Nur Zufall? Ryzen 9 5950X günstig wie seit Monaten nicht

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Nur Zufall? Ryzen 9 5950X günstig wie seit Monaten nicht (im Bild: Ryzen 7 5800X3D
Quelle: AMD

Das Zen-3-Flaggschiff Ryzen 9 5950X ist aktuell so günstig wie seit Monaten nicht - ist das Zufall oder gibt es einen Zusammenhang mit den CES-News rund um Ryzen 7 5800X3D und Ryzen 7000?

Zum neuen Jahr lohnt sich ein Blick in die Top 10 der Prozessoren im PCGH-Preisvergleich. Während die meisten CPUs recht konstant unterwegs sind, fällt der Ryzen 9 5950X etwas aus dem Rahmen.

Ryzen 9 5950X unter 700 Euro

Der 16-Kerner Ryzen 9 5950X rangiert aktuell wieder knapp unter 700 Euro. Die 699 Euro von Mindfactory gab es schon lange nicht mehr, zuletzt kurzzeitig Angang September bzw. Anfang Oktober. Zur Erinnerung: Die UVP des Zen-3-Boliden liegt bei 799 Euro, also liegt man aktuell gut 13 Prozent unterhalb der offiziellen Preisempfehlung. Im Vergleich zur UVP steht aktuell nur der Ryzen 7 5800X besser da, er weicht sogar um 20 Prozent ab (359 versus 449 Euro). Beim Ryzen 9 5900X sind es 11 Prozent (489 versus 549 Euro), beim Ryzen 5 5600X 4 Prozent (288 versus 299 Euro).

Warum könnte der günstige Preis für den Ryzen 9 5950X interessant sein? Es ist bisher unklar, zu welchem Kurs der Ryzen 7 5800X3D erscheint, der das knappe Ryzen-5000-Sortiment im Frühjahr 2022 ergänzen soll. AMD hat aber schon anklingen lassen, dass der mit zusätzlichen 64 MiB 3D V-Cache erweiterte Prozessor nicht günstig wird. Da die Spiele-Leistung im Schnitt 15 Prozent über der des Ryzen 9 5900X liegen soll, wäre es naiv anzunehmen, dass sich das nicht im Preis widerspiegelt - auch wenn der 5900X mit 12C / 24T beim Multi-Threading theoretisch stärker einzuschätzen ist als der 5800X mit 8C / 16T. Zwischen den 549 und 799 Euro UVP des 5900X und des 5950X wäre noch viel Platz für einen Gaming-optimierten 5800X3D. Und es ist ja auch nicht ausgeschlossen, dass AMD weitere 3D-Chiplet-Produkte für den Sockel AM4 bringt. Uns würde es jedenfalls nicht überraschen, wenn AMD hier zum Beispiel 599 Euro aufruft, auch wenn das zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation ist.

Einige aktuelle Andeutungen, warum sich AMD für den 5800X3D entschieden hat, lassen sich aus einem nicht mehr öffentlichen Interview mit PC World ableiten. So umgehen die AMD-Verantwortlichen die Frage nach dem vermuteten Premium-Preis mit dem Hinweis, dass man beim ersten Produkt mit 3D V-Cache den größten Mehrwert bei Workloads schaffen wollte. Für Spiele-Workloads war der 5800X als Basis ein guter "Sweetspot", wo man eine "signifikante Verbesserung der Spielefähigkeiten gesehen habe". Die meisten Spiele würden sich laut AMD innerhalb eines Thread-Pools von 16 Threads oder weniger bewegen, weshalb ein Einzel-CCD mit Stapel-Cache wie beim 5800X für "viele Spiele" die optimale Verbesserung bringen würde - auch wenn AMD seine 3D-Cache-Technik 2021 noch mit einem 12-Kerner demonstriert hat.

Man habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht und "viele, viele verschiedene Konfigurationen" angesehen - homogene und asymmetrische. Bei letzteren Lösungen bestehe die größte Komplexität darin, "eine konsistente Leistung und ein konsistentes Scheduling in einer Windows-Umgebung zu erreichen".

