Effizienz und Fps pro Watt
Wie hoch fällt die Effizienz des Ryzen 9 9950X und 9900X aus und wie ist es um die Fps-pro-Watt-Leistung bestellt?
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Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessor-Leistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Das Power Measure Device wird für jeden Prozessor-Test neu kalibriert. Die verwendete Wasserkühlung sorgt dafür, dass die CPU nicht durch ein Temperatur-Limit heruntertaktet. Die Werte können von Ihren Zahlen (deutlich) abweichen. Falls Sie möglichst genau vergleichen möchten, so schauen Sie bitte in den CPU-FAQs die Szenen an, mit denen wir testen. Sie können diese nachstellen und benötigen dann noch ein Gerät, um die Leistungsaufnahme der CPU getrennt vom System zu ermitteln. Wir nutzten dafür das Elmorlabs PMD. Sie können auch andere Hardware nutzen.
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Energie-Limits Ryzen 9000 Gesamt vs. Ryzen 7000
Am wichtigsten ist die Verlustleistung, die in der Regel über die Abkürzung "TDP" definiert wird. Sie steht für die thermische Designleistung in Watt und bezieht sich auf den Energieverbrauch unter der maximalen theoretischen Belastung. Der Stromverbrauch ist kleiner als die TDP bei niedrigeren Lasten. Dieser Wert hat eigentlich gar nichts mit der Leistungsaufnahme zu tun, sondern soll Systemdesignern/Integratoren (OEM) dabei helfen, die korrekte Wahl bei der Kühlung zu treffen. Es herrscht daher Verwirrung um den eigentlichen Stromverbrauch von Prozessoren, da die TDP diesen Wert nicht angibt und Turbo-Modi, wie sie ein jeder moderner Prozessor besitzt, davon abweichen können. Wir schlüsseln auf, wie AMD Ryzen 9000 konfiguriert und vergleichen die Zahlen mit dem Vorgänger Ryzen 7000.
| CPU | TDP | PPT (Maximales Power-Limit) | EDC (Maximale Stromstärke, kurzfristig) | TDC (Maximale Stromstärke, dauerhaft) |
|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 9 9950X | 170 Watt | 200 Watt | 225 Ampere | 160 Ampere |
| AMD Ryzen 9 7950X | 170 Watt | 230 Watt | 225 Ampere | 160 Ampere |
| AMD Ryzen 9 9900X | 120 Watt | 162 Watt | 180 Ampere | 120 Ampere |
| AMD Ryzen 9 7900X | 170 Watt | 230 Watt | 225 Ampere | 160 Ampere |
| AMD Ryzen 7 9700X | 65 Watt | 88 Watt | 150 Ampere | 75 Ampere |
| AMD Ryzen 7 7700X | 105 Watt | 142 Watt | 170 Ampere | 110 Ampere |
| AMD Ryzen 5 9600X | 65 Watt | 88 Watt | 150 Ampere | 75 Ampere |
| AMD Ryzen 5 7600X | 105 Watt | 142 Watt | 170 Ampere | 110 Ampere |
Nicht die TDP dirigiert den Prozessor unter Last, sondern die Parameter PPT, TDC und EDC. Hier zeigen sich jetzt interessante Einschnitte, die AMD vorgenommen hat, welche unter anderem die teils geringere Performance erklären können. Die PPT bei Ryzen 9 9950X etwa liegt nicht wie beim Vorgänger bei 230 Watt, sondern "nur" noch bei 200 Watt. Das mögen nur 30 Watt Unterschied sein, doch wenn man 16 Kerne durchfüttern muss, kann das einige Hundert Megahertz bedeuten. Noch viel größer ist der Einschnitt bei Ryzen 9 9900X, mit nur noch 162 statt 230 Watt. Die 12 Kerne des 9900X laufen bei Anwendungen (Volllast) durchgängig in dieses Limit, und so wird etwas Leistung verschenkt. Wirken sich die gesenkten Limits denn positiv auf die Effizienz aus? Das betrachten wir jetzt.
AMD Ryzen 9 9950X und 9900X: Fps pro Watt
Ryzen 9 9950X und 9900X sind in Spielen kaum schneller als ihre Vorgänger und liefern dabei sogar noch weniger Fps pro Watt, obwohl AMD wohlweislich die PPT-Limits gesenkt hat. Da sehen Sie, dass diese Limits im Alltag kaum etwas bedeuten. Damit gehört der neue 16-Kerner zu den "Worst 10", was die Fps pro Watt in Spielen angeht. Der 12-Kerner 9900X sortiert sich indes sogar noch unterhalb der Raptor-Lake-Riege ein, was eigentlich nicht AMDs Spezialgebiet ist.
AMD Ryzen 9 9950X und 9900X: Leistungsaufnahme in Spielen und Anwendungen
In Spielen nehmen beide Testkandidaten über 100 Watt auf und reihen sich damit in den Bereich der anderen Vielkerner ein. Trotz geringeren Limits genehmigt sich AMD mit 9950X und 9900X bis zu 14 Prozent mehr Energie gegenüber den Vorgängern. Unter Volllast bei den Anwendungen zeigen die gesenkten Limits dagegen Wirkung. Die Unterschiede zum Vorgänger sind zwar nicht sehr groß, aber vorhanden und das bei deutlicher Mehrleistung. Unter Idle, am Gesamtsystem gemessen, zeigen sich die gleichen Verbesserungen wie bei Ryzen 7 und Ryzen 5.
AMD Ryzen 9 9950X und 9900X: Leistungsaufnahme im GPU-Limit
Bei diesem Test müssen alle Prozessoren das gleiche Ziel berechnen, nämlich rund 42 Fps im GPU-Limit in Cyberpunk 2077 unter UHD mit Raytracing. Hier zeigt sich, ob Stromsparmechanismen greifen oder auch nicht. Die beiden Testkandidaten überzeugen an dieser Stelle nicht. Speziell der 16-Kerner ist mit seinen 122 Watt auf dem vorletzten Platz. Die Vorgänger sind zwar auch keine Kostverächter, beweisen aber, dass man selbst mit höheren Limits etwas sparsamer agieren kann.
AMD Ryzen 9 9950X und 9900X: Effizienz-Index 2024+
Im Effizienz-Index, der sämtliche Berechnung zur Leistungsaufnahme in Bezug auf die Performance verrechnet, zeigt sich bei Zen 5 ein klarer Fokus auf die Anwendungs-Effizienz (grüner Balken). Die Spiele-Effizienz dagegen, in Gelb, die wir stärker gewichten, fällt bei 9950X und 9900X jedoch sehr gering aus. So kommt es dazu, dass der Gesamt-Wert in Orange nicht sehr hoch ausfällt.
Nun denn, auf der kommenden Seite ziehen wir unser Fazit zum Ryzen 9 9950X und 9900X. Wie schneiden beide CPUs nach Sicht der Redaktion ab? Begleitet wird das Fazit wie üblich von einer umfangreichen Testtabelle, welche die Eigenschaften einer CPU auflistet und eine Teilbenotung für jeden Bereich vornimmt.

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Läuft super bei AMD.