Windows 11: Secure-Boot-Frist 2026 ist (k)ein hartes Aus

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Windows 11: Secure-Boot-Frist 2026 ist (k)ein hartes Aus
Quelle: Microsoft

Microsoft beantwortet in einer zweiten Fragerunde, was Nutzer vor dem Ablauf des Secure-Boot-Zertifikats am 24. Juni 2026 unternehmen müssen. Der PC bleibt startfähig, ohne neue Schlüssel fehlen jedoch künftige Sicherheitsupdates.

Microsoft hat in einer zweiten Ask Microsoft Anything-Sitzung am 4. Juni 2026 offene Fragen zum auslaufenden Secure-Boot-Zertifikat beantwortet. Im Mittelpunkt steht der Key Exchange Key, dessen Zertifikat Microsoft Corporation KEK CA 2011 am 24. Juni 2026 sein kryptografisches Ablaufdatum erreicht. Wer Windows 11 oder Windows 10 mit aktivem Secure Boot verwendet, sollte den Zertifikatsstatus vorher entsprechend überprüfen. Worum es bei der Secure-Boot-Frist im Juni 2026 geht, hatten wir bereits erklärt, ebenso das Update mit dem neuen KEK-Schlüssel.

Secure Boot für Windows 11: Was der 24. Juni 2026 ändert

Die alten Secure-Boot-Zertifikate stammen aus dem Jahre 2011 und bilden die Vertrauensbasis für den Startvorgang von Windows. Der US-Konzern aus Redmond ersetzt die alte Schlüsselkette durch die neueren Zertifikate aus dem Jahr 2023. Den vollständigen Ablaufplan samt Diagnoseskripten und den Hersteller-Links bündelt Microsoft in seinem Secure-Boot-Playbook innerhalb der Tech-Community.

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Secure Boot: Der 24. Juni ist (k)ein hartes Aus

Der 24. Juni 2026 stoppt weder den manuellen Zertifikatsweg noch den Startvorgang von Windows-PCs. An diesem Tag läuft allein der KEK-Schlüssel ab. Das dazugehörige DB-Zertifikat bleibt bis Oktober gültig, und sämtliche bereits signierten Update-Pakete inklusive Registrierungsschlüssel und geplanter Aufgabe arbeiten unverändert weiter.

Was endet, ist Microsofts Fähigkeit, neue DBX-Sperrlisten zu signieren, mit denen kompromittierte Bootloader künftig blockiert werden. Ohne den neuen KEK verpasst ein Gerät diese künftigen Sperrlisten und gilt mit der Zeit als unsicherer, bootet aber weiterhin. Microsoft stellt hierzu die nötigen Ressourcen und Guides bereit.

Windows 11 zieht die Zertifikate meist automatisch nach

Das Juni-Update hebt laut Microsoft die große Mehrheit gängiger Windows-11-Geräte in die Stufe hohe Konfidenz. Systeme in dieser Gruppe erhalten die Zertifikate dann automatisch über Windows Update, ohne dass Nutzer eingreifen müssen.

Microsoft sortiert die Geräte dabei nicht nach Modellname, sondern bis hinunter zur Firmware-Version und ihrem Datum. Dieselbe Platine mit abweichendem BIOS-Stand kann daher in einer anderen Gruppe landen als ein scheinbar identisches Gerät.

Ältere Modelle erreichen die Stufe oft schneller, weil ihre kleinere Verbreitung die statistische Sicherheit früher erfüllt.

Secure Boot deaktiviert: Reaktivierung kann den Start blockieren

Bei abgeschaltetem Secure Boot kann Microsoft die Zertifikate nicht aktualisieren, und ein späteres Einschalten kann das System am Booten hindern. Die Firmware verweigert den Zertifikatstausch, solange Secure Boot deaktiviert ist, Windows aktualisiert den Boot-Manager indes auf die 2023-Signatur.

Aktiviert man Secure Boot anschließend wieder, während die Firmware-Vertrauensdatenbank nur das 2011-Zertifikat kennt, passt die Signatur des Boot-Managers nicht mehr zur hinterlegten Schlüsselmenge. Das Resultat ist ein PC, welcher nicht mehr startet und sich nur mit Tastatur vor Ort über die Datei "SecureBootRecovery.efi" wiederherstellen lässt.

Microsoft rät, die Reaktivierung vorab an einem Testgerät zu prüfen, und sammelt die nötigen Schritte unter aka.ms/GetSecureBoot.

Status prüfen: Ereignisanzeige und Registrierungsschlüssel helfen

Die nach TPM-WMI gefilterte Ereignisanzeige zeigt mit den Einträgen 1801, 1802 und 1803, woran ein Gerät beim Zertifikatsupdate hängt.