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich ziehe mir Kaufempfehlungen nicht aus dem Hut, sondern teste die Mainboards. Im Falle von AM4 mit einem 3950X. (einen 5950X wollte uns AMD Anfang 2020 nicht zur Verfügung stellen, als der amtierende Test-Parcours festgelegt wurde. )
        Damit kommt das B550M-Pro4 problemlos klar. Es wird zwar wärmer als teurere Empfehlungen, wenn man den Spannungswandler einen 16-Kerner und Prime 95 zumutet – aber das steht auch genau so in der Kaufberatung und im Gegenzug sind die niedrigen Spannungswandlertemperaturen beim B550-A der vorrangige bis einzige Grund für eine Empfehlung. Z.B. vom Onboard-Sound ist es nämlich eher mieß, bei der restlichen Ausstattung mäßig und das sind für viele Käufer eines 5600X-plus-100-Euro-Mainboard-System sogar wichtiger als das Übertaktungspotenzial mit 800-Euro-Prozessoren.

        Board mit schlechtem Sound? Worst Case: USB Headset, oder Soundblaster Karte.
        Board mit schlechter Netzwerkkarte? Worst Case: Intel Gigabit CT
        Bord mit schlechter Spannungsversorgung? Worst Case Elektroschrott.

        Leider sind die meisten Boards so Zwangsbundles nach dem Schema entweder ist alles schlecht, mittelmäßig, oder gut und nur wenige Boards brechen aus dem Muster aus. Bei Spielen beschwert man sich immer, wenn man sie für 60€ kauft und dann geht als erstes der Microtransaktionshop auf, aber bei CPUs und Boards ist die Situation ähnlich gelagert.

        Mein Favorit sind jedoch Boards mit einem zweiten PCIe-16fach Anschluss, der nur 8 Kanäle angeschlossen hat und wenn man dann wirklich einen Adapter mit zwei M.2 zu je PCIex4 reinhängt oder einen SAS Controller, dann schmiert dir der Slot ab.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich ziehe mir Kaufempfehlungen nicht aus dem Hut, sondern teste die Mainboards. Im Falle von AM4 mit einem 3950X. (einen 5950X wollte uns AMD Anfang 2020 nicht zur Verfügung stellen, als der amtierende Test-Parcours festgelegt wurde. )
        Damit kommt das B550M-Pro4 problemlos klar. Es wird zwar wärmer als teurere Empfehlungen, wenn man den Spannungswandler einen 16-Kerner und Prime 95 zumutet – aber das steht auch genau so in der Kaufberatung und im Gegenzug sind die niedrigen Spannungswandlertemperaturen beim B550-A der vorrangige bis einzige Grund für eine Empfehlung. Z.B. vom Onboard-Sound ist es nämlich eher mieß, bei der restlichen Ausstattung mäßig und das sind für viele Käufer eines 5600X-plus-100-Euro-Mainboard-System sogar wichtiger als das Übertaktungspotenzial mit 800-Euro-Prozessoren.

        Board mit schlechtem Sound? Worst Case: USB Headset, oder Soundblaster Karte.
        Board mit schlechter Netzwerkkarte? Worst Case: Intel Gigabit CT
        Bord mit schlechter Spannungsversorgung? Worst Case Elektroschrott.

        Leider sind die meisten Boards so Zwangsbundles nach dem Schema entweder ist alles schlecht, mittelmäßig, oder gut und nur wenige Boards brechen aus dem Muster aus. Bei Spielen beschwert man sich immer, wenn man sie für 60€ kauft und dann geht als erstes der Microtransaktionshop auf, aber bei CPUs und Boards ist die Situation ähnlich gelagert.

        Mein Favorit sind jedoch Boards mit einem zweiten PCIe-16fach Anschluss, der nur 8 Kanäle angeschlossen hat und wenn man dann wirklich einen Adapter mit zwei M.2 zu je PCIex4 reinhängt oder einen SAS Controller, dann schmiert dir der Slot ab.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von 4thVariety
        Das ist leider die Crux bei den Mainboards. Die Vermarktung einschließlich der Reviews stützt sich auf Featurelisten die leicht paraphrasiert durchgeschoben werden. Das zentrale Element, die Qualität der Spannungsversorgung und deren Maximallast findet sich meist nur in irgendwelchen speicial Interest Internetforen. Ob das Board mit 75A oder 125A an der CPU ankommt macht schon mehr einen Unterschied, als 4+2, 6+1, oder 5+0 Talking Points aus dem Marketingmaterial.

