Sacred 2 Remaster vor Release: Hintergründe zur Restaurierung und Hoffnung für die Zukunft
Kurz vor dem Release von Sacred 2 als Remaster gibt THQ spannende Einblicke in die Restaurierung des Action-Rollenspiels - und macht Hoffnung für die Zukunft.
Die Ankündigung eines Remasters von Sacred 2 war eine der größeren Überraschungen der Gamescom. Nun steht am 11.11. schon die Veröffentlichung an; Grund genug für THQ und das Studio Sparklingbit, über die Schwierigkeiten bei der Restaurierung zu sprechen.
Sacred 2: So aufwendig war der Remaster
Schnell ein paar Texturen per KI hochrechnen und die Steuerung optimieren, genügt bei einem Remaster? Zumindest bei Sacred 2 geht diese einfache Rechnung nicht auf, wie THQ und der Partner Sparklingbit klarstellen. Sacred 2 erschien im Oktober 2008 und wie Franz Stradal, einer der ursprünglichen Köpfe hinter Sacred, erklärt, war die Codebasis des Originals unvollständig und es fehlten Quelldateien. Es gab auch keinen Original-Editor und viele der SDKs/Tools wie die Wegfindung wurden nicht mehr unterstützt. Letztlich musste man große Teile des Codes von Grund auf neu schreiben. Und das dürfte auch eine gute Erklärung dafür sein, dass man mit Sacred 2 angefangen hat - und nicht mit Sacred 1. Hier ist die Codebasis noch einige Jahre älter.
Genutzt wurde die überarbeitete proprietäre Engine des Originalspiels. Bei der Umstellung der Engine auf 64 Bit mussten gleich mehrere Subsysteme modifiziert werden. Der Render-Stack sei zu "100 % neu" und wurde mit "The Forge" als DX12-Renderer implementiert. PhysX wurde von Version 1 auf Version 5 aktualisiert, ohne Apex. Insgesamt gibt es allein 8.000 Änderungslisten, also nicht nur einzelne Änderungen, darunter eine benutzerdefinierte Wegfindung mit alten Navigationsdaten, sodass NPCs und Gegner die Bewegung nicht mehr blockieren. Das Bink-Videoformat wurde zum Beispiel auf MP4 umgestellt.
Es gebe zwar keine speziellen Modding-Tools, aber die Community könne ihre Mods jetzt noch einfacher erstellen und portieren. Apropos Community: Man habe ausgewählte Teile der Community-Patches und -Korrekturen in die Remaster-Version integriert, die mit der neuen Codebasis kompatibel sind und keine Exploits enthalten. Dabei habe man eng mit den Community-Entwicklern zusammengearbeitet. Das Steam Deck soll in der Zukunft unterstützt werden.
Gute Aussichten für die Zukunft?
Am Ende des Hintergrundvideos verspricht Franz Stradal noch viel mehr Abenteuer in Ancaria. Eines der genannten Projekte dürfte Last Pixel of Ancaria sein, über das künftige Kickstarterprojekt hat PCGH bereits berichtet. Es soll im April 2026 erscheinen, noch kann man das klassische 16-Bit-Rollenspiel im Sacred-Universum aber nicht unterstützen.
Wörtlich heißt es zur Zukunft von Sacred: "Sacred ist zurück, aber das ist nicht das Ende. Es ist erst der Anfang. Und wir möchten, dass ihr, die Mitspieler, Teil dieser Reise seid. Wir haben noch so viel mehr für die Zukunft von Ancaria geplant. Es gibt noch so viele Geschichten zu erzählen - und wir werden sie erzählen. Also bleibt dran und freut euch auf das, was kommt".
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Grüße
phila
Wenn sich also das Remaster mit Controller auf meinem Legion Go flüssig spielen ließe, wäre mir das im Moment mehr als genug. In dieser Hoffnung werde ich mir Sacred 2 Remastered gleich morgen auf GoG holen. An irgendeine Forsetzung oder ein Spinoff denke ich im Moment nicht.
Grüße
phila