Samsung 860 QVO: Erste Listungen der neuen SSDs mit QLC-Speicherzellen gesichtet

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Samsung 860 QVO: Erste Listungen der neuen SSDs mit QLC-Speicherzellen gesichtet
Quelle: Samsung

Nach Wettbewerbern wie Intel und Crucial wird offenbar auch Samsung in Kürze seine ersten SSDs mit QLC-NAND-Speicher auf den Markt bringen. Listungen bei Händlern gewähren nun einen ersten Ausblick auf technische Eckdaten und Preise.

Im Rahmen des Tech Day hatte Samsung mit dem Modell "860 QVO" seine erste SSD -Reihe für Endkunden mit QLC-NAND-Speicher angekündigt. Mit vier Bit pro Speicherzelle ist die Technik bekanntlich die nächste Steigerung der Speicherdichte von 3D-NAND nach TLC (Triple-Level-Cell) mit 3 Bit, bringt aber unter anderem eine tendenziell geringere Lebensdauer mit sich. Nun wurden bei einigen Händlern erste Listungen der neuen Samsung-Modelle gesichtet, die Ausblick auf Spezifikationen sowie Preise gewähren und eine bevorstehende Markteinführung nahelegen.

Samsung 860 QVO: Die Performance-Werte vom Datenblatt

Demnach bieten die SSDs im 2,5-Zoll-Format mit SATA-6Gbit/s-Schnittstelle bis zu 550 MB/s beim sequenziellen Lesen und bis zu 520 MB/s beim sequenziellen Schreiben, während bis zu 96.000 IOPS beim zufälligen Lesen und 89.000 IOPS beim zufälligen Schreiben erreicht werden. Die Garantiezeit ist mit drei Jahre angegeben, wobei die Lebensdauer in Schreibleistung (TBW) mit bis zu 1.440 TByte beziffert wird - dies dürfte wohl aber nur für das Modell mit 4 TByte gelten.

Vorläufige Preise teils deutlich erschwinglicher

Die Händler listen derzeit Modelle der 860 QVO mit 1 TB (MZ-76Q1T0BW), 2 TB (MZ-76Q2T0BW) und 4 TB (MZ-76Q4T0BW), die sich inklusive Mehrwertsteuer etwa bei 140 Euro, 270 Euro und 540 Euro bewegen würden. Abzuwarten bleibt, ob es sich hier um finale Preise handelt. Damit wären die QVO-Modelle teils deutlich günstiger als die Pendants der Evo-Reihe, die sich bei rund 160 Euro (1 TB), 380 Euro (2 TB) und 850 Euro (4 TB) bewegen. Die Verfügbarkeit der neuen SSDs ist unterdessen teilweise mit Dezember angegeben.

Quelle: via computerbase.de

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    • Kommentare (29)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Bluebird
        was nuzt es wenn 90 % der SSD Top Zellen sind aber 10% total kapput !?
        Stell dir vor, dieses Problem ist auch SSD-Herstellern bekannt. Dagegen sind (bei guten SSDs) zwei Mechanismen eingeführt worden:
        1.) OverProvisioning: Wenn du noch 10% frei hast sindreal deutlich mehr Zellen frei um mehr "Ausweichraum" zur Verfügung zu haben und eben nicht immer nur in die freien 10% schreiben zu müssen
        2.) "Hartes" WearLevelling: Gute SSDs bemerken, wenn große Datenmengen viele Monate unverändert in den gleichen Zellen liegen und andere Zellen bedeutend stärker verschlissen werden - und schieben wenn sonst nichts zu tun ist einfach mal die Daten in andere Zellen im Hintergrund so dass die noch "neuen" bzw. erst einmal beschriebenen Zellen wieder frei sind und alles einigermaßen gleich abgenutzt werden kann. Anders gesagt nur weil du deine Daten nur 1x auf die SSD schreibst und dann liegen lässt bedeutet das nicht, dass die SSD sie nicht nach einigen Monaten mal intern woanders ablegt. Manche SSDs (wie die 840EVO-Serie) macht das grundsätzlich schon nach wenigen Wochen.

        Spätestens bei QLC-Modellen würde ich diese Mechanismen als gesetzt annehmen einfach weil sie von MLC über TLC zu QLC immer wichtiger geworden sind.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Bluebird
        was nuzt es wenn 90 % der SSD Top Zellen sind aber 10% total kapput !?
        Stell dir vor, dieses Problem ist auch SSD-Herstellern bekannt. Dagegen sind (bei guten SSDs) zwei Mechanismen eingeführt worden:
        1.) OverProvisioning: Wenn du noch 10% frei hast sindreal deutlich mehr Zellen frei um mehr "Ausweichraum" zur Verfügung zu haben und eben nicht immer nur in die freien 10% schreiben zu müssen
        2.) "Hartes" WearLevelling: Gute SSDs bemerken, wenn große Datenmengen viele Monate unverändert in den gleichen Zellen liegen und andere Zellen bedeutend stärker verschlissen werden - und schieben wenn sonst nichts zu tun ist einfach mal die Daten in andere Zellen im Hintergrund so dass die noch "neuen" bzw. erst einmal beschriebenen Zellen wieder frei sind und alles einigermaßen gleich abgenutzt werden kann. Anders gesagt nur weil du deine Daten nur 1x auf die SSD schreibst und dann liegen lässt bedeutet das nicht, dass die SSD sie nicht nach einigen Monaten mal intern woanders ablegt. Manche SSDs (wie die 840EVO-Serie) macht das grundsätzlich schon nach wenigen Wochen.

        Spätestens bei QLC-Modellen würde ich diese Mechanismen als gesetzt annehmen einfach weil sie von MLC über TLC zu QLC immer wichtiger geworden sind.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigYundol
        Das ist teilweise so. Man hat öfters noch eine Chance Daten zu retten bei HDDs. Allerdings muss man auch hier viel Glück haben.
        Sollte ich aber irgendwann mal 4x10TB SSD drin stecken haben, könnte ich meine Datensammlung aktuell relativ locker komplett auf 2 SSDs spiegeln xD
        Und einfach alles doppelt auf SSD vorhanden zu haben und das Wichtigste noch ein 3. Mal an einem zweiten Standort ist sicherlich sicherer als zu hoffen, dass bei einem HDD-Crash noch was zu retten ist.

        Aber zuerst muss es mal bezahlbare 10TB-SSD geben ^^
        Bei einer HDD ist eigentlich immer das meiste zu retten. Das hat nix mit Glück sondern mit Physik zu tun. Meist ist dann doch nur eine Spur oder der Lesekopf kaputt. Je nachdem wie wichtig einem das ganze ist, nimmt man halt Geld in die Hand, geht zum Datenrettungsdienst und hat alles wieder.
      • Von BigYundol BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Zum Daten ablegen eignen sich HDDs immer noch vielfach besser (selbst bei Ausfall kann man Daten retten, das ist bei SSDs nicht gegeben).
        Als reines Datengrab habe ich ein NAS mit 4x4TB, das ich wohl nächstes Jahr auf 4x 10 umrüsten werde. Aber die 4TB interne SSD die ich mir weiter oben gewünscht hab' wird dann meine Videoschnitt/Arbeitsplatte für mein Zen 3/Intel Next Gen (wer auch immer dann ein gutes Angebot stellt) Gespann. Vorfreude ist die beste Freude und ich freu' mich eben schon dann mal wieder ordentlich was am System zu ändern
        Das ist teilweise so. Man hat öfters noch eine Chance Daten zu retten bei HDDs. Allerdings muss man auch hier viel Glück haben.
        Sollte ich aber irgendwann mal 4x10TB SSD drin stecken haben, könnte ich meine Datensammlung aktuell relativ locker komplett auf 2 SSDs spiegeln xD
        Und einfach alles doppelt auf SSD vorhanden zu haben und das Wichtigste noch ein 3. Mal an einem zweiten Standort ist sicherlich sicherer als zu hoffen, dass bei einem HDD-Crash noch was zu retten ist.

        Aber zuerst muss es mal bezahlbare 10TB-SSD geben ^^
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Es gab in der Vergangenheit doch bereits genug Empfehlungen, eine SSD nicht als Datengrab zu benutzen, da, wenn diese zu lange stromlos lagern dies zu Datenverlust führen kann (fehlender "Refresh").
        Ob der neue QLC-Speicher da besser abschneidet wage ich zu bezweifeln.
        Schätze eher, dass durch die höhere Packdichte, das Problem noch verschärft wird.

        Solche SSDs, wenn sie denn noch (wesentlich!) günstiger werden, wären aber z.B. gut als "Gaming-SSD" geeignet.

        mfg
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Arkintosz
        Also ganz zu Anfang als SSDs neu herauskamen, gab es einige Modelle, die einfach einen schlechten Controller hatten. Er ging zwar nicht kaputt, hat aber irgendwann Datenverlust verursacht usw. Die Zellen waren auch noch heil, nur der Inhalt ging verloren.
        Dann gibt es sehr billige SATA-SSDs, auch heute noch, die den Controller unzureichend kühlen, sodass er bei normaler Last schon auf hohe Temperaturen kommt. Da können natürlich tendenziell auch Defekte durch Mikrorisse usw. auftreten.

        Aber allgemein finde ich SSDs um Welten verlässlicher als Festplatten, und eine halbwegs hochwertige SSD, wie eine Samsung Evo oder Pro hat auch keine Kinderkrankheiten oder schlechte Kühlung, die vorzeitige Ausfälle verursachen - zumindest aktuell nicht. Man kann sich also schon sicher sein, dass man seine SSD 600(3D TLC), bzw. 1.200(3D-MLC) mal komplett überschreiben kann, bis eben die Zellen aufgeben.
        Bei einer Festplatte ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass sie schon defekt ankommt, und auch im Betrieb reicht teilweise ein kleiner Stoß aus, um sie zu zerstören. Mal abseits der S/L-Kopf-Problematik, der bei manchen Modellen wegen einer ungünstigen Firmwareeinstellung auch frühzeitig ausgefallen ist usw.

        Der Hauptgrund, keine SSD als Datengrab zu verwenden, ist meiner Meinung nach der Preis. Und wenn es mal günstig genug wird, spricht wahrscheinlich tendenziell die Haltbarkeit wieder mehr dagegen als heute. Wie es dann in der Praxis aussieht wird sich zeigen.
        Flash hat generell Haltbarkeitsprobleme und ist nicht zuverlässig.
        Und nein, SSDs, auch wenn du jetzt eine Consumer-SSD nennst von einem zuverlässigen Hersteller - sind nicht sicherer als eine HDD. Ganz einfach aus dem Grund, dass der Ausfall des Kontrollers ALLE Daten lahmlegt. Natürlich hat eine unbedacht behandelte HDD beim Schreibvorgang ein Problem. Aber wer seinen PC nicht mit Füßen tritt, dem passiert es eher selten, dass eine HDD kaputt wird. Alle meine HDDs (ich hatte deren ca 40) leben nach wie vor, bzw. lebten bis zum Schluss und liegen jetzt im Kasten und ich kann jederzeit Daten davon runterholen. Bei SSDs ist auch das nicht gesichert.

        Eine SSD würde ich also wenigstens spiegeln und die Endlagerung würde wieder eine HDD übernehmen.

        Und nein, ich rede nicht von Kinderkrankheiten, die gab es natürlich, aber die meine ich nicht. Sondern konzeptionelle Krankheiten. EIne Samsung 850 Pro hat inetwa ähnlich hohe Ausfallraten wie diverse WD Laufwerke. Nur sind dann halt immer alle Daten weg. Tjo pech gehabt dann
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