Ryzen 3000: AMD mit neuem Chipsatz-Treiber, neuem Ryzen Master Tool und AGESA 1003ABB
AMD hat wie angekündigt seine Pläne veröffentlicht, die bestehenden Probleme im Zusammenspiel mit Ryzen 3000 zu lösen. Als kurzfristige Maßnahme gibt es den neuen Chipsatz-Treiber 1.07.29, außerdem das Ryzen Master Tool in der Version 2.0.0.1233. Die AGESA-Version 1003ABB wird wohl noch einige Wochen dauern.
Robert Hallock, Senior Technical Marketing Manager bei AMD, legt in einem neuen Blogeintrag dar, wie man bei AMD die bestehenden Probleme im Zusammenspiel mit Ryzen 3000 lösen will. So gibt es einen neuen Chipsatz-Treiber, eine neue Version des Ryzen Master Tools und die Aussicht auf AGESA 1003ABB.
Ryzen 3000: "Probleme" im Idle-Modus
Laut AMD ist Ryzen 3000 so konzipiert, dass die CPUs extrem sensibel auf Anfragen nach höherer Leistung reagieren, was zu einigen der anomalen Verhaltensweisen bei Monitoring-Software geführt hat, die hohe Spannungen und Taktfrequenzen ausgeben. AMDs Lösung besteht darin, den AMD Ryzen Balanced Power Plan (sofern man den nutzt) so anzupassen, dass er diese Fälle bei geringer Last bewältigt, ohne die Fähigkeit des Prozessors zu verändern, auf anhaltende Workloads wie Spiele und Content Creation zu reagieren. AMD bietet deshalb ein Update an, um Instanzen von Software-Monitoring-Tools zu identifizieren, die unerwartetes Verhalten melden. Dazu wurde der neue Chipsatztreiber (Version 1.07.29), der ab sofort zum Download zur Verfügung steht, veröffentlicht. Besitzer eines Ryzen 1000 oder Ryzen 2000 müssen dieses Update laut AMD nicht installieren.
Hand in Hand mit dem neuen Chipsatztreiber geht auch eine neue Fassung für das Ryzen Master Tool (Version 2.0.0.1233) live. Damit man die Änderungen in Aktion sehen kann, wurde Ryzen Master mit neuen Spannungs- und Temperatur-Reporting-Methoden aktualisiert, die das CPU-Verhalten realistischer darstellen sollen. Den Download gibt es direkt bei AMD.
Probleme mit Destiny 2 und Co.
Wir erinnern uns: Ryzen 3000 macht Probleme beim Start von Destiny 2 und bestimmten Linux-Distributionen. Bestimmte Prozessorbefehle zur Erzeugung von Zufallszahlen werden nicht korrekt durchgeführt. Zumindest für Destiny 2 gibt es einen Hotfix, der durch den neuen Chipsatztreiber mitgeliefert wird. AMD selbst bezeichnet das Ganze aber nur als "Beta-Workaround".
Eine umfassendere Lösung soll erst mit der kommenden AGESA-Version 1003ABB erscheinen, die dann auch für andere betroffene Software gilt, die dasselbe Problem hat. Diese AGESA-Version muss aber erst von Mainboard-Herstellern auf Stabilität und Zuverlässigkeit geprüft werden, bevor sie veröffentlicht wird. Das kann laut AMD "einige Wochen" dauern. Dann sollen auch die WHEA-Fehler unter Windows 10 der Vergangenheit angehören.

Edit: mit dem AGESA 1003ABB ist die Leerlaufspannung so wie mit dem alten Treiber.
Auf amd.com und amd.com/de wird einem über das normale Downloadfeld weiterhin nur die Version 1.07.07.0725 angeboten.