4 Jahre alte gegen aktuelle SSD: Lohnt sich das Upgrade? [Special der Woche]
SSDs altern wie jede andere Hardware auch. Doch ist es bei den Flashspeichern so wie bei den Grafikkarten, wo es sinnvoll ist, die Komponente zumindest alle paar Jahre zu tauschen? PC Games Hardware geht dieser Frage nach, indem wir ein aktuelles gegen ein vier Jahre altes SSD-Laufwerk im Test antreten lassen.
Anmerkung: Dieser Special hatte die meisten Seitenaufrufe diese Woche. Aus diesem Grund veröffentlichen wir es heute erneut.
Quelle: PCGH
Alte gegen neue SSD: Lohnt sich das Upgrade? (0)
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Hardware hat ein Verfallsdatum. Dieses befindet sich zwar nicht abgedruckt auf der Verpackung, ist aber spätestens dann erreicht, wenn die Komponente ihren angedachten Zweck nicht mehr ausreichend erfüllt. Während sich bei Prozessoren der Markt etwas abgekühlt hat, gehören Grafikkarten zu den eher kurzlebigen Produkten. Nun hat sich auch die SSD zu den performance-kritischen PC-Teilen hinzugesellt - kaum eine Hardware hat so einen großen Einfluss auf die gefühlte Leistungsfähigkeit des Rechners wie die Laufwerke, welche die Daten auf Flashbausteinen speichern.
Damals, als die Performance-Sprünge noch groß waren...
Viele Nutzer erinnern sich noch gut daran, welchen Leistungsschub der Austausch der Festplatte mit einer SSD als Betriebssystembehausung mit sich brachte. Stammt die SSD dabei aus einer der ersten Generationen, stellt man beim Vergleichen der Leistungsdaten fest, dass moderne SSDs auf dem Papier nicht selten doppelt so schnell wie ihre älteren Pendants sind. Lohnt sich also ein Umstieg? Was wir schon ohne Messung feststellen können: Einen Leistungssprung, den man vom Umstieg von einer HDD auf eine SSD erreichte, wird man bei einem Umstieg von SSD auf SSD auf absehbare Zeit nicht mehr erleben. Der Grund dafür ist, dass beim Umstieg von HDDs auf SSDs die Zugriffszeiten durch den Wegfall der Mechanik sich auf etwa ein Tausendstel des bisher üblichen Wertes verringerten. Die gleiche Verringerung der Zugriffszeiten bei modernen SSDs würde Zugriffszeiten verlangen, die schon im Bereich derer von DDR3-RAM lägen. Und bis diese erreicht werden, dürfte noch etwas Zeit ins Land ziehen; und vor allem wird diese Verbesserung sehr wahrscheinlich in vielen kleinen Schritten, anstatt in einer einzigen abrupten Verbesserung stattfinden. Der Nutzer wird sich also kontinuierlich daran gewöhnen, zwischen den einzelnen Schritten aber keine fühlbare Verbesserung feststellen.
Was bringen aktuelle SSDs in der Praxis?
Wie stark fallen aber die Verbesserungen von SSDs in der Praxis aus? Um das herauszufinden, haben wir uns ein aktuelles und ein älteres Laufwerk aus unserem Testmuster-Bestand ausgesucht. Beim Ersteren handelt es sich um die Plextor M6 Pro vom August 2014, beim Zweiten um die Samsung SSD 470 mit ebendieser Speicherkapazität. Das Samsung-Laufwerk erschien im August 2010 und kostete damals schlappe 550 Euro.
| Plextor M6 Pro (256 GB) | Samsung SSD 470 (256 GB) | |
|---|---|---|
| Erschienen im | August 2014 | August 2010 |
| Preis zum Release | Ca. € 150,- | Ca. € 560,- |
| Sequenziell Lesen | 545 MB/s | 250 MB/s |
| Sequenziell Schreiben | 490 MB/s | 220 MB/s |
| IOPS Lesen/Schreiben | 100k/86k | 31k/21k |
| DDR-Cache | 512 MiB | 256 MiB |
Die Laufwerke sollen aufgrund der gleichen Kapazität gut vergleichbar sein, da SSDs sogar innerhalb ihrer Serie mit steigender Kapazität oft große Leistungsschwankungen unterliegen können. Wir überprüfen dabei die Leistung der Laufwerke in zwei Spielen beim Laden von Spielständen, unserem Standard-SSD-Kopiertest mit 50.000 Dateien mit insgesamt 10 GiByte und dem Klassiker "Windows-Start". Als Basis unserer Messungen dient Windows 8, das auf einer getrennten SSD eingerichtet und dann auf unsere beiden Test-Laufwerke gespiegelt wurde.