  • Eintrag 1801 meldet, dass das Update ansteht, aber noch Daten fehlen.
  • 1802 verweist auf ein Firmware-Problem und damit meist auf den Status temporär pausiert, der ein Firmware-Update des Herstellers verlangt.
  • 1803 zeigt eine fehlende PK-signierte KEK-Freigabe an.

Wer die automatische Verteilung nicht abwarten will, erzwingt das Update über den passenden Registrierungsschlüssel oder die Intune-Richtlinie. Derselbe Mechanismus greift unter Windows 10 mit ESU sowie auf Windows Server 2012 und 2012 R2.

Secure-Boot-Frist 2026: Die häufigsten Fragen

Startet mein PC nach dem 24. Juni 2026 noch?

Ja, der PC startet auch nach dem 24. Juni 2026 normal, denn das Ablaufdatum betrifft nur die Signatur neuer Sicherheitsupdates und nicht den eigentlichen Bootvorgang als solches.

Müssen Privatnutzer beim Secure-Boot-Update etwas tun?

In den meisten Fällen nicht, da Windows Update die neuen Secure-Boot-Zertifikate auf Geräten mit hoher Konfidenz automatisch nachzieht.

Was bedeutet der rote Secure-Boot-Hinweis in Windows?

Ein rotes Symbol bei Secure Boot signalisiert, dass dem Gerät die aktuellen 2023-Zertifikate fehlen und es künftige Boot-Sicherheitsupdates nicht mehr erhält.

Betrifft die Secure-Boot-Frist auch Windows 10?

Ja, Windows 10 nutzt im erweiterten Sicherheitsupdate denselben Update-Mechanismus wie Windows 11, da der zugrunde liegende Code identisch ist.

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Quelle: Microsoft via Windows Latest

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Weedotastisch PC-Selbstbauer(in)
        Irgendwie bin ich nicht in der Materie drin, das läuft ja auch so. Aber gut zu wissen, daß da was los ist.
      • Von Weedotastisch PC-Selbstbauer(in)
        Irgendwie bin ich nicht in der Materie drin, das läuft ja auch so. Aber gut zu wissen, daß da was los ist.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Am Ende passiert, wie bei jedem Weltuntergang, mal wieder nicht viel.
        Hauptsache 1/2 Jahr lang Panik verbreitet.

        Zitat von Sajuk
        Für Windows 11 ist Secure Boot ein fest definiertes Requirement
        Die reine Möglichkeit, nicht die Nutzung.
        Bei meinem Board war das am Anfang deaktiviert und, wenig überraschend, ließ sich Win 11 ohne Basteleien installieren.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Zitat

        Secure Boot capable
        Zitat von BxBender
        Wer spielt denn bitte schon freiwillig Anticheat Games?
        Bestimmt niemand.
        Zitat von BxBender
        Das ist Sebstkasteiung.
        Das ist interessant, kannst du das etwas genauer ausführen?
        Zitat von BxBender
        Man behindert lediglich die ehlichen Käufer durch Gängelung
        Die sich wie äußert?

        Immer diese Plattitüden.
        Zitat von BxBender
        Geschummelt und kopiert wird trotzdem, dagegen gibt es kein Allheilmittel.
        Gerast und falsch gepartk wird auch aber das ist noch lange kein Grund um diese Schilder abzubauen.
      • Von mihi42 Schraubenverwechsler(in)
        Mir ist unklar, worauf sich die "zweite Fragerunde" in dem Artikel bezieht. Wenn man die AMAs von Microsoft zählt, kommt man auf 6 oder 7, je nachdem ob man das "Technical Takeoff AMA" im März (das sich an eine andere Zielgruppe, nämlich Entwickler, richtete) auch mitzählt.

        Technical Takeoff (März 2026): https://techcommunity.mic...

        Dezember 2025: https://techcommunity.mic...
        Februar 2026: https://techcommunity.mic...
        März 2026: https://techcommunity.mic...
        April 2026: https://techcommunity.mic...
        Mai 2026: https://techcommunity.mic...
        Juni 2026: https://techcommunity.mic...

        Ich hoffe mal ich habe keine vergessen.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Secure Boot ist schon so ein schwachsinn! Wer soweit gekommen ist, der wird an dem Mist nicht scheitern!

        Zumal der Fehler 50cm vor dem Bildschirm sitzt und nirgendwo anders!
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Hab gerade die Bleche im Serverraum gecheckt, bei der hälfte muss ich nachhelfen, weil man bei Gigabyte Bords ne spezielle Einstellung zusätzlich machen muss. Und noch krasser, auf den Kisten laufen 40 Hyper-V VMs, keine wird mehr booten, wenn ich jetzt nicht eingreife.

        Zu Hause habe ich mehrere KVM/Qemu VMs, das check ich heute Abend.
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