule.
        Meist sind es andere Schwellenländer, wo Elektronik und dessen Vorzüge vermehrt Einzug halten, die Erfahrungsschatz und Ausbildungsstand hinterherhinken.
        Naja. Gibt auch IP-Spoofing und andere Verschleierungsmöglichkeiten.
      • Von Freakless08 Volt-Modder(in)
        Zitat von G4mest3r
        Da hier Brasilien und Vietnam hervorstechen, glaube ich weniger, dass es hier im "Smartgeräte" und IoT geht, sondern vermutlich eine Masse an sorglos genutzten und schlecht gewarteten Windows-PCs und Smartphones, bei fehlendem Bewusstsein und Aufklärung im Umgang mit Computern und Sicherheit.
        Interessant ist, dass Indien hier nicht hervor sticht - diese setzen stark auf IT-Ausbildung, und Lerninhalte schon in der Schule.
        Meist sind es andere Schwellenländer, wo Elektronik und dessen Vorzüge vermehrt Einzug halten, die Erfahrungsschatz und Ausbildungsstand hinterherhinken.
        Naja. Gibt auch IP-Spoofing und andere Verschleierungsmöglichkeiten.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        In den nächsten Jahren wird sich die Menge verdoppeln und steigen.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von aluis
        Ja, klar. Bin regelmäßig Kunde von DOS-Attaken, welche ich im Darknet kaufe.
        Man könnte auch mal fragen, wer schon bei welchen mitgemacht hat, wie etwa damals bei Anonymous und Scientology ("Chanology") mit der LOIC und danach bei "Operation Payback".
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von FreierBenutzername
        Ich denke es ist weniger die leistungsstärkere Infrastruktur, als die Vielzahl and immer mehr werdenden "Smarten" Geräte.
        Ja, das spielt sicher auch eine Rolle.
        Zitat von FreierBenutzername
        Und ~45 Sekunden Attacke klingt auch eher nach einem Testlauf. Da wollte wohl jemand schauen oder demonstrieren wie mächtig sein Botnetzwerk ist.
        Im Text steht ja, dass das eine normale Dauer ist. Wenn es nur darum geht, einen Service zum Zusammenklappen zu bringen und nicht, ihn langfristig zu blockieren, ist das vielleicht der Moment der Wahrheit, ob man es schafft oder nicht und der Angreifer hofft, dass es so möglichst wenigen seiner Wirte auffällt?
        Zitat von aluis
        Ja, klar. Bin regelmäßig Kunde von DOS-Attaken, welche ich im Darknet kaufe.
        Ich denke mal, dass gemeint ist, dass man als Kunde mal einen Dienst nicht nutzen konnte, weil der angegriffen wurde.
        Zitat von G4mest3r
        Da hier Brasilien und Vietnam hervorstechen, glaube ich weniger, dass es hier im "Smartgeräte" und IoT geht, sondern vermutlich eine Masse an sorglos genutzten und schlecht gewarteten Windows-PCs und Smartphones, bei fehlendem Bewusstsein und Aufklärung im Umgang mit Computern und Sicherheit.
        Kann ja auch einfach beides sein.
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von FreierBenutzername
        Ich denke es ist weniger die leistungsstärkere Infrastruktur, als die Vielzahl and immer mehr werdenden "Smarten" Geräte. Was früher wie ein Scherz klang ist heute Realität. W-Lan Glühbirnen etc. Je mehr davon, desto größer werden die Bot Netzwerke. Bei diesen massenhaft Billigprodukten findet auch keine Qualitätssicherung bzw Pflege statt. Ergo immer mehr sicherheitsanfällige Geräte mit potentiziellem Internetzugang. Edit: Und ~45 Sekunden Attacke klingt auch eher nach einem Testlauf. Da wollte wohl jemand schauen oder demonstrieren wie mächtig sein Botnetzwerk ist.
        Da hier Brasilien und Vietnam hervorstechen, glaube ich weniger, dass es hier im "Smartgeräte" und IoT geht, sondern vermutlich eine Masse an sorglos genutzten und schlecht gewarteten Windows-PCs und Smartphones, bei fehlendem Bewusstsein und Aufklärung im Umgang mit Computern und Sicherheit.
        Interessant ist, dass Indien hier nicht hervor sticht - diese setzen stark auf IT-Ausbildung, und Lerninhalte schon in der Schule.
        Meist sind es andere Schwellenländer, wo Elektronik und dessen Vorzüge vermehrt Einzug halten, die Erfahrungsschatz und Ausbildungsstand hinterherhinken.
      Direkt zum Diskussionsende
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