16 Kerne im Test: Doppelter Xeon E5-2687W plus Asus Z9PE-D8 WS
Während im Desktop-Segment sechs Kerne das Maß alle (Intel-)Dinge darstellen, werkeln im Server-Markt bis zu acht Rechenherzen in Form diverser Xeon-Prozessoren. Wir packen gleich zwei dieser Kraftprotze auf das Asus Z9PE-D8 WS, eine Dual-Sockel-Workstation-Platine mit toller Ausstattung.
Wie sich fleißige Leser sicherlich erinnern, haben wir seit Mitte März zwei Xeon E5-2687W im Testlabor und in der PCGH 05/2012 gab es einen entsprechenden Artikel. Damals verwendeten wir ein Supermicro-Board, welches neben speziellen Kühlern auch Registered-ECC-Arbeitsspeicher benötigt - hier wird klar, dass eine Xeon-Plattform in erster Linie auf Server abzielt. Mittlerweile steht uns aber auch das Asus Z9PE-D8 WS, also eine sogenannte Workstation-Platine, zur Verfügung, welche mit handelsüblichen Retail-Kühlern sowie gewöhnlichem Speicher zusammenarbeitet.
Doch der Reihe nach: Im letzten Herbst ließ Intel die Sandy Bridge EP für den neuen Sockel 2011 vom Stapel (siehe Test des Core i7-3960X und Test des Core i7-3930K/3820). Unter Haube - was angesichts des Heatspreaders wörtlich zu nehmen ist - stecken allerdings nur sechs statt acht Kerne, denn Intel deaktiviert bei den Desktop-Chips zugunsten von mehr Takt zwei Rechenherzen; auch die TDP bleibt somit im Rahmen. Im Rahmen der Cebit schickte Intel nach einigen Verzögerungen (Stichwort C2-Stepping und VT-d) die Xeon-E5-Serie ins Rennen, ebenfalls für den Sockel 2011.
Quelle: PC Games Hardware
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Der Xeon E5-2687W
Die Modelle der 2600er-Reihe eignen sich für Single- wie Dual-Sockel-Systeme, wer vier Chips einsetzen möchte, der braucht zwingend einen Xeon E5-46x0. Mit "nur" zwei CPUs pro Platine werden eher kleinere Server oder eben Workstations aufgesetzt - Rechner in normalem Gehäusen, aber immens viel Rechenleistung, beispielsweise für aufwendige tägliche Videobearbeitung (Apple etwa nutzt in den Mac Pro zwei Xeons). Das Flaggschiff der 2600er-Serie ist trotz der Namensgebung der Xeon E5-2687W (der 2690 ist im Mittel langsamer).
Dieser ist ein Sandy Bridge EP im Vollausbau, also acht Kerne inklusive SMT für 16 Threads - hinzu kommen wuchtige 20 MiByte L3-Cache und das bekannte Quadchannel-Speicherinterface samt einer offiziellen Unterstützung von DDR3-1600. Die Basisfrequenz liegt bei 3,1 GHz und kann per Turboboost auf bis zu 3,8 GHz angehoben werden (all core turbo sind 3,4 GHz); die TDP beträgt 150 Watt. Unsere beiden Samples mit der Spec-Nummer SR0KG sind im C2-Stepping gefertigt und verfügen daher über VT-d (es existieren auch C1-Chips ohne VT-d). Nach einem UEFI-/BIOS-Update laufen die SNB-EP auf den meisten Desktop-Platinen, so auch auf dem von uns genutzten MSI X79A-GD65 und natürlich auf dem Asus Z9PE-D8 WS.
Quelle: PC Games Hardware
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Das Asus Z9PE-D8 WS
Schon seit Jahren fertigt Asus Workstation-Platinen, diese vereinen die Option auf eine extrem hohe Leistung mit einer richtig dicken Ausstattung: Diese beginnt bei acht RAM-Bänken für bis zu 64 GiByte DDR3-1600 im Quadchannel-Betrieb, gleich sieben PCI-Express-3.0-Slots mit satten 72 Lanes (bei Verwendung von vier Grafikkarten und den blauen Steckplätzen je 16 Lanes pro Pixelbeschleuniger), 6 x SATA-6GB/s, 8 x SATA-3GB/s, doppeltes Gigabit-LAN, je zwei Mal USB 3.0 an der I/O-Blende sowie für die Front, Firewire und endet bei insgesamt zwölf USB-2.0-Ports. Weiterhin stehen ein Realtek ALC 898 für HD-Audio sowie der gute alte PS/2-Port bereit. All das braucht natürlich Platz, daher kommt das Asus-Board im EEB-Formfaktor (Enterprise Electronics Bay) daher - das sind 30,5 auf 33 Zentimeter.
