Ryzen 3000: Panik um NVMe-Fehler, AMD beruhigt besorgte Nutzer
Nach vereinzelten Berichten um WHEA-Bluescreens im Zusammenhang mit Ryzen 3000 und Geforce-Grafikkarten finden sich entsprechende Nutzerbeiträge nun auch beim Thema NVMe-SSDs und mutmaßlich defekten Dateien. AMD kann Nutzer an der Stelle jedoch beruhigen.
Auf Reddit gab es vereinzelt Berichte um WHEA Uncorrectable Errors im Zusammenhang mit Ryzen 3000, dem X570-i/O-Hub und Geforce-Grafikkarten. Entsprechende Threads waren nicht besonders stark frequentiert, was für typische, aber auch nicht besonders verbreitete Startschwierigkeiten einer neuen Plattform spricht. Nvidia hatte sich in einem der Threads sogar zu Wort gemeldet und um Feedback gebeten, wie PC Games N berichtet.
Offenbar angestachelt von derartigen Berichten entbrannte auf Reddit eine ähnliche Diskussion, dieses Mal jedoch im Zusammenhang mit NVMe-SSDs. So will ein User in seiner Ereignisanzeige 87 WHEA-Einträge entdeckt haben. Anschließend habe er mit dem Systemdatei-Überprüfungsprogramm (SFC.exe) sage und schreibe 3.000 korrumpierte System-Dateien und Registry-Einträge ausfindig gemacht. Die Fehler waren nach Aussage des Users teilweise so schwerwiegend, dass er manche Systemdateien neu herunterladen musste. Im Anschluss habe er das System neu gestartet und abermals fehlerhafte Dateien entdeckt, diese aber direkt korrigieren können. Anschließende Scans seien ergebnislos verlaufen.
Die Ursache verortet der Nutzer im PCI-Express-Treiber, der wohl dann Probleme bereitet, wenn eine PCI-E-3.0-SSD genutzt wird. Seit er wieder den Windows-Treiber statt den von Samsung im Einsatz hat, habe er dann auch keine WHEA-Warning-Log mehr sichten können - würde aber nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass der Zustand von Dauer ist. Insgesamt liest sich der Beitrag recht panisch, als müsse man sich als Ryzen-3000-Nutzer nun ernsthaft Sorgen um seine Daten machen.
AMD gibt Entwarnung
Entwarnung kommt i nzwischen von AMD: Die WHEA-Fehler schaue man sich natürlich an, Sorgen um einen Datenverlust seien jedoch unbegründet. "Ich möchte zu dem, was wir bisher eindeutig wissen, klarstellen: Es verursacht keinen Datenverlust." Auch wenn unklar sei, woher die Dateifehler des Threaderstellers stammen, könne man ausschließen, dass sie etwas mit den WHEA-Warnungen zu tun haben. "Den Thread-Ersteller ersuche ich zudem, sein BIOS zu updaten und bei den Windows-NVMe-Treibern zu bleiben."
Später wurde die Antwort AMDs noch editiert und um einen Absatz zu den Dateiproblemen des Eingangsbeitrages ergänzt. Demnach brauche es wesentlich mehr als "I ran sfc and it found some bad files", um Zusammenhänge wie jene des Thread-Erstellers herzustellen. Es sei beispielsweise schon im tagtäglichen Betrieb ohne Weiteres möglich, Dateien durch den Fleischwolf zu drehen. Aus diesem Grund seien SSDs nach Enterprise-Standard auch anders als Modelle für den Massenmarkt konzipiert. "Geupdatete oder modifizierte Dateien können ebenfalls nicht zur Signatur passen, die Windows erwartet, was dann ebenfalls in SFC erscheint." Gründe für solche Meldungen gebe es viele, etwa der Tausch von Hardware, und alle davon seien wahrscheinlicher als die im Eingangspost aufgestellten Thesen.
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Abschließend gibt AMD noch zu verstehen, dass man Sorgen um Datenverlust gut nachvollziehen kann. Es bestehe aber auch kein Grund für Panikmache. Nutzer scheint die Stellungnahme tatsächlich zu beruhigen, wie man dem Reddit-Strang entnehmen kann. Manche berichten darin von ganz ähnlichen Dateifehlern, nutzen aber ganz unterschiedliche Systeme - zum Beispiel mit Intel-Prozessor.

i7 4Kerner+HT, GForce 570, crucial SSD.... also nix AMD!
Ich habe da eher M$ im Verdacht als AMD...