Roborock Qrevo S Pro im Praxistest: Hier wird die Saugroboter-Mittelklasse wirklich ausgereizt
Wenn der Roborock Qrevo S Pro eines hat, dann sind es Optionen. Mit seinem Preis liegt er aber auch am oberen Ende seines Mittelklassesegments. Kann er im Alltagstest trotzdem überzeugen?
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Ein Saug- und Wischroboter mit einer guten Station kann einem im Alltag eine Menge Arbeit abnehmen. Flecken vom Kochen, Krümel nach dem Essen, Staub unter Möbeln - all das und mehr kann bequem nebenbei beseitigt werden, während man selbst sich erfreulicheren Dingen widmet. Häufig stellt sich dabei lediglich die Frage, wie viel man für solchen Komfort auszugeben bereit ist. Der Roborock Qrevo S Pro ordnet sich mit 589,99 Euro UVP gerade noch in der Mittelklasse ein und will einen Kompromiss aus guter Leistung zum vertretbaren Preis liefern. Und auf dem Papier spricht schon einmal einiges für den smarten Helfer, doch wie schlägt er sich tatsächlich im Alltag? Unser Test klärt auf.
Roborock Qrevo S Pro: Einrichtung
Doch bevor es ans Saugen und Wischen geht, muss das Ganze zunächst einmal aufgebaut werden. Da sich aber, wie im mittleren Preissegment üblich, nur das Nötigste im Paket befindet, ist das schnell erledigt: Rampe vorn an die Station und deren Kabel einstecken, Frischwassertank befüllen und zu guter Letzt noch die beiden Wischpads unten am Roboter anbringen. Ein eigenes Reinigungsmittel oder gar ein separates Fach dafür gibt es nicht. Lediglich eine Anleitung ist noch im Lieferumfang enthalten, weswegen man auch schon das Smartphone zücken und mit der App-Einrichtung fortfahren kann. Diese ist bei den etablierten Herstellern heute glücklicherweise überaus selbsterklärend, sodass es direkt mit der Kartierung weitergehen kann - einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm oder den Sprachansagen folgen.
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Je nach Wohnsituation sollte man den Boden so gut wie möglich freiräumen, damit der Qrevo S Pro alle Bereiche entsprechend erfassen kann. Anschließend lassen sich in der App noch Räume benennen, Zimmergrenzen korrigieren, Teppiche und Möbel platzieren oder Sperrzonen und Bodenstrukturen festlegen. Gerade Ersteres ist etwa später für die Reinigung einzelner Zimmer wichtig. Letzteres ist wiederum bei Parkett sinnvoll, wo es auf die richtige Reinigungsrichtung ankommt. Nur drehen lässt sich die Karte merkwürdigerweise nicht.
Umfangreiche App mit minimalen Schwächen
Trotzdem zeigt sich allein hier bereits der große Funktionsumfang, der in mancherlei Hinsicht sogar dem T90 Pro Omni von Ecovacs etwas voraushat. Ein Kritikpunkt daran war etwa eine fehlende Option zum reinen Wischen, und auch akkuschonendes Laden suchte man dort vergeblich. Ein besonderer Vorteil von Roborocks App ist aber die Möglichkeit, eigene Programme zu erstellen und über die Startoberfläche abzuspielen. Außerdem lässt sich so zugleich das kleine Ärgernis umgehen, dass sich die Einstellungen im "Allgemein"-Reiter nach Ende jeder Aufgabe oder beim erneuten Öffnen der App wieder auf die Standardeinstellungen zurücksetzen.
Wer sich ein wenig mit den vielen Funktionen auseinandersetzt und eigene Programme und Zeitpläne erstellt, statt den Roboter immer wieder aufs Neue loszuschicken, dürfte sich daran zwar weniger stören, doch dafür womöglich an den minimalen App-Ladezeiten. Die mögen nicht signifikant länger als bei der Konkurrenz sein, aber doch lang genug, dass sie bei häufiger Nutzung auffallen.

Tja, wieder was gelernt.