Quelle: PC Games Hardware
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Die Stromversorgung übernehmen neben dem ATX-Stecker gleich zwei 12V-EPS-Anschlüsse, sind diese nicht bestückt, startet die Asus-Platine nicht. Der zusätzliche Molex-HDD-Anschluss dient der Befeuerung der PCI-Express-Slots, ist aber nicht zwingend nötig - es sei denn, Sie setzen viele stromfressende Grafikkarten ein. Die Kühlung des C602-Chipsatzes (ein Patsburg, so wie der X79) ist wie die der Spannungswandler verschraubt, generell ist die Wahl der Komponenten qualitativ hochwertig. Wie bereits eingangs angedeutet, setzt Asus auf die übliche Sockel-2011-Montage für CPU-Kühler, unsere beiden Thermalright True Spirit 140 passen ohne Probleme und kollidieren auch nicht mit den schlanken Adata-DDR3-1600-Modulen. Für den Test kam das aktuelle UEFI v0503 zum Einsatz, hier mussten wir einige C-State forcieren (dies senkt die Leistungsaufnahme im Leerlauf und verbessert den Turbo).
Spiele- und Anwendungsleistung
Im Anwendungsbereich zeigt sich, dass beispielsweise der FPU-lastige Cinebench R11.5 nahezu linear mit den Kernen skaliert - mit 32 Threads ist der Benchmark innerhalb weniger Sekunden beendet. Der Singlethread-Test liefert vergleichsweise hohe 1,55 Punkte ab. Dies ist etwas langsamer als ein aktueller Ivy-Bridge-Chip, aber viel mehr als jegliche AMD-CPUs schaffen. Bei Paint und etwas überraschend auch dem x264 HD zeigt sich, dass diese Programme respektive Benchmarks nur bedingt zulegen - die Bildbearbeitung läuft gar reproduzierbar langsamer mit zwei statt einem Xeon, die Videokonvertierung nutzt nicht alle Kerne und legt "nur" ein gutes Drittel zu. Knapp 400 respektive 700 MByte pro Sekunde per AES-Twofish-Serpent erreichen höchstens die schnellsten SSDs im RAID.
Im Spielebetrieb sind acht oder gar sechzehn Kerne überdimensioniert, einzig unsere sehr anspruchsvolle Anno-2070-Szene mit über zweihunderttausend Einwohnern legt mit acht oder sechszehn gegenüber sechs Kernen zu und auch Dirt 3 skaliert noch leicht. Shogun 2 und Starcraft 2 liegen dem Xeon in Relation nicht so gut, denn ein Core i7-3770K bietet bei Nutzung von nur zwei Rechenherzen mehr Takt und IPC. Das Xeon-Doppel funkt sich offenbar gegenseitig dazwischen, anders lassen sich die Werte bei Battlefield 3 oder Skyrim oder Starcraft 2 nicht erklären. Shogun 2 hingegen sieht das Gespann vorne - überraschend.
| CPU-Modell | Anwendungen (norm.) | Cinebench R11.5 x64 (One- / X-CPU) | Paint.Net | Truecrypt | x264 HD |
|---|---|---|---|---|---|
| 2 x Xeon E5-2678W | 179,9 Prozent | 25,29 / 1,55 Punkte | 4,1 Sekunden | 685 MB/s | 91,2 Fps |
| Xeon E5-2678W | 111,6 Prozent | 13,15 / 1,55 Punkte | 7,6 Sekunden | 380 MB/s | 67,0 Fps |
| Core i7-3960X | 100 Prozent | 11,10 / 1,58 Punkte | 8,4 Sekunden | 318 MB/s | 57,7 Fps |
| Core i7-3930K | 97,7 Prozent | 10,79/ 1,57 Punkte | 8,6 Sekunden | 308 MB/s | 56,1 Fps |
| Core i7-990X | 84,4 Prozent | 9,05 / 1,26 Punkte | 9,7 Sekunden | 288 MB/s | 48,3 Fps |
| Core i7-3770K | 76,7 Prozent | 7,52 / 1,66 Punkte | 11,5 Sekunden | 227 MB/s | 41,2 Fps |
| Core i7-3820 | 75,4 Prozent | 7,51 / 1,56 Punkte | 11,4 Sekunden | 216 MB/s | 39,7 Fps |
| Core i7-2700K | 71,5 Prozent | 7,05 / 1,56 Punkte | 12,4 Sekunden | 200 MB/s | 37,3 Fps |
| Core i5-3570K | 64,6 Prozent | 6,01 / 1,60 Punkte | 13,9 Sekunden | 170 MB/s | 33,7 Fps |
| FX-8150 | 62,0 Prozent | 5,95 / 1,02 Punkte | 14,4 Sekunden | 221 MB/s | 36,9 Fps |
| Core i5-2500K | 58,2 Prozent | 5,37 / 1,50 Punkte | 15,7 Sekunden | 141 MB/s | 28,9 Fps |
| Ph. II X6 1100T | 56,5 Prozent | 5,82 / 1,11 Punkte | 17,1 Sekunden | 173 MB/s | 32,5 Fps |
| FX-8120 | 53,7 Prozent | 5,05 / 0,96 Punkte | 16,8 Sekunden | 184 MB/s | 31,4 Fps |
| Core i7-860 | 50,3 Prozent | 4,99 / 1,13 Punkte | 17,1 Sekunden | 122 MB/s | 27,5 Fps |
| FX-6200 | 49,8 Prozent | 4,64 / 1,00 Punkte | 19,8 Sekunden | 169 MB/s | 29,7 Fps |
| Ph. II X6 1055T | 48,9 Prozent | 4,94 / 0,99 Punkte | 19,8 Sekunden | 147 MB/s | 28,0 Fps |
| Core i7-920 | 47,3 Prozent | 4,76 / 0,99 Punkte | 17,3 Sekunden | 117 MB/s | 26,2 Fps |
| Ph. II X4 980 BE | 46,1 Prozent | 4,32 / 1,11 Punkte | 22,1 Sekunden | 129 MB/s | 24,7 Fps |
| Core i7-760 | 42,8 Prozent | 3,87 / 1,10 Punkte | 21,0 Sekunden | 96 MB/s | 22,6 Fps |
| FX-4170 | 41,6 Prozent | 3,42 / 1,03 Punkte | 23,3 Sekunden | 126 MB/s | 22,8 Fps |
| Ph. II X4 960T BE | 39,0 Prozent | 3,51 / 1,01 Punkte | 26,8 Sekunden | 105 MB/s | 20,3 Fps |
| A8-3870K | 38,9 Prozent | 3,56 / 0,92 Punkte | 24,3 Sekunden | 107 MB/s | 20,7 Fps |
| Core i3-2100 | 37,6 Prozent | 2,98 / 1,25 Punkte | 26,5 Sekunden | 70 MB/s | 16,4 Fps |
| C2Q Q9550 | 37,4 Prozent | 3,43 / 0,87 Punkte | 22,4 Sekunden | 95 MB/s | 19,5 Fps |
| Pent. G860 | 32,1 Prozent | 2,36 / 1,20 Punkte | 33,7 Sekunden | 52 MB/s | 12,7 Fps |
| C2D E8400 | 25,8 Prozent | 1,79 / 0,92 Punkte | 40,6 Sekunden | 50 MB/s | 10,4 Fps |
Stromverbrauch
Da unser normalerweise eingesetztes Enermax Platimax 600W keinen zweiten 12V-EPS-Stecker bietet, greifen wir ausnahmsweise auf ein Corsair AX1200 zurück - dieses ist "nur" mit 80-Plus-Gold statt Platin zertifiziert, die Asus-Xeon-Kombo arbeitet ergo mit einem minimal ineffizienteren Netzteil zusammen. Als Basis für den einzelnen Xeon E5-2678W dient unser übliches MSI X79A-GD65 und für alle Plattformen die mit sieben Watt sehr sparsame Geforce GT 430.
Im Leerlauf erreicht das MSI-Xeon-Gespann 45 Watt - das entspricht den den Core i7 für den Sockel 2011; Überraschungen waren hier ohnehin nicht zu erwarten. Unter Last steigt die Leistungsaufnahme auf 229 Watt, immerhin 35 Watt mehr als der Core i7-3960X oder AMDs FX-8150 - in Anbetracht der Performance passt das aber. Die sehr gut ausgestattete Asus-Platine mit allen ihren Zusatz-Controllern erweist sich zusammen mit den beiden Xeon E5-2678W als deutlich energiehungriger, mit 112 Watt benötigt diese Plattform mehr als das Doppelte. Unter Last gilt dies ebenfalls, wobei auch hier gilt: Die Leistung rechtfertigt den Stromverbrauch in gewisser Weise, von ineffizient kann man ergo nicht sprechen (AMDs FX-8150 etwa liefert weniger Performance/Watt).
Overclocking
Machen wir es kurz: Gibt's nicht. Ok, Sie können den BCLK mit etwas Glück auf 103 statt 100 MHz anheben - wenn das System dann noch bootet. Denn im Gegensatz zu den Core i7 unterstützen alle (!) 2011er-Xeon weder BCLK-Overclocking per Strap noch lässt sich der Turbo-Modus beeinflussen. Die Chips laufen nur innerhalb ihrer Spezifikationen - wenngleich dies keine technische, sondern ganz offenbar eine "politische" Restriktion ist. Ein Xeon E5-2678W samt Board ist eben eine High-End-Plattform ohne OC-Möglichkeit - ich versteh's nicht!
Zusammenfassung und Fazit
Wie so oft gilt, dass es im Server-Segment mehr Leistung gibt, als die meisten Heimanwender je benötigen. Ausnahmen bestätigen jedoch bekanntlich die Regel und genau hier setzt Asus an: Das Z9PE-D8 WS liefert eine famose Ausstattung bietet praktisch alles, was was das Herz begehren könnte - für stolze 450 Euro wohlgemerkt. Angesichts der fast 1.700 Euro pro Xeon E5-2678W verkommt diese Summe jedoch zu Peanuts und die 170 Euro für 32 GiByte Adata-Speicher sind dann nur noch Formsache. Die Leistung eines Xeon E5-2678W liegt zumindest bei starkem Multithreading bereits deutlich über einem Core i7-3960X, zwei der Achtkerner liefern eine im Workstation-Segment unschlagbare Leistung - mehr Power mit nur zwei Sockeln ist kaum möglich (Consumer-Boards mit Sockel G34 existieren praktisch nicht) und die Effizienz unter Last spricht für sich.
Wer also auch daheim oder (semi)professionell, beispielsweise für Videobearbeitung, diese Leistung benötigt, für den sind die rund 4.000 Euro zwar sicherlich kein Schnäppchen, könnten sich jedoch auszahlen - denn auch Zeit ist Geld. Spieler hingegen ziehen kaum bis überhaupt keinen Nutzen aus einem Xeon-Rechner, wer aber während dem Render-Vorgang Diablo 3 schnetzeln möchte, der muss sich zumindest nicht um zu wenig Leistung sorgen ;-) und wer bis zum zweiten Halbjahr 2013 der Meinung ist, zwei Xeon E5-2678W seien zu langsam - nun, dann wechseln Sie einfach auf zwei zehnkernige Ivy-Bridge-EP-Prozessoren.

aber mich würde mal interessieren wie der dual xeon hier abschneidet
http://extreme.pcgameshar...
ganz ehrlich nur zwei Cpus rein bauen und strom an schlissen und das ganze einen "test" nennen ist das hier etwas arm,hier wird etwas wenig geboten!!!!!da habt Ihr schon bessere TESTS erstellt
Mehr Ausrufezeichen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!1!!1eins!elf
ganz ehrlich nur zwei Cpus rein bauen und strom an schlissen und das ganze einen "test" nennen ist das hier etwas arm,hier wird etwas wenig geboten!!!!!da habt Ihr schon bessere TESTS erstellt
Ich denke das dann noch höhere FPS möglich sind