Ab 168 Euro: Neue Ryzen-5000-CPUs werden schon verkauft - mit einer Ausnahme
PCGH hat zwar noch keine Testmuster, aber die neuen Ryzen-5000-CPUs von AMD können Sie schon kaufen - mit einer wichtigen Ausnahme. Der Ryzen 7 5800X3D, auf den sicher der eine oder andere Aufrüster schielt, erscheint erst am 20. April.
Was Intel schafft, kann AMD auch: Die Riege der kuriosen CPU-Launches geht weiter. Nachdem der Intel Core i9-12900KS bereits kaufbar ist (ein Testmuster gibt es von Intel noch nicht), liefert AMD in Deutschland auch lieber aus, als die Presse zu bemustern. So lassen sich beispielsweise die drei neuen Ryzen-5000-CPUs bereits kaufen, ohne dass man in Deutschland einen Test lesen könnte.
Endkunden statt Testmuster
Die Situation ist nicht nur für PCGH unschön, denn eigentlich testen wir neue Produkte gerne, bevor sie zu kaufen sind. Das ist ja schließlich unsere ureigene Aufgabe. Im Falle der neuen AMD-Prozessoren ist uns das nicht gelungen, denn AMD war nicht in der Lage, uns im Vorfeld rechtzeitig zu bemustern. So bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst CPUs im Handel zu erwerben. Beim Ryzen 7 5800X3D, der (zum Glück) heute nicht gelaunched wird, sondern am 20. April, sind wir guter Dinge, wie gewohnt zum Verkaufsstart einen aussagekräftigen Test anzubieten.
Die neuen Zen-3-Prozessoren haben wir bereits ausführlich vorgestellt. Über die ersten Tests zu Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500 haben wir ebenfalls bereits berichtet. Im Handel reihen sich die CPUs mit ihren Europreisen in der Nähe der UVPs in US-Dollar ein. So liegt der aufgrund der vielen Einschränkungen wenig empfehlenswerte Ryzen 5 5500 auf dem Papier bei 159 US-Dollar, im deutschen Handel beginnen die Angebote bei 158 Euro. Mindfactory bietet mit 165 Euro ausnahmsweise mal nicht den Bestpreis. Aufgrund des Cezanne-Unterbaus mit deaktivierter Grafik und halbiertem L3-Cache sticht der R5 5500 auf dem Papier nicht gerade positiv heraus - PCI-Express 4 gibt es auch nicht.
Der Ryzen 5 5600 kostet auf dem Papier 199 US-Dollar und in Deutschland aktuell 209 Euro (Mindfactory). Das entspricht genau dem Preis des Ryzen 5 5600G. Laut Geizhals kommt hier auch das B2-Vermeer-Stepping zum Einsatz, wie unsere Kollegen von Planet3DNow! anmerken. Ähnliches gilt für den auf 65 Watt "gedeckelten" Ryzen 7 5700X, der bei einer UVP von 299 US-Dollar für 309 Euro an den Start geht (Mindfactory). Alle genannten CPUs sind gut verfügbar.
Auch die drei übrigen, für April neu angekündigten Ryzen-CPUs sind schon gelistet, zum Beispiel der Ryzen 3 4100 oder der Ryzen 5 4500 - wirklich verfügbar sind sie aber noch nicht. AMD möchte hier Preispunkte zwischen 100 sowie 150 US-Dollar besetzen und damit Intel weiter unter Druck setzen.

ein guter Preis für ein sparsamen 8-Kerner.
Extrem Leise, Effizient und trotzdem Leistungsstark, so mag ich mein PC,
natürlich ohne RGB, versteht sich ja von selbst.
ps . natürlich die vorherige AMD 5 5600X verkauft
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ich hatte Anfang 2020 schon auf den 5600 gewartet. Dann kann ja bei 170 EUR der 3600 in Rente
Das Problem ist jedoch, dass gerade viele Wald- und Wiesenreviewer CPUs stur mit "1080p Ultra Preset" (oder ähnlich testen) und überhaupt nicht prüfen, was für Auswirkungen welche Optionen auf die Ergebnisse haben. Hinzu kommen dann häufig viel zu wenige Durchläufe und/oder methodisch falsche bzw. intransparente Testbedingungen, um repräsentative Werte zu erhalten. Das ist dann für die Klientel vielleicht für den Augenblick beruhigend ("Juchu, meine CPU von anno dingsa bringt es noch!"), lässt aber keinerlei Tendenzen erkennen und macht zudem spätere und frühere Tests gänzlich unvergleichbar.
Dann gibt es noch Reviewer, die zwar für CPU-Tests auf 1080p umgestiegen sind, jedoch differenzieren: Wie sehen die sonstigen Grafikeinstellungen aus; wird damit idotischerweise nur die GPU zusätzlich belastet oder sind es Optionen, die sinnvollerweise (auch) die CPU stressen? Und wird wenigstens stichprobenartig dargelegt, dass das weitere Senken der Auflösung keine signifikante Änderung bewirkt?
Falls das geschieht, kann ich mit 1080p als Grundauflösung für CPU-Tests und etwas verringerter Genauigkeit leben, möchte aber die größere Präzision trotzdem nicht missen.
In diesem konkreten Fall ist es mir ziemlich gleich, weil es sich streng genommen nicht um neue CPUs handelt, sondern Modellvarianten mit überschaubren Veränderungen gegenüber den bereits auf Herz und Nieren getesten Modellen. Da bräuchte man im Grunde gar keine Tests, sondern kann sich die maximal möglichen Abweichungen ausrechnen und schon vorher festhalten, dass sich diese selbst unter 360p im Bereich der Messungenauigkeit bewegen werden. Der Test erfolgt des Anspruchs wegen, belegbare Ergebnisse im Index zu vermerken.