        In der PCGH Übersicht wird zum Beispiel das MSI B550-A empfohlen, aber aus den völlig falschen Gründen. Denn der Witz an dem 100€ Mainboard ist, dass ein 5950X stabil drauf läuft. Das Asrock Mainboard eine Empfehlung tiefer ist davon eine ganze Ecke weg. Da würde ich erwarten, dass es im Betrieb immer wieder zu kleinen Hängern, Aussetzern oder Framelags kommt, selbst unter Windows.
        Ich ziehe mir Kaufempfehlungen nicht aus dem Hut, sondern teste die Mainboards. Im Falle von AM4 mit einem 3950X. (einen 5950X wollte uns AMD Anfang 2020 nicht zur Verfügung stellen, als der amtierende Test-Parcours festgelegt wurde. )
        Damit kommt das B550M-Pro4 problemlos klar. Es wird zwar wärmer als teurere Empfehlungen, wenn man den Spannungswandler einen 16-Kerner und Prime 95 zumutet – aber das steht auch genau so in der Kaufberatung und im Gegenzug sind die niedrigen Spannungswandlertemperaturen beim B550-A der vorrangige bis einzige Grund für eine Empfehlung. Z.B. vom Onboard-Sound ist es nämlich eher mieß, bei der restlichen Ausstattung mäßig und das sind für viele Käufer eines 5600X-plus-100-Euro-Mainboard-System sogar wichtiger als das Übertaktungspotenzial mit 800-Euro-Prozessoren.

        Zitat von Incredible Alk
        So schnell schießen die Leute nicht auch wenn mans in passenden Foren usw. immer so liest.
        Klar sind 8 Kerne irgendwann zu wenig und ja, in manchen Spezialfällen/Anforderungen mag das schon in wenigen Jahren so sein. Aber wenn man mal vom "normalen" Spieler ausgeht (der nicht 200 fps im 1%-Perzentil "braucht") kannste in 5-8 Jahren mit nem 5800X3D noch genauso gut spielen wie dus heute mit nem 8 Jahre alten 6700K-Vierkerner+SMT kannst. Letzterer reicht in 99% der Fälle noch immer problemlos aus, um mit 60fps zu spielen wenn die Grafikkarte das mitmacht. Natürlich reißen 8 Jahre alte CPU keine Wurst mehr vom Brot in Spielen - aber das tun sie nie, egal ob du jetzt 8 oder 16 Kerne kaufst.

        Man sollte ja wenig auf YT-Videos geben aber nur als Größenordnung was noch möglich ist mal kurz geschaut:
        Das neueste Battlefield auf nem 8 Jahre alten Vierkerner, Max Details.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        --> 50-70 fps... und ich sehe da jetzt auch nichts wild mikroruckeln.
        Der Totengesang für Prozessoren wird zwar meistens viel zu früh angestimmt, irgendwann ist er dann aber doch angemessen. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen eine erfundene Aussage tatsächlich wahrer wird, je häufiger man sie wiederholt: Zum i7-6700K hieß es beispielsweise, er wäre weniger zukunftstauglich als der i7-5820K, weil ihm zwei Kerne lesen – stattdessen halten sich die Skylake-Z170-System erstaunlich hartnäckig in unseren Hardware-Umfragen während Haswell E praktisch komplett verschwunden ist. Auch Kaby Lake wurde ab Launch für tot erklärt und der i7-8700K zumindest als kurzlebig, der i5-8600K als veraltet, während der Ryzen 7 1800X für seine großartige Zukunftstauglichkeit gelobt wurde. Heute haben die meisten Käufer von letzterem in längst ins Zweitsystem abgeschoben.

        Aber nachdem die "man braucht in Zukunft mindestens acht Kerne"-Geschichte jetzt vier Jahre lang erzählt wurde, stimmt sie tatsächlich. Heutige Spiele profitieren, so sie überhaupt CPU-lastig sind, eigentlich immer ansehnlich von sechs und gut messbar von acht Kernen. Nimmt man die gesamten Systemkosten (inkl. Board und RAM), von denen CPUs ja nur ein Teil sind, haben Achtkern-Zusammenstellungen zumindest bei AMD bereits heute ein vergleichbares oder besseres Preis-Leistungsverhältnis in CPU-fordernden Szenarien. Setzt man für die Lebensdauer eines heute gekauften Rechners fünf Jahr an, dürften zum Ende seines Einsatzes Achtkerner das Minimum und 10-12 Kerne respektive 8+8 die ausreichende Mitte sein.

