Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 & 5500 in ersten Tests: Sich selbst der größte Feind?
Auch für Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500 gilt, dass die Bemusterung in Europa schleppend läuft. In Nordamerika und Asien sind aber die ersten Tests verfügbar. AMD erweist sich da als potenziell selbst der größte Gegner, denn der Ryzen 5 5600 ist attraktiv; für Intel reicht es aber wohl nicht ganz in praxisnahen Szenarios.
Ähnlich wie beim Core i9-12900KS stellt sich bei AMD die Situation zur Bemusterung der Presse dar. Einige ausgewählte Medien aus Asien und Nordamerika können bereits die ersten Tests zu den neuen Modellen Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und Ryzen 5 5500 vorlegen. Tests zum Ryzen 7 5800X3D gibt es derweil noch nicht.
Der für Europäer zugänglichste Test ist der von Tom's Hardware zum Ryzen 5 5600 und 5500, da der nativ in Englisch vorliegt. Im Spiele-Test, den Tom's Hardware in 1080p durchführt, ist der Ryzen 5 5600 im Mix 2 Prozent langsamer als der Core i5-12400. In 1440p sinkt das auf Null, da die Tests zunehmend im GPU-Limit operieren. Das passt für AMD, denn das Modell soll Intel da angreifen, wo man Preis-Leistungs-Punkte besetzt. Laut Tom's Hardware macht man das so erfolgreich und aggressiv, dass dabei der Ryzen 5 5600X obsolet wird. Auf dem US-Markt bleibt die Wahl aber schwierig: Mit den günstigeren Plattformkosten geht auch ältere Technik einher (RAM/PCI Express). Inwieweit die eine Rolle spielt, ist im Einzelfall vom Kunden zu bewerten. Mit 175 US-Dollar ist der Core i5-12400F zudem nach wie vor das günstigste Angebot - insofern der Markt nicht noch was regelt.
Der Ryzen 5 5500 ist nach den Erkenntnissen schwerer zu rechtfertigen, da er 6,2 Prozent langsamer als der Core i3-12100 ist und der kostet auch noch weniger. Auch da gilt dann: Plattformkosten könnten in diesem sehr Preis-getriebenen Segment die Kaufentscheidung wesentlich beeinflussen. Tom's Hardware empfiehlt grundlegend eher die Intel-CPU. In Summe bleibt Intel das attraktivere Angebot aus Preis und Leistung für beide Fälle.
Beim Ryzen 7 5700X ist es einigermaßen schwierig, eine Aussage zu treffen, da die Asiaten recht eigenwillige Spielemessungen durchgeführt haben. Fairerweise führen die Tester an, dass man bis zum Fall des Embargos wenig Vorlaufzeit hatte. Man kann sich dann entscheiden, das Mögliche bis zum Termin zu realisieren oder den verstreichen zu lassen.
In jedem Fall wird viel in 1080p und höher gemessen, was letztlich dazu führt, dass viel im GPU-Limit stattfindet. Da ist der Ryzen 7 5700X letztlich oft etwas unterfordert und damit verschwimmt die Performance zwischen Ryzen 5 5600 und Ryzen 7 5800X. Hitman 3 liefert in 1080p noch die deutlichsten Unterschiede; der zum Vergleich gemessene Intel Core i5-12600K hat aber alle AMD-Modell im knapp im Griff. In Shadows of the Tomb Raider liefert der Ryzen 7 5700X quasi die gleiche Performance wie der Ryzen 5 5600 ab; Ryzen 7 5800X und Core i5-12600K können sich leicht absetzen. Anders betrachtet ist der Ryzen 7 5700X 100 US-Dollar günstiger als der Ryzen 7 5800X, was wiederum den leicht infrage stellt. Wir empfehlen, weitere Messungen abzuwarten, aber nach den asiatischen Daten sägt der Ryzen 5 5600 in Praxisszenarien an einigen Stühlen, vor allem aber welchen von AMD.
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Schaut man sich synthetische Werte an, ist das Bild zwischen den Modellen etwas klarer, da hier andere Einflussfaktoren besser ausgegrenzt werden können. Treffen aber praxisnahe Werte auf die Kosten, gewinnt in diesem Umfeld meist der Ryzen 5 5600 und der wiederum liegt etwas hinter Intels Gegenangebot. Kaufentscheidungen verlagern sich da mehr in Richtung Budget und Bedarf - wer 8 Kerne will, greift ohnehin zum Ryzen 7 5700X. Vermeer ist letztlich auch seit über einem Jahr auf dem Markt; Alder Lake noch nicht mal ein halbes Jahr. Für die Tests von PCGH gilt: sobald Muster vorliegen, werden sich auch zeitnah getestet.
Quellen: Tom's Hardware, Benchlife, Cool PC, Techbang, Unikos hardware

Zen3 ist im großen und ganzen deutlich effizienter.
Zen3 ist im großen und ganzen deutlich effizienter.
Mal ganz abgesehen davon, dass von den wiederauferstandenen Intel Boys eine brachiale Sache immer vergessen wird: Intel musste Geld sparen und hat eine eingebaute PC-Schrott Funktion in LGA1700 eingebaut.
Oder haben die hier Anwesenden schon die Sockelverbiegungsgeschichte vergessen?
Ich kann mir ausmalen, dass das auf lange Sicht nicht sonderlich gut für Mainboard und CPU ist, speziell wenn durch den konstanten Krafteinfluss und durch die thermischen Zyklen irgendwann Risse im PCB entstehen.
Dann noch der doppelte Stromverbrauch im High End und die Leute behaupten ernsthaft, der 12900K ist besser als der 5950X, der gemütlich mit 50 Grad und dem halben Stromverbrauch seine Arbeit verrichtet.
Gilt vlt. nicht für den 5500 gegen 12400f, aber die obigen kritischen Punkte bleiben.
Wieso sollte ich nochmal in irgendeiner Form Alder Lake vor Zen3 ziehen?
Um Intel derzeit was entgegensetzen zu können, muß AMD runter mit den Preisen. Den 5600 hätte man sich zum jetzigen Zeitpunkt sparen können. Der kommt, wie auch der 5700X, mindestens 1 Jahr zu spät. Der 5600X dürfte (aktuell) maximal nur noch 160-170€ kosten und ein 5700X müßte man mit ca. 250€ raushauen. Der 5500 dann ca. 100€. Das wäre das passende Setup, um zu ADL konkurenzfähig sein zu können. Der 5500 würde dann zwar im Games gegen den ADL 12100 4-Kerner das Nachsehen haben. Aber aufgrund der 6 Kerne/12 Threads andersweitig wiederum überlegen und somit ein guter Kompromiss in der Einstiegsklasse.
Aber mit den Preisen von oben ist man davon weit entfernt. Zumal AM4 ja nun auch EOL ist . Ich hab noch nen 2700X stecken. Aber ein 5700X für 307€ bzw. 5800X für 330€ ? Nee Danke. Selbst als letztes Upgrade für AM4 einfach zu teuer.