Steigende SSD-Preise: Kommt jetzt die Entwarnung?

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Steigende SSD-Preise: Kommt jetzt die Entwarnung?
Quelle: PC Games Hardware

Nachdem zuletzt weitere SSD-Preissteigerungen erwartet wurden, könnte es jetzt Entwarnung geben: Mehrere Chip-Hersteller sollen die Produktion erhöht haben.

Nachdem die SSD-Preise im vergangenen Jahr merklich gefallen waren, stiegen sie zuletzt vergleichsweise deutlich an und Meldungen über eine begrenzte Produktion bei gleichzeitig hoher Nachfrage sollten für 2024 aus Endkundensicht weiterhin nichts Gutes verheißen. Jetzt berichtet das südkoreanische Nachrichtenmagazin The Chosun Daily, dass die führenden Chiphersteller des Landes, Samsung Electronics und SK Hynix, sowie das japanische Unternehmen Kioxia die Produktion von NAND-Flash-Speicherchips hochgefahren haben.

Die Verlagerung komme demnach zustande, "da sich die NAND-Flash-Schwemme in der Branche abschwächt", nachdem die Nachfrage nach Speicherchips in diesem Jahr wieder angezogen hat. Die allgemeine Nachfrage, mit Ausnahme von NAND mit hoher Kapazität für KI-Rechenzentren, habe sich jedoch noch nicht erholt, weswegen durch die erhöhte NAND-Produktion mit einer Begrenzung der ursprünglich erwarteten Preissteigerungen gerechnet wird.

Kioxia, Samsung und Co. steigern NAND-Produktion

Kioxia, viertgrößter 3D-NAND-Hersteller der Welt, habe die Produktion in zwei Werken kürzlich auf volle Kapazität erhöht, nachdem diese im Oktober 2022 wegen zurückgegangener Nachfrage um 30 Prozent gekürzt worden war. Aufgrund des Überangebots, auch von Chips in Smartphones und anderen elektronischen Geräten, soll auch die NAND-Flash-Produktionskapazität in den Werken von Samsung Electronics und SK Hynix im vergangenen Jahr zeitweise teils auf 20 bis 30 Prozent gesunken sein. Auch Western Digital und Micron fuhren die Produktion dem Bericht nach zurück und reduzierten ihre Produktionskapazität auf unter 50 Prozent.

Jetzt sollen Samsung Electronics, SK Hynix, Kioxia und Western Digital, auf die mehr als 80 Prozent des weltweiten NAND-Flash-Marktes entfallen, ihre Produktion teils bald wieder voll aufnehmen. Demnach ist Samsungs NAND-Flash-Produktionskapazität auf etwa 70 Prozent gestiegen, während SK Hynix die Produktion von NAND-Produkten mit hoher Kapazität, etwa für eSSDs, hochfährt. Western Digital, der drittgrößte NAND-Flash-Hersteller, soll die Produktionsauslastung auf rund 90 Prozent erhöht haben.


NAND-Speicher: Großes Umsatzplus erwartet

"Mit Ausnahme von NAND mit hoher Kapazität, das in KI-Rechenzentren verwendet wird, ist es schwierig zu sagen, dass sich der gesamte NAND-Markt erholt", so Kim Yang-peng, ein Forscher am Korea Institute for Industrial Economics and Trade. "Der plötzliche Produktionsanstieg wird wahrscheinlich zu einem Rückgang der NAND-Preise führen, die zuvor gestiegen sind." Die Marktforscher von Trendforce hatten im Zuge der zuletzt erwarteten Preissteigerungen prognostiziert, dass der Umsatz des NAND-Flash-Marktes in diesem Jahr voraussichtlich 62,4 Milliarden US-Dollar erreichen wird, 63 Prozent mehr als im letzten Jahr.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Neo1972 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Schori
        Die Absprachen müssen erstmal nachgewiesen werden und dann überhaupt verfolgbar sein. Die OPEC wird schließlich auch nicht belangt. Obwohl das nachweislich Preisabsprachen macht.
        Die OPEC unterliegt auch nicht deutschem oder europäischem Recht. Und die zu sanktionieren wird keiner wagen😏
      • Von Neo1972 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Schori
        Die Absprachen müssen erstmal nachgewiesen werden und dann überhaupt verfolgbar sein. Die OPEC wird schließlich auch nicht belangt. Obwohl das nachweislich Preisabsprachen macht.
        Die OPEC unterliegt auch nicht deutschem oder europäischem Recht. Und die zu sanktionieren wird keiner wagen😏
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von ΔΣΛ
        Ja das finde ich schon lange zweifelhaft was da abgeht, wenn die Firmen in einem Land wären wäre es was fürs Kartellamt...
        So machen es die Mineralölunternehmen seit Jahrzehnten, das ist nicht verboten. Einer gibt vor und die anderen ziehen dann nach. Es gab sogar Referenztankstellen, an denen der Preis ein paar Minuten vorher erhöht wurde. Die Konkurrenz hatte da ihre Kundschafter, die das notiert und per Telephonzelle an die Zentrale gemeldet, die dann ebenfalls die Preise erhöht hat - völlig legal.

        Heute geht das bequem übers Internet.
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Die Absprachen müssen erstmal nachgewiesen werden und dann überhaupt verfolgbar sein. Die OPEC wird schließlich auch nicht belangt. Obwohl das nachweislich Preisabsprachen macht.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        hm absprachen,das gefällt mir so garnicht.Aber warum da niemand was bisher getan hatte,kann man als versäumnis der ganzen Ämter sehen.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Ja das finde ich schon lange zweifelhaft was da abgeht, wenn die Firmen in einem Land wären wäre es was fürs Kartellamt...
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