        Zitat von Kell-Conerem
        Ja bei Shooter mag das so sein, ich bin aber eher mehr auf der Strategieseite zuhause und da braucht es schon mehr CPU - Power um das ganze Gewusel alles zu berechnen. Also Bei Starcraft 2 Legacy of the Void habe ich es schon gemerkt das meine CPU am Limit war wenn das Gewusel (Ab 150 Einheiten, vor allem Wenn man mit Zerg Spielte) zu toll wurde. Und das Spiel ist jetzt schon 5 Jahre alt.

        Natürlich bei Shooter dürfte es noch länger ausreichend sein mit einem 4-Kerner oder 8-Kerner. Ist aber nicht mein Medier.
        Eigentlich gilt gerade Starcraft 2 als Low-Core-Parade-Disziplin und in den letzten Jahren war es sehr oft ein Battlefield, dass die härtesten Pro-Multi-Core-Argumente lieferte. Nicht selten brauchte es vier Kerne extra, nur damit der Multiplayer so gut wie der Singleplayer lief. (Wobei mir bis heute niemand sagen konnte, warum.)
      • Von IICARUS
        Zitat von TollerHecht
        Über Gaming brauchen wir nicht reden, dafür holt sich kein Mensch nen 12900K.
        Ups... ich habe es getan...
        Aber hast recht, war nur ein haben wollen, ein 12600K hätte auch dazu bereits gut ausgereicht.

        Zitat von Pokerclock
        Die Z690-Boards kosten deutlich mehr als vergleichbare X570-Boards. Jedenfalls mehr als 40 €. Bitte ehrlich bleiben.

        Beispiel MSI X570/Z690 Unify:

        Intel: Ab 555 €
        AMD: Ab 310 €

        Sehr oft werden auch einfach nur B550-Boards mit dem 5950X kombiniert, da Spannungsversorgung und Feature-Set mit Ausnahme der durch den Chipsatz bereitgestellten PCIex4.0-Lanes identisch ist.
        Für mein DDR4 Mainboard habe ich 317 Euro bezahlt und selbst ein Mainboard für DDR5 kosten ab 400 Euro. Auf Mindfactory gibt es zur Zeit eines für, 392 Euro. Mit DDR4 gibt es bereits ab 166 Euro Mainboard zu kaufen.

        Die neuen Intel Prozessoren bringen noch PCIe5 und DDR5 mit, was deinen AMD auch fehlt.
        Der 12900K kostet aktuell auf Mindfactory nur 598 Euro (WOF) und ist auch günstiger geworden. Ich habe selbst noch 678 Euro bezahlt. Aber ich habe noch zum Einführungspreis gekauft, war klar, dass die Prozessoren etwas günstiger werden würden. DDR5 Arbeitsspeicher gibt es mittlerweile auch wieder zu kaufen.

        AMD wird demnächst auch auf einen LGA Sockel wechseln und dann geht es auch langsam zu Ende mit dem AM4 Sockel.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Kell-Conerem
        Ja bei Shooter mag das so sein, ich bin aber eher mehr auf der Strategieseite zuhause und da braucht es schon mehr CPU - Power um das ganze Gewusel alles zu berechnen.
        Ja, in dem Genre gehts schneller - Einheitengewusel ist auch tendentiell etwas was man gut parallelisieren kann, da haben es Mehrkerner leichter. Aber auch hier - wenn 2030 ein entsprechendes Spiel erscheint wirst du wahrscheinlich mit nem 5950X nicht mehr wesentlich besser da stehen als mit nem 5800X3D. Auf diese Zeiträume "zukunftssicher" kaufen funktioniert einfach erfahrungsgemäß sehr schlecht.
      • Von Kell-Conerem Freizeitschrauber(in)
        Ja bei Shooter mag das so sein, ich bin aber eher mehr auf der Strategieseite zuhause und da braucht es schon mehr CPU - Power um das ganze Gewusel alles zu berechnen. Also Bei Starcraft 2 Legacy of the Void habe ich es schon gemerkt das meine CPU am Limit war wenn das Gewusel (Ab 150 Einheiten, vor allem Wenn man mit Zerg Spielte) zu toll wurde. Und das Spiel ist jetzt schon 5 Jahre alt.

        Natürlich bei Shooter dürfte es noch länger ausreichend sein mit einem 4-Kerner oder 8-Kerner. Ist aber nicht mein Medier.
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