Serious Sam 4 im Release-Test: Oldschool-Ballerfest mit 23 Grafikkarten- und 23 CPU-Benchmarks
Am 24.09.2020 ist Serious Sam 4 erschienen und bietet Egoshooter-Fans gewohnt seriöse Kost. Mit dabei sind ein Koop-Modus, das neue Legion-System, welches tausende von Feinden gleichzeitig berechnen kann, und natürlich zahllose Waffen, darunter Kettensägenwerfer, Raketenwerfer und der Laserstrahl des Todes. Wir prüfen im Techniktest neben der Performance auch die mannigfaltigen Grafikoptionen.
In diesem Artikel
Vor über 19 Jahren brachte der Entwickler Croteam mit Serious Sam: The First Encounter einen Stein ins Rollen. Die Formel war dabei einfach: Schieße dich durch endlose Horden von Feinden, löse kleinere Rätsel in den Levels und finde Easter Eggs und Geheimnisse beim Erkunden. Daran ändert auch der vierte Teil nichts. Croteam war es wichtig, dass Spieler ein "Serious Sam" erhalten, wenn sie ein "Serious Sam" kaufen. Das Spiel wurde jedoch durch neue und sinnvolle Elemente erweitert. Das Highlight ist sicherlich das Legion-System: Wie der Name vermuten lässt, nutzt Croteam dieses Feature, um unzählige - diesmal wirklich - Einheiten auf dem Bildschirm gleichzeitig berechnen zu lassen. Wir gehen im Detail später darauf ein. Gestrichen wurde der Multiplayer-Modus - dafür ist es jetzt möglich, die komplette Kampagne mit bis zu vier Spielern im Koop zu erleben.
Ein bisschen RPG hat es auch in Serious Sam 4 geschafft. Mithilfe von Fertigkeiten-Kugeln, welche man im Verlauf der Story erhält, lassen sich coole neue Fertigkeiten freischalten. Die Waffen wurden auch überarbeitet - keine Angst, die liebgewonnenen Schrotflinten, Raketenwerfer und Kanonen sind alle noch enthalten -, doch viele von ihnen lassen sich jetzt upgraden und erhalten einen alternativen Feuermodus.
All das wird unter der erweiterten Serious-Engine unter Dach und Fach gebracht. Die Vegetation hat dabei die größte Anpassung erfahren. So hübsche Umgebungen wie in Serious Sam 4 gab es zuvor in keinem von Sams Abenteuern zu bestaunen. Des Weiteren wurden die Shader-Materialien überarbeitet, sodass die Designer eigene Entwürfe leichter in das Spiel integrieren und bearbeiten können. Laut den Entwicklern wird jederzeit brennend darauf gewartet, dass die Engine weiter optimiert wird, denn man möchte noch so viel mehr in das Spiel einbauen, muss sich aber an gegebene Grenzen halten, schließlich soll das Spiel am Ende auch auf einem handelsüblichen PC flüssig laufen. Das gilt auch für das Legion-System, welches laut Croteam ursprünglich "nur" 10.000 Einheiten berechnen können sollte, sich dann aber als so effizient erwies, dass man locker 100.000 Feinde damit darstellen kann - gleichzeitig! Die AI der Feinde wurde auf Basis der riesigen zu bekämpfenden Horden nur leicht überarbeitet, es wäre ansonsten gar nicht möglich sich mit so vielen Gegner gleichzeitig zu beschäftigen. Für die Musik ist abermals Damjan Mravunac verantwortlich, der bereits seit über 20 Jahren für den rocklastigen Soundtrack von Serious Sam sorgt. Da sich Mravunac auch für den großartigen Soundtrack zu The Talos Principle verantwortlich zeigte, und ihm darin als bekennender Metal-Fan nach eigener Aussage die Gitarren fehlten, hat er sich die ganze Rock- und Metal-Energie für Serious Sam 4 aufgespart, mit brachialem Ergebnis. Einzug erhalten habt neben neuen Tracks ein dynamischeres Verhalten, wann Musik eingespielt wird und wann nicht. Das hatten bereits die Vorgänger in Petto, allerdings arbeitet das System beim vierten Teil noch feingranularer.
