Riesen-SSDs: 1.000 Schichten und erschwingliche 20 TB erwartet

9
News Norman Wittkopf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Riesen-SSDs: 1.000 Schichten und erschwingliche 20 TB erwartet
Quelle: PCGH

Speicherhersteller Kioxia will in den nächsten Jahren einen großen Sprung bei der Speicherkapazität von SSDs mithilfe von 1.000-Layer-Chips erreichen.

Während HDDs in den letzten Jahren die Kapazitätsgrenzen deutlich nach oben verschoben haben, treten SSDs im Consumer-Bereich mit häufig 4 bis 8 TB als Obergrenze bereits seit einiger Zeit eher auf der Stelle. Dabei arbeiten die Hersteller von Speicherchips bekanntlich fortlaufend daran, immer mehr Schichten zu stapeln, um SSDs mit größerer Kapazität zu ermöglichen.

Der japanische Hersteller Kioxia hat nun laut PC Watch auf der International Solid-State Circuits Conference (ISSCC) verkündet, dass die Entwicklung von 3D-NAND auf dem besten Weg ist, bis 2027 1.000 Layer zu erreichen, wie Hot Hardware hierzu berichtet. Zum Vergleich: Viele verbreitete Modelle, wie Samsungs 990 Pro, bestehen aus TLC-NAND-Flash-Speicherchips (Triple-Level Cell) mit 176 Schichten.

Günstige SSDs mit 20 TB erwartet

SK Hynix kündigte im letzten Jahr die Massenproduktion von 3D-NAND mit 238 Schichten an, während Micron bereits länger auf 232 Schichten setzt. Samsung plant ähnlich wie Kioxia mit 1.000-Layer-Designs, allerdings bis 2030. Noch vor gut vier Jahren waren 128 Layer ein Novum. Wie der Bericht anmerkt, sind die technischen Herausforderungen nicht ohne, denn abseits vom Stapeln geht es auch um Herausforderungen wie Kanalwiderstand und Signalrauschen.

Um dies zu umgehen, müssten Kioxia und Co. demnach von Triple-Level-Cell (TLC mit 3 Bits pro Zelle) zu Quad-Level-Cell (QLC mit 4 Bits pro Zelle) oder vielleicht sogar Penta-Level-Cell (PLC mit 5 Bits pro Zelle) übergehen. So könnte die Herstellung einer 20-TB-SSD etwa 120 bis 150 US-Dollar kosten und für 250 bis 350 US-Dollar verkauft werden, heißt es. Dies entspricht etwa dem Preis aktueller 20-TB-Festplatten.

Ihre Meinung ist gefragt!

Was sagen Sie zu den 1.000-Layer-SSDs? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

9
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sajuk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mehr Speicher wäre immer willkommen.
        Es bleibt aber letztlich eine Preisfrage. 800€ und was da Teils sonst für Preise aufgerufen werden ab Kapazitäten über 4TB sind im Consumer Segment nicht mehr Tragbar.
        Als es die Samsung 8TB bei Amazon für 300€ das Stück gab hab ich mir 4 Stück für mein Storage gegönnt.
        Klar, auch schon ein teurer Spaß, vor allem wenn man HDDs in den Vergleich nimmt wo man fürs selber Geld 4x 16TB bekommen hätte. Aber mir war Performance (vor allem Lesend) und Geräuschkulisse wichtiger.
        Die "Lebensdauer" einer QLC juckt da auch nicht da die SSDs nicht Intensiv neu beschrieben werden und zudem 24x7 laufen, somit kann die Firmware immer die Spannungszustände überwachen und damit die Datenqualität aufrecht erhalten.
      • Von Sajuk Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mehr Speicher wäre immer willkommen.
        Es bleibt aber letztlich eine Preisfrage. 800€ und was da Teils sonst für Preise aufgerufen werden ab Kapazitäten über 4TB sind im Consumer Segment nicht mehr Tragbar.
        Als es die Samsung 8TB bei Amazon für 300€ das Stück gab hab ich mir 4 Stück für mein Storage gegönnt.
        Klar, auch schon ein teurer Spaß, vor allem wenn man HDDs in den Vergleich nimmt wo man fürs selber Geld 4x 16TB bekommen hätte. Aber mir war Performance (vor allem Lesend) und Geräuschkulisse wichtiger.
        Die "Lebensdauer" einer QLC juckt da auch nicht da die SSDs nicht Intensiv neu beschrieben werden und zudem 24x7 laufen, somit kann die Firmware immer die Spannungszustände überwachen und damit die Datenqualität aufrecht erhalten.
      • Von Terracresta BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von BxBender
        Ich warte ja noch auf die Markteinführung der erschwinglichen Tesa-Rolle als Speichermedium.
        Einfach bei Rossmann für 79 Cent pro Terrabyte mit einpacken.
        Man muss sich einfach daran festhalten und die Entwicklung nicht abreißen lassen.
        Wahrscheinlich sind sie davon abgewichen, da Tesa qualitativ nicht mehr so gut ist (war es das jemals oder nur durch Werbung gespusht?).
        Hatten uns paar Rollen Paketklebeband von Tesa gekauft und man sie die von mieser Qualität (dünn, reißt viel zu leicht). Da sind günstigere No-Name Produkte ja besser als diese.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ich warte ja noch auf die Markteinführung der erschwinglichen Tesa-Rolle als Speichermedium.
        Einfach bei Rossmann für 79 Cent pro Terrabyte mit einpacken.
        Man muss sich einfach daran festhalten und die Entwicklung nicht abreißen lassen.
      • Von nico21784 PC-Selbstbauer(in)
        Das klingt für mich erstmal nach einer Verringerung der Lebensdauer. Da größere SSD aber vorrangig für die Sicherung genutzt werden, wäre das kontraproduktiv. Ich nutze SSD im Synology, da er unweit des Essbereiches steht und will nichts Anderes mehr. Die Ruhe und die Performance ist zweifellos komfortabel. Hier könnte die 2,5“-SSD endlich wieder aufblühen.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        "denn abseits vom Stapeln geht es auch um Herausforderungen wie Kanalwiderstand und Signalrauschen.
        Um dies zu umgehen, müssten Kioxia und Co. demnach von Triple-Level-Cell (TLC mit 3 Bits pro Zelle) zu Quad-Level-Cell (QLC mit 4 Bits pro Zelle) oder vielleicht sogar Penta-Level-Cell (PLC mit 5 Bits pro Zelle) übergehen."

        Ähm nein, um weniger Probleme mit Signalrauschen und Widerständen zu haben müsste man im Gegenteil WENIGER Bits pro Zelle speichern und entsprechend weniger Spannungszustände sicher unterscheiden können. Aber das geht keinesfalls, denn dadurch würden die SSD teurer und die Gewinnmarge kleiner. Das darf keinesfalls passieren.

        Mit den großen SSDs (>16TB) ists son bisschen wie mit den großen HDDs/HAMR (>30TB) im Consumerbereich. Alle kündigen es zig Jahre an aber liefern kann/will keiner (mit dem kleinen Unterschied, dass SSDs mit 100+ TB technisch gar kein Problem sind und auch existieren, HDDs mit >30TB dagegen technisch bisher nur im Labor laufen wenn überhaupt).
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk