Warum immer Ultra-Details? V3.0 [User-Special von Ion]
PC-Spieler möchten die beste Bildqualität - doch zu welchem Preis? Abermals bin ich vor zwei Jahren auf diese Fragestellung eingegangen und habe weitere mögliche Antworten geliefert. Doch die Uhr tickt weiter und es kommen immer anspruchsvollere und grafisch aufwändigere Spiele auf den Markt. Wie steht es 2018 um die berühmt-berüchtigen "Ultra Details"?
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Die feinste Grafik und der größte Leistungshunger
Das Erste was Sie aufsuchen, nachdem Sie sich ein neues Spiel gekauft und installiert haben, sind die Grafikoptionen. Es könnte ja sein, dass der Entwickler von Haus aus nicht alles auf die höchste Stufe gestellt hat und solange das so bleibt, können Sie das Spiel nicht spielen, es ist physikalisch unmöglich. Die Schattenauflösung darf an Präzision nicht zu übertreffen sein und der Grashalm, da hinten unter dem Busch, muss natürlich korrekt ausgeleuchtet sein!
Fleißige Leser werden es bereits wissen, die "V3.0" im Titel lässt den 3. Teil der Serie "Warum immer Ultra-Details?" vermuten. Neulingen empfehle ich, sich die ersten beiden Specials anzuschauen um im Bilde zu sein. Warum müssen es immer Ultra-Details sein? sowie Warum müssen es immer noch Ultra-Details sein?
Test: Ultra Details
Für die Leistungsmessungen kommt eine Asus Strix GTX 1070 zum Einsatz, händisch übertaktet auf 2000 MHz. Zudem wurde der Speicher um 200MHz übertaktet. Dieser Takt wurde per Curve Editor (verfügbar per MSI Afterburner) als maximaler Takt fixiert. Minimale Abweichungen auf 1987 MHz sind trotzdem möglich.
Folgendes Testsystem kommt zum Einsatz:
- AMD Ryzen R7 1700
- Gigabyte GA-AB350M
- 16 GiB DDR4-3000-Speicher
- Geforce GTX 1070 (@ 2000/4202 MHz fixiert)
- Windows 10 x64
- Verwendeter Nvidia Treiber: Geforce 397.64
- Einstellungen im Treiber: Vsync abgeschaltet, HQ-AF
Bei den folgenden Spielen werden die Details verglichen:
Far Cry 5, Kingdom Come Deliverance, Hitman, Resident Evil 7, Wolfenstein II The New Colossus sowie The Hunter: Call of the Wild
Der Testablauf
Für jede Spielszene, die verglichen werden soll, wird eine Stelle im Spiel gesucht, die zu 100% reproduzierbar ist und, sofern möglich, viele Grafikdetails erfasst. Es wird dann jeweils auf der Detailstufe "Ultra" und der nächsten darunter (meist "Sehr hoch", oder "Hoch") ein Screenshot erstellt. Dabei messe ich mit dem MSI Afterburner die Fps, um die Unterschiede feststellen zu können. Diese Daten lassen sich auf den Screenshots oben links ablesen. Wie auch beim letzten Special, stelle ich Ihnen noch ein Full-HD-Vergleichsbild mit Slider zur Verfügung.
Die Ergebnisse
1. Far Cry 5
Bemerkungen:
Bewegungsunschärfe aus
Auflösungsskalierung auf 1.5
Von Ultra auf Hoch wird nur berücksichtigt: Texturfilter, Schatten, Geometrie & Vegetation, Umgebung
Ultra | Hoch - Details
55 | 62 - Fps
Gut 10 % Fps kosten Ihnen in Far Cry 5 (ein paar) hübschere Bäume, zudem wird leicht die Sichtweite erhöht. Auf einem Bild lässt sich das noch gut vergleichen, beim Spielen selbst würden Sie den Unterschied nicht mehr bemerken, oder?
Far Cry 5: Hoch vs. Ultra
2. Hitman
Bemerkungen:
Supersampling auf 1.5
AA: SMAA
DirectX12 Modus
Ultra | Hoch - Details
74 | 78 - Fps
Der Auftragskiller mit der stylischen Brille zeigt sich recht genügsam was Ultra-Details angeht. Hier wird lediglich etwas an der Vegetation und den Schatten verändert. Trotzdem lassen sich je nach Szene 5-10 % Fps rausholen, wenn Sie die Details eine Stufe unter das Maximum drehen.
Hitman: Hoch vs. Ultra
3. Kingdom Come Deliverance
Bemerkungen:
AA: SMAA 1TX
Sichtweite auf Maximum (alle Regler)
Mit HD-Texturen
Bewegungsunschärfe aus
Ultra | Hoch - Details
59 | 63 - Fps
Beachten Sie auf den Screenshots bitte die unterschiedliche Beleuchtung, welche sich nicht verhindern lies. Zwischen Sehr Hoch und Ultra kann ich im gesamten Spiel keinen Unterschied ausmachen. 5-10 % Fps lassen sich beim nächstkleineren Preset gutmachen.
Kingdom Come Deliverance: Sehr Hoch vs. Ultra
4. Resident Evil 7
Bemerkungen:
Auflösungsskala 1.5
AA: FXAA + TAA
Bewegungsunschärfe aus
Alle Effekte aktiviert
Ultra | Hoch - Details
65 | 69 - Fps
Minimale Änderungen lassen sich an einigen Objekten ausmachen: Achten Sie insbesondere auch mal auf die Grafikspeicher-Belegung (siehe Screenshots oben links). Auch hier lassen sich beim Wechsel von der höchsten Stufe auf die nächstkleinere 5-10 % Fps gutmachen, praktisch ohne Verlust bei der Bildqualität.
Resident Evil 7: Hoch vs. Ultra
5. The Hunter: Call of the Wild
Bemerkungen:
Alle Effekte aktiviert
Grafikoptionen händisch auf nächstkleinere Stufe gestellt, da Presets "für die Katz'"
Ultra | Hoch - Details
61 | 75 - Fps
The Hunter ist eines dieser Spiele, welche mit etwas Feintuning wesentlich flotter laufen. In unserem Beispiel haben sich die Fps um knapp 23 % erhöht. Dazu wurden alle Details manuell um eine Stufe niedriger gedreht. Das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen - oder auch nicht, dazu bitte den Slider unten bedienen.
The Hunter: Call of the Wild: Hoch vs. Ultra
6. Wolfenstein II The New Colossus
Bemerkungen:
Bewegungsunschärfe aus
Alle Effekte aktiviert
Ultra | Hoch - Details
100 | 108 - Fps
Die Grafikoptionen von Wolfenstein II gestalten sich sehr umfangreich. Ich habe daher manuell jedes Detail um eine Stufe reduziert, welches sich in den bekannten Stufen à la Mittel, Hoch, Sehr Hoch etc. einstellen lässt. Das Ergenis sind je nach Szene 10% mehr Fps. Einen optischen Unterschied kann ich nicht ausmachen.
Wolfenstein II: Hoch vs. Ultra
Fazit: Ultra-Details
Abermals beweisen die vorgestellten Spiele ihre Grafikpracht. Allerdings zeichnet sich, mit Ausnahme von The Hunter, scheinbar ein Trend ab. Ultra-Details kosteten in der Vergangenheit wesentlich mehr Leistung. Die Entwickler haben scheinbar die Unterschiede zwischen den Detailstufen etwas verringert. Dennoch lohnt es sich, die einzelnen Optionen zu testen und so die beste Leistung für das eigene System herauszuholen.
Stimmen Sie mit dem überein? Haben Sie Fragen oder Anregungen? Hinterlassen Sie doch einen Kommentar.
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Ich find den hier von 2018 noch am besten aus heutiger Sicht:
Mir hat 2007 Crysis super gut gefallen, mit strak reduzierten Details, wie auch 2010 auf einem Laptop in 720p und wieder später auf einer GTX570 auch wieder und als 4k ging auch.
Ein Spiel muss nicht auf Ultra laufen, aber als Hardware Fan möchte man das Maximum erreichen können, je nach Geldbeutel.
Aktuell werden aber die Unterschiede zusammengerückt und das Nervt. Wenn ich mir heute eine RTX2080TI kaufen möchte, dann will ich die auch ausreizen können und das am besten so, das 4k nur mit multi GPU und reduzierten Details läuft.
Ich will maximale Grafik aber es entwickelt sich aktuell viel zu langsam.
Trotzdem ist es natürlich richtig dass man selbst probieren muss. Hat ja auch nicht jeder den gleichen Geschmack was Grafik angeht.
Ich persönlich kann z.B. Bewegungsunschärfe, außer in Rennspielen, überhaupt nicht haben. Andere meinen, dass dadurch die Immersion verloren geht/schlechter wird.
Selbst ausprobieren ist hier die Devise.