Crucial P1: Neue NVMe-SSD mit QLC-NAND-Technik

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Quelle: computerbase.de

Die erste NVMe-SSD von Crucial, einer Marke des Halbleiterherstellers Micron, verwendet kostengünstigen QLC-NAND. Dieser ermöglicht die Speicherung von mehr Daten bei gleichbleibender Fläche, ist allerdings weniger leistungs- und strapazierfähig als TLC-NAND. Die sogenannte Crucial P1 soll dementsprechend durch niedrige Preise punkten und konkurriert nicht mit High-End-SSDs.

Crucial, eine Marke des Halbleiterherstellers Micron, hat die Crucial P1 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um die erste NVMe-SSD der Firma für den Endkundenmarkt, die im M.2-Formfaktor in Kapazitäten von 500 Gigabyte bis zwei Terabyte angeboten wird und über ein PCI-Express-3.0-x4-Interface angebunden ist. Schon 2016 hatte Micron vor, unter der Crucial-Marke eine NVMe-SSD zu veröffentlichen, entschied sich aber dagegen, da man die nötigen Investitionen anderswo nutzen wollte.

Crucial P1: Microns erste NVMe-SSD setzt auf QLC-NAND

Aus Sicht von Micron handelt es sich bei der Crucial-P1-SSD um die erste M.2-Solid-State-Drive mit QLC-NAND, also Speicherchips basierend auf Quadruple Level Cells, bei welchen jede Speicherzelle vier Bit fassen kann. QLC-NAND ermöglicht es somit, mehr Daten bei gleichbleibender Fläche zu speichern, was ihn relativ günstig macht; es werden weniger Speicherchips für eine gewünschte Kapazität benötigt - die 1.000 Gigabyte Crucial P1 ist mit nur zwei Speicherchips bestückt. Allerdings stimmt Microns Aussage nicht ganz: vor der Crucial P1 veröffentlichte Microns ehemaliger Kooperationspartner Intel die Intel SSD 660p mit QLC-NAND im gleichen M.2-Formfaktor. Beide SSDs verwenden den gleichen Speichercontroller von Silicion Motion, namentlich den Silicon Motion SM2263EN mit externem DRAM-Cache.

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Leistungstechnisch kann die Crucial P1 nicht mit aktuellen High-End-SSDs von anderen Herstellern mithalten, stattdessen will Micron mit niedrigen Preisen punkten. Laut Herstellerangaben erreicht das neue Halbleiterlaufwerk eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 2.000 Megabyte pro Sekunde, während bis zu 1.750 Megabyte pro Sekunde geschrieben werden können. Die IOPS-Leistung liegt bei 250.000. Diese Angaben sind allerdings nur für die Ausführung mit 2.000 Gigabyte Speicherkapazität gültig, mit sinkender Kapazität sinkt auch die Leistung; so erreicht die 500 Gigabyte große Crucial P1 eine sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von nur bis zu 950 Megabyte pro Sekunde. Die Haltbarkeit von QLC-NAND liegt niedriger als jene von TLC-NAND, wie ihn Samsung und andere Micron-Konkurrenten verwenden; für die Crucial P1 wird eine Lebensdauer von 100 bis 400 Terabyte geschriebenen Daten oder fünf Jahren garantiert. Während die Leistung etwas hinterherhinkt, ist die Crucial P1 preislich gut aufgestellt: eine P1 mit 500 GB Fassungsvermögen ist im Shop des Herstellers für nur 114 Euro zu haben, die doppelt so große Ausführung kostet 228 Euro - im freien Handel sollten die Preise noch tiefer fallen.

Quelle: via Computerbase.de

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Takeda Komplett-PC-Aufrüster(in)
        die 500GB-Variante is heute bei Alternate für 89€ zu haben

        Abgesehen davon: Warum genau is QLC jetzt nochmal so schlecht, wie es hier beschrieben wird? Das mit dem mehrfachen Schreiben auf eine Zelle hab ich schon kapiert, hier sind auch TLC sehr schlecht verglichen mit SLC. Aber, wenn ich hauptsächlich nur lesende Zugriffe habe?
      • Von Takeda Komplett-PC-Aufrüster(in)
        die 500GB-Variante is heute bei Alternate für 89€ zu haben

