Crucial T700: Schnelle PCI-Express-5-SSD kommt bald
Die Crucial-T700-SSD kommt bald, verspricht Micron. Und es gibt sogar schon Testmuster in freier Laufbahn. Doch die werfen vor allem die Frage auf, ob die anfangs hohen Kosten die Mehrleistung wert sind.
Angekündigt wurde viel, doch auf dem Markt ist bislang wenig. SSDs mit PCI-Express 5.0 sind eine Geistererscheinung. Crucial verspricht nun auf seiner Produktseite zur T700, dass diese "fast da" ist und bietet Interessenten an, sich für einen Newsletter zu registrieren. Auf dem Papier ist die Crucial T700 eines der schnelleren Modelle: Laut Werksangaben soll sie 12.400 MB/s sequenziell lesend und 11.800 MB/s sequenziell schreibend erreichen. Man verspricht nahezu die doppelte Leistung einer SSD mit PCI-Express 4.0
Angeboten werden soll die Crucial T700 in Größen zu 1, 2 und 4 Terabyte mit TLC-NAND aus dem Hause Micron, der 232 Lagen hat. Der Kühler fällt verhältnismäßig unauffällig aus, wenn man sich den Wettbewerb anschaut. Die Gigabyte Aorus stach da besonders hervor mit ihrem ausladenden Heatpipe-Design. Ansonsten bleiben die offiziellen Daten dürftig. Preis und Verfügbarkeit: Fehlanzeige. Es dürfte aber kaum günstiger werden als der Wettbewerb, weshalb man 350 US-Dollar für 2 Terabyte zum Marktstart einplanen sollte.
Immerhin gibt es schon Testmuster, die verschickt wurden (wie auch für andere Modelle) und daher kennt man schon die tatsächliche Performance. Im Test von Linus' Tech Tips etwa schafft die Crucial T700 im Crystal Disk Mark SEQ1M 12.166 MB/s lesend und 11.828 MB/s schreibend. Es gibt auch ein paar Messwerte aus Forspoken und Final Fantasy - insbesondere aber auch Messwerte mit IO-Meter, die zeigen, dass die Schreibleistung schnell auf 3.000 MB/s einbricht und langfristig sogar auf unter 1.500 MB/s. Und das hatte laut Test nichts mit thermischen Problemen zu tun. Viel mehr noch machte es nur 1 Grad Celsius Unterschied, ob der große Heatspreader von Crucial verbaut ist oder ein simpler, der dem Mainboard beiliegt.
Der Einbruch ist dem Cache zuzuschreiben. Die 3 GB/s sind das, was der TLC ungecached leisten kann. Die zum Vergleich herangezogene Samsung SSD 990 Pro ist trotz PCI-Express 4.0 effektiv nur etwas langsamer. Wer also große Mengen Daten verschiebt und den Cache ans Limit bringt, der sollte überlegen, ob die hohen Aufpreise für PCI-Express-5.0-SSDs zu rechtfertigen sind. Und am Ende sieht es so auch bei Spielen aus: Während Forspoken kaum profitiert, war Final Fantasy durchaus merklich schneller geladen. PCI-Express 5.0 dürfte aber vor allem dann interessant sein, wenn man statt mit 4 mit 2 Lanes auskommt und so zwei Laufwerke angebunden bekommt.

Die M.2 PCI-E 5 ist so doch eine Fehlentwickelung!
Funktioniert bei anderen Dingen auch schon. Entweder man kauft sich niedrige RAM Module oder einen entsprechend kompakten/hohen Kühler.
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