Messungen
Fazit: Lohnt sich der SSD-Umstieg
Die richtige Antwort hängt vor allem von der Art ab, wie Sie Ihren Rechner verwenden. Wenn Sie fast nur spielen, werden Sie den Umstieg von einer älteren auf eine neuere SSD kaum bemerken. Beim Laden von Spielen sind zu viele Komponenten beteiligt, als dass der Unterschied zwischen schnellen und weniger schnellen SSDs stark ins Gewicht fallen könnte. Die wichtigste Eigenschaften - hohe IOPS und kurze Zugriffszeiten (im Vergleich zu HDDs) - sind bereits bei älteren SSDs stark genug ausgeprägt, sodass Sie nur selten große Unterschiede feststellen werden. Sofern Ihnen die Kapazität ihrer SSD reicht, gibt's hier also keinen zwingenden Grund für einen Umstieg. Nur wenn eine extrem hohe Anzahl kleiner Dateien geladen werden müssen - wie eben beim Windows-Startvorgang - können sich neuere Solid State Drives absetzen. Wandern über Ihr Laufwerk aber regelmäßig große Datenmengen, sodass die deutlich höheren sequenziellen Schreibraten aktueller SSDs regelmäßig ausgereizt werden, ist mit modernen Flash-Laufwerken durchaus eine erhebliche Zeitersparnis möglich. Der größte Vorteil ist aber auch hier die gestiegene Kapazität der Laufwerke.
Welche SSDs zum Kauf empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserer SSD-Kaufberatung. Einen Blick ist auch unsere Analyse des Wertverlustes bei SSDs wert. Ebenso finden Sie bei uns Grundlagentipps zu SSDs.


Hab auch noch eine gut 4,5 Jahre alte OCZ Vertex LE drin. Auf 250 GB hochgerechnet hätte die damals genau 800 Euro gekostet ^^. Da das gute Stück noch wie eine 1 läuft, hatte ich nie einen Grund die zu wechseln. Einzig mehr Speicherplatz wäre super. Gefragt habe ich mich aber schon seit Jahren, wie die aktuellen SSDs im Vergleich dazu performen. Der Kurztest bestätigt meine Vermutungen soweit ganz gut. Ich werde nach wie vor auch die nächsten SSDs "ignorieren" und auf Speicherlösungen mit neuer Anbindung setzen. Hoffe da passiert 2015 mal was!
Für mich nicht relevant, da ich keine so alten SSDs habe (kommt ein neues System gibts neue SSD´s).
Da ich aber regelmäßig Rechner für andere baue wo inzwischen auch ältere drin sind kann ich mir merken das sich das Tauschen deren System-SSD lohnt, der Tausch der SSD auf der sich die Spiele Partition befindet aber nicht.
SSD 470 kaufen, wo kann man die
kaufen?
Aber Titanfall hat halt unkomprimierten Audio dabei, das müsste sich theoretisch auch komprimieren lassen.
Aber selbst wenn hätte ich immer noch 20 GB (System, Office, Programme (Photoshop usw)) + 40 GB Titanfall also immer noch 100 GB über für viele andere Dinge.
Ich hab' ja jetzt auch 50 GB frei trotz vieler Spiele, Programme, Dateien der Arbeit usw usf.
Die großen Festplatten der letzten Jahre haben die Leute wohl zu faul gemacht auszusortieren oder ihr System auszuquetschen, aber ich bin es gewohnt von früher die Hölle aus meiner Maschine rauszuoptimieren und nicht einfach immer "mehr" zu kaufen, von daher wird meine 160 GB Platte noch eine Weile reichen.
Leider passt sie nicht in den iMac der Freundin, sonst würde ich die Disk eh schon ersetzen