Ziemlich offensichtlich: Laut Phison setzen sich PCI-E-5.0-SSDs erst 2024 durch
PCI-E-5.0-SSDs werden sich erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 durchsetzen, prognostiziert Phison-CEO K.S. Pua. Laut einem Bericht von Digitimes räumt Pua ein, dass die nächste SSD-Generation mit PCI-Express 5.0 höchstwahrscheinlich die 4.0-Vorgänger nicht vor dem nächsten Jahr ablösen wird.
Schon mit der Intel-Alder-Lake-Generation wurde PCI-Express 5.0 eingeführt, wenn auch nur am Grafikkarten-x16-Slot. Mit den AM5-Mainboards für Ryzen 7000 kamen im Herbst 2022 die ersten M.2-Schnittstellen mit PCI-Express 5.0 für SSDs auf den Markt. Seitdem warten wir auf SSDs, die diese Schnittstelle auch nutzen. Nun konnten wir zwar bereits mit der Gigabyte Aorus-Gen-5-10000-SSD eine 5.0-SSD testen, aber auf dem Markt ist sie noch immer nicht erhältlich. Auch auf der Aorus-SSD sitzt der E26-Controller von Phison, welcher der erste 5.0-Controller auf dem Markt sein wird.
Warum tauen PCI-Express-5.0-SSDs erst so spät auf?
Es gibt mehrere mögliche Gründe, warum PCI-E-5.0-SSDs bis zum zweiten Halbjahr 2024 im Schatten ihrer Vorgänger stehen werden. Allen voran der heftige Preisverfall von PCI-Express-4.0-SSDs und der aktuell noch ziemlich geringe Mehrwert von der schnelleren Schnittstelle. Die mangelnde Verfügbarkeit kurz vor dem zweiten Quartal 2023 wird eine große Rolle bei den Entscheidungen der Menschen spielen, wenn es darum geht, PCI-E-5.0-SSDs in ihre Systeme einzubauen. Wie bei vielen neuen Technologieprodukten werden die neuen PCI-E-5.0-SSDs zu relativ hohen Preisen verkauft.
Laut Digitimes wies Pua darauf hin, dass die Herstellerpartner PCI-Express 5.0 nur langsam übernehmen. Die Gerätehersteller scheinen vorsichtig zu sein und dieses spezielle Upgrade nur langsam zu liefern, selbst bei ihren Flaggschiffprodukten. Quellen aus der Industrie, die mit Digitimes gesprochen haben, deuten darauf hin, dass der Übergang zu PCI-E 5.0 langsamer als erwartet erfolgt ist. Da abgesehen von den gestiegenen Kosten für neuere Technologien keine potenziellen Gründe genannt wurden, wird vermutet, dass weitergehende makroökonomische Einflüsse (Rezession, Inflation usw.) die langsame Akzeptanzrate beeinflussen.
Pua stellte fest, dass es im Gegensatz zum Gesamtmarkt einige Lichtblicke bei der Verbreitung von 5.0-SSDs gibt. Er wies darauf hin, dass PC-Hersteller, die auf E-Sports und die Erstellung von Inhalten abzielen, grüne Triebe ausgemacht haben. Einer dieser PC-Hersteller könnte MSI sein, der auf der CES 2023 im Januar seine Gaming-Laptops mit PCI-Express-5.0-SSDs aufgerüstet hat.
Pua erwähnte zudem, dass die 5.0-Controller von Phison, einschließlich des E26, mit 7-nm-Technologie gefertigt werden. Das bedeutet, dass Phison den Herstellungsprozess noch verfeinern und die Controller vielleicht noch kühler machen kann, bis 5.0 zum Mainstream wird. Die bevorstehende Markteinführung von Prozessoren und die Erneuerung von Plattformen dürften die Akzeptanz ebenfalls fördern.