Quelle: PC Games Hardware
Serious Sam 4 im Techniktest: Oldschool-Ballerfest mit hunderten von Grafikoptionen (24)
Gerne hätten wir Ihnen die Benchmarks schon zum Release geliefert. Leider war der Zustand der spielbaren Vorab-Version alles andere als rund. Auf verschiedenen Systemen mit unterschiedlicher Hardware trafen wir auf zahlreiche Abstürze und Fehler im Spiel. Es gab uns aber bereits die Möglichkeit, Screenshots zu erstellen und eine Szene für die Benchmarks zu finden. Sehen Sie die Verspätung als Vorteil: Sie bekommen nicht nur aktuelle Zahlen, die sich auf die kaufbare Version übertragen lassen, sondern auch Benchmarks mit Nvidias Geforce RTX 3090 inklusive Spezialmessungen mit erweiterten Grafikoptionen. Wir haben zudem die Anforderungen an den Prozessor getestet, wenn unzählige Gegner durch das Legion-System über den Bildschirm rennen.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10 64-bit | Windows 10 64-bit (1909) |
| CPU | 4-Kerner @ 2,5 GHz | 8-Kerner @ 3,3 GHz |
| RAM | 8 GiB | 16 GiB |
| Grafikkarte | Geforce 780/970/1050 - Radeon 7950/280/470 | Geforce GTX 1080/ RTX 2060 - Radeon Vega 64/5700 |
| Festplatte | 40 GByte | 40 GByte |
| Direct X | DX 11 | DX 12, Vulkan |
Serious Sam 4 im Techniktest: Inhalt & Technik
Croteam geht mit dem vierten Teil wieder zurück zu den Wurzeln der ersten beiden Encounter-Teile. Man höre hier strikt auf die Community und bei denen kam der dritte Teil (BFE) offenbar nicht sehr gut an. Der Spaß am Spiel steht dabei im Vordergrund, was wir zweifelsfrei bestätigen können. Wenn Sie es lieben, eine Horde Gegner mit dem Raketenwerfer in tausend Einzelteile zu zerlegen, dann sind Sie bei Serious Sam 4 genau an der richtigen Adresse. Die Geschichte des vierten Teils spielt dabei vor den Ereignissen von The First Encounter. War die Story bei den Vorgängern nur schmuckes Beiwerk, bekommen Spieler bei Teil 4 wesentlich mehr geboten. Der Autor Jonas Kyratzes, welcher auch für die Geschichte des großartigen The Talos Principle verantwortlich ist, durfte bei Serious Sam 4 ran und bekommt dabei sogar tatkräftige Unterstützung von seiner Frau. Croteam beschreibt die Geschichte des Spiels als Action-Blockbuster. Die Rahmenbedingungen sind schnell erklärt: (Natürlich) ist die Welt mal wieder von einem Super-Bösewicht bedroht, diesmal Mental beziehungsweise dessen Horden. Der Spieler, Sam "Serious" Stone, stellt sich mit seinen Kameraden gegen Mentals Horden und versucht ihm das Handwerk zu legen.
Quelle: PC Games Hardware
Serious Sam 4 im Techniktest: Oldschool-Ballerfest mit hunderten von Grafikoptionen (14)
Das Legion-System
Wo wir gerade bei zahlreichen Monstern, Dämonen und Skeletten sind: Serious Sam 4 bietet als neues Feature das sogenannte Legion-System. Dahinter verbirgt sich ein Konstrukt von effizienter Programmierung. Die Entwickler nutzen das Legion-System um weit über 100.000 Einheiten darstellen zu können - gleichzeitig. Das geht natürlich nicht ohne Tricks. Die Idee ist simpel, alles was nah beim Spieler ist, wird korrekt und "voll" berechnet und alles was weiter weg ist, ist nur zum Schein real. Dennoch kann der Spieler auch mit den hinteren Reihen der Gegner agieren, die Engine schaltet in Echtzeit von "Schein" auf "Sein" um. Wir kennen dieses Feature aus anderen Spielen: Nähern wir uns der Vegetation, wird sie in verschiedenen Stufen detaillierter geladen. Der richtige Entwickler kann das optisch so gestalten, dass der Spieler davon nichts oder nur wenig mitbekommt. So werden die zahlreiche Feinde im Hintergrund nicht komplett dargestellt. Das bekommen wir nicht mit, da sie so weit entfernt sind, dass sie von außen betrachtet wie die Feinde an der Front aussehen. In der Praxis funktioniert das recht gut, zumal Sie im Getümmel bei so vielen Gegnern ohnehin andere Sorgen haben werden, als die hinteren Reihen zu betrachten.
