Externe Festplatte für 17 Euro pro TB: Wo HDDs gegenüber SSDs noch punkten können
HDD oder SSD? Bei Notebooks und Desktop-PCs ist der Kampf längst entschieden, doch mit ihrer hohen Kapazität und einem ungeschlagenen Preis pro TB sind externe Festplatten weiterhin als Medium zur Archivierung und Datensicherung angesagt.
Auch wenn moderne Festplatten in völlig anderen Dimensionen liegen, was die Speicherdichte, Kapazität und Geschwindigkeit angeht, ist es schon bemerkenswert, dass von den Nachfolgern der 1956 veröffentlichten ersten Festplatte, der 3,75 MB fassenden IBM 350, heute immer noch über 100 Millionen Stück pro Jahr abgesetzt werden: Einerseits weil der ähnlich funktionierende Trommelspeicher bereits seit den 1970er-Jahren nicht mehr produziert wird, andererseits weil SSDs seit Ende der 2000er zunehmend im Mobil- und Desktop-Markt Verbreitung finden.
Interne HDDs in immer weniger Fertigrechnern
Gerade bei Notebooks sind HDDs mittlerweile eine absolute Ausnahmeerscheinung: Im PCGH-Preisvergleich gibt es gerade noch zwei(!) von über 4.400 gelisteten Laptops, die seit 2023 erschienen und mit einer HDD ausgestattet sind. Auch in den meisten Komplett-PCs steckt oft keine Festplatte mehr, mit 107 aus über 2.400 Geräten sieht die Quote nur unwesentlich besser aus. PCGH-Leser kennen natürlich die Gründe dafür: Für den Mobileinsatz sind insbesondere die höhere Stoßfestigkeit und Energieeffizienz durch den Wegfall mechanischer Komponenten von Vorteil, während aktuelle NVMe-SSDs einfach zu große Leistungsvorteile bei der Zugriffsgeschwindigkeit und den Übertragungsraten gegenüber Festplatten bieten, welche für ein schnelles Betriebssystem und immer mehr Spiele unverzichtbar geworden sind.
Anders sieht es hingegen noch bei externen Datenspeichern aus, hier erfreuen sich neben mobilen SSDs auch weiterhin externe HDDs hoher Beliebtheit. Während die SSDs mit typischen Kapazitäten von 1 bis 4 TB in den meisten Fällen für den schnellen Datentransport genutzt werden dürften, verhält es sich bei den Festplatten anders: Auf Mobilität getrimmte HDDs im 2,5-Zoll-Format gibt es zwar immer noch, nachgefragt werden aber vor allem massive Speicherlösungen, die teilweise dutzende TB Speicherkapazität durch die Kombination mehrerer HDDs bieten. Bis 24 TB reicht dank der gestiegenen Speicherdichte derzeit sogar nur eine 3,5-Zoll-HDD - Modelle mit über 30 TB Kapazität wurden bereits angekündigt.
Externe HDDs immer noch mit großem Preisvorteil
Ursächlich dürften dafür vor allem zwei Umstände sein: Derartige Datenmengen dürften Privatpersonen fast ausschließlich für Archive und Sicherungskopien von Medien wie Videos, Musik und Bilder nutzen, auf die nur gelegentlich zugegriffen und daher auch keine extrem hohe Geschwindigkeit benötigt wird. Zudem haben HDDs immer noch einen großen Vorteil, nämlich die geringeren Kosten: Den niedrigsten Preis pro TB bietet derzeit die WD Elements Desktop 18 TB, die dank einer Rabattaktion bei Amazon derzeit für 308,99 Euro im Angebot ist, was einem Preis von etwa 17,16 Euro pro TB entspricht.
Die externe SSD mit dem niedrigsten Preis pro TB ist hingegen die Crucial X6 Portable SSD 4 TB, die es mit 215,99 Euro auf etwa 53,99 Euro pro TB bringt. Die externe Festplatte bietet in dieser Gegenüberstellung also 350 Prozent mehr Kapazität bei lediglich 43 Prozent Aufpreis. Pro TB ist die WD-HDD damit 68 Prozent günstiger als die Crucial-SSD. Solange der Preisunterschied nicht deutlich zusammenschrumpft, dürften externe Festplatten für die typischen Einsatzzwecke weiterhin hoch im Kurs stehen.
Nutzen Sie noch HDDs im Gaming-PC oder kommen bei Ihnen nur noch externe Festplatten zum Einsatz? Setzen Sie vielleicht nur noch ausschließlich auf SSDs? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Bei mir stellt sich nämlich aktuell die Frage, ob ich meine ca. 15 Festplaatrn (mehr oder weniger) auf SSD sichern sollte oder eher suf einer HDD. Mehrere Sicherungen sollen erfolgen, das ist klar. Aber unsicher bei SSD und HDD, welche Technologie die ausfallsicherste sein könnte.
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Bei mir stellt sich nämlich aktuell die Frage, ob ich meine ca. 15 Festplaatrn (mehr oder weniger) auf SSD sichern sollte oder eher suf einer HDD. Mehrere Sicherungen sollen erfolgen, das ist klar. Aber unsicher bei SSD und HDD, welche Technologie die ausfallsicherste sein könnte.
Abgesehen von meinen Laptops, bei denen ich seit Jahren keine HDDs mehr nutze, habe ich mir nach vielen Jahren gerade meinen ersten Rechner neu aufgebaut, der komplett auf HDDs verzichtet (1 TB NVme für das System, 2 TB NVme für Spiele und 2 TB SATA SSD für Daten). Vom Platz her auf lange Zeit für mich ausreichend und teuer war das auch nicht.
Auch extern nutze ich nur noch SSDs, die mit mindestens 10 Gbps angebunden sind und auch wenn es natürlich günstiger ist, bei großen Datenmengen auf so etwas wie eine 18 TB HDD zurückzugreifen, hätte ich allein schon wegen des langen Datentransfers überhaupt keine Lust darauf.
Die Zeiten sind für mich vorbei, auch SSDs haben mittlerweile TBW-Werte, die man nie erreichen wird und eben niemals einen mechanischen Defekt.
Und vor allem muss man sie nicht mit Schlüpfer-Gummis im Gehäuse aufhängen, um deren Vibrationen zu entkoppeln, wobei man die HDDs auch damit immer noch etwas hören wird.
Vor 20 Jahren habe ich mich noch gefragt, wie schnell und groß Festplatten in der heutigen Zeit wohl sein werden, ob die irgendwann mit 50.000 UPM drehen, was das für Geräusche machen und wie viel Wärme das erzeugen wird und welche Schnittstelle die Teile dann haben und dann kam längst etwas, was man sich damals noch nicht massentauglich vorstellen konnte.
Wenn man wirklich unglaublich große Datenmengen hat und die Zeit keine Rolle spielt, sind HDDs natürlich noch unschlagbar. Dennoch sind es Auslaufmodelle für mich und jetzt bin ich wieder an dem Punkt, an dem ich mich frage, wodurch die SSD in 20 Jahren längst abgelöst wurde.
Wäre schade drum...
Die Bildschirme wurden ja auch deshalb so groß, damit man die Countdowns gut sehen
kann.