        Abgesehen davon: Warum genau is QLC jetzt nochmal so schlecht, wie es hier beschrieben wird? Das mit dem mehrfachen Schreiben auf eine Zelle hab ich schon kapiert, hier sind auch TLC sehr schlecht verglichen mit SLC. Aber, wenn ich hauptsächlich nur lesende Zugriffe habe?
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Gamer090
        Verwechselst du da nicht die TBW mit den Schreibzyklen?
        Die TBW hängen direkt mit den Schreibzyklen zusammen. Wenn man eine SSD, z.B. 19nm TLC, 2700 mal beschreiben kann, dann sind das im Fall einer 240GB SSD: 240GB x 2700 = 648 TB TBW (wobei entweder TBW für "total Bytes written" oder "Terabytes written" steht, da ist man sich nicht einig. Etwas anderes sind die garantierten TBW, die legt der Hersteller fest und sie sind so gewählt, das man auf keinen Fall Gefahr läuft die Garantie auch einlösen zu müssen. Wobei der Trend dahin geht prozentual mehr zu garantieren. Meine 850EVO 1TB hat von ihren ca. 10.000 Schreibzyklen nur 150TBW, also 150 Zyklen garantiert, die 860 EVO 1TB hat von ihren 2700 Schreibzyklen hingegen 600 TBW, also 600 Zyklen garantiert. Das macht dann prozentual 1,5% zu 22% garantierter Schreibleistung.
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Nicht wirklich, die Datenmenge die auf der SSD kann man schon deutlich früher schaffen (wobei man sie eben nicht vollschreiben muß, sondern es auch in kleinen Schritten von schreiben und löschen schaffen kann). Wenn man ein anspruchsvoller Nutzer ist, dann wird man allerdings auch eher selten über einen Schreibzyklus pro Monat kommen, aber Jahre sind massiv übertrieben. Momentan sind die begrenzten Schreibzyklen noch ein psychologisches Problem, das könnte sich aber irgendwann ändern.

        Ein großes Problem ist auch der "Suspended to Disk Modus", wobei der gesamte Inhalt des RAMs auf die SSD geschrieben wird. Mit 32GB RAM kann man da durchaus das Ende einer kleinen SSD herbeiführen, eine 240GB 15nm TLC SSD dürfte da wohl etwa 10.000 mal den Standby Modus überleben, wer den täglich mehrfach verwendet, um Energie zu sparen, der kann das Ende durchaus in einigen Jahren herbeiführen. Mit QLC wären wir vermutlich irgendwo bei 3.000mal und das ist eben gut schaffbar.

        EDIT: ich muß mal herausfinden, wie man Windows aus Suspended to RAM" umstellt und das dann machen.
        Verwechselst du da nicht die TBW mit den Schreibzyklen?
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Pu244
        Ein großes Problem ist auch der "Suspended to Disk Modus", wobei der gesamte Inhalt des RAMs auf die SSD geschrieben wird.
        Theoretisch richtig, aber ich würde ja im Leben nicht auf die Idee kommen, den Modus zu nutzen. Erst recht nicht von einer SSD aus.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Gamer090
        Die Schreibzyklen sind aber kaum zu schaffen, ein Schreibzyklus umfasst das komplette beschreiben der SSD und das schaffst du erst nach Jahren.
        Nicht wirklich, die Datenmenge die auf der SSD kann man schon deutlich früher schaffen (wobei man sie eben nicht vollschreiben muß, sondern es auch in kleinen Schritten von schreiben und löschen schaffen kann). Wenn man ein anspruchsvoller Nutzer ist, dann wird man allerdings auch eher selten über einen Schreibzyklus pro Monat kommen, aber Jahre sind massiv übertrieben. Momentan sind die begrenzten Schreibzyklen noch ein psychologisches Problem, das könnte sich aber irgendwann ändern.

        Ein großes Problem ist auch der "Suspended to Disk Modus", wobei der gesamte Inhalt des RAMs auf die SSD geschrieben wird. Mit 32GB RAM kann man da durchaus das Ende einer kleinen SSD herbeiführen, eine 240GB 15nm TLC SSD dürfte da wohl etwa 10.000 mal den Standby Modus überleben, wer den täglich mehrfach verwendet, um Energie zu sparen, der kann das Ende durchaus in einigen Jahren herbeiführen. Mit QLC wären wir vermutlich irgendwo bei 3.000mal und das ist eben gut schaffbar.

        EDIT: ich muß mal herausfinden, wie man Windows aus Suspended to RAM" umstellt und das dann machen.
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