Serious Sam 4 im Techniktest: Wie viele Grafikoptionen möchten Sie? "Ja!"
Sie wollten in einem Titel schon immer einmal mehr Zeit im Grafikmenü verbringen, als beim eigentlichen Spiel? Vergessen Sie Red Dead Redemption 2. In Serious Sam 4 können Sie sich einen Kaffee kochen und dann in die erweiterten Optionen wechseln. DirectX 11, DirectX 12 oder Vulkan? Alles dabei. über 60 verschiedene Detaileinstellungen, die sich wiederrum in Untergruppen aufteilen? Alles drin. Allein die CPU-Detaileinstellungen sind umfangreicher, als bei zehn anderen Spielen zusammen. Sie haben keine Lust darauf, dass alles anzupassen? Kein Problem, klicken Sie dafür einfach auf "Autodetect". Das lässt allerdings Qualität links liegen, welche Sie mit einem High-Power-System locker ausschöpfen können. Wie sich das auswirkt, zeigen die Vergleichsbilder unten.
Neben der maximal möglichen Render-Auflösung lassen sich vier verschiedene Anti-Aliasing-Arten aktivieren, darunter klassisches MSAA, hochwirksames SSAA, effektives TSAA und fades FXAA. Filteroptionen für das Bild sind durch FidelityFX CAS erweitert wurden und lassen die User bei der Wahl von Lanczos, Bicubic und weiterer Filter mit optischer Varianz. Sie können auch anpassen, welche Shader sparsam verwendet werden, nur die der Partikel, der ganzen Szene oder alle, was Auswirkungen auf die Performance und natürlich die Bildqualität hat. Es lassen sich überdies die Refresh-Rate der Vegetation anpassen, die Schattenauflösung, die SSAO-Qualität und noch vieles weiteres. Wir verweisen nun auf die zahlreichen Vergleichsbilder und wünschen Ihnen auf der nächsten Seite viel Spaß bei den Grafikkarten- und Prozessor-Benchmarks.

ALso Kantenglättung ohnhin,Rendering ob höher als Original Auflösung oder gleich ist auch klar.
Aber die anderen Grafiksetting.
Ich weis das Auflösung,Render Auflösung und Kantenklättung das meiste Frisst.Wie sieht es denn mit Schatten und der anderen Auflösung an.Kostet Umgebungsverdeckung,Bloom,Schattenkanten Unschärfe doch auch Leistung.
Was denn außer den Aufgelistet kostet denn noch so viel Leistung.Damit sowas wie ne RTX 3050 oder nur gtx 1060 echt flüssig läuft.Darum frage ich ja nach.Bin gespannt wie die Stellschrauben so aussehen.So ne Auflistung was wie viel Leistung gekostet hätte,fehlt hier leider noch.Sonst ist es ja gut.
Aber die technische Umsetzung ist echt Murks.
Ich hab immer noch Lags selbst mit ner 3090. Die geht heute wieder zurück und wird ne BN gekauft.
Die Ventus 3090 war eh zu heiß und zu laut.
Bin ich von meiner MSI 1080 nicht gewohnt.
So nachladeruckler bin ich sonst nur früher mit HDD gewöhnt.
Außerdem bringt es auch nicht das SS4 Feeling rüber wie damals im Coop bei den alten Teilen.
Weil AMD Grafikkarten im CPU Limit in manchen Spielen mehr FPS raushaun können.
Weil AMD Grafikkarten im CPU Limit in manchen Spielen mehr FPS raushaun können.