Ryzen 7 5800X3D: Gigabyte mit BIOS-Update für "kommende CPU" - 500er- und 400er-Mainboards
Gigabyte hat ein BIOS-Update für Mainboards der 400er- und 500er-Serie zum Download bereitgestellt - "for upcoming new CPU support". Gemeint ist vermutlich der Ryzen 7 5800X3D, der Alder Lake den Rang als schnellste Spiele-CPU abspenstig machen will.
Seit AMDs Ankündigung, die CPU-Spielekrone zurückgewinnen zu wollen, ist es recht still um den Ryzen 7 5800X3D mit 3D V-Cache geworden. Wenn er auch nicht namentlich genannt wird, so gibt es nun doch ein neues Lebenszeichen von der aufgepeppten Zen-3-CPU. So hat Mainboard-Hersteller Gigabyte jüngst neue BIOS-Updates für Platinen mit 400er- und 500er-"Chipsatz" veröffentlicht. Es basiert auf der neuen AMD "AGESA V2 1.2.0.6 B" und soll die CPU-Unterstützung erweitern. In der Beschreibung heißt es dazu etwas nebulös: "Update AMD AGESA V2 1.2.0.6 B for upcoming new CPU support." Im Netz gehen nun viele davon aus, dass es sich um den Ryzen 7 5800X3D handeln wird.
Ob Ihr Mainboard ebenfalls mit einem Update bedacht wurde, erfahren Sie auf der Support-Seite des Herstellers. Wir haben uns exemplarisch verschiedene ältere Mainboards angesehen und konnten feststellen, dass auch Platinen mit einem B450- und X470-I/O-Hub ein Update erhalten haben. Erwartungsgemäß ist das bei Platinen der 300er-Serie nicht passiert. Neben dem erweiterten CPU-Support stellt Gigabyte zudem die Rückkehr der "QMax CPU Boost Clock Override"-Option für AMDs Vermeer-Prozessoren (Ryzen 5000) in Aussicht.
Ebenfalls interessant: AMD AGESA v2 1.2.0.5: Neue Firmware ist mit Vorsicht zu genießen
AMD hatte den Ryzen 7 5800X3D bereits im Rahmen der CES präsentiert. Die genauen Spezifikationen enthüllte man Mitte Februar. Erwartungsgemäß schickt AMD acht Kerne und 16 Threads in Rennen, allerdings wurde der Basistakt von 3,8 GHz auf 3,4 GHz und der Turbotakt von 4,7 GHz auf 4,5 GHz reduziert. Offenbar kompensiert AMD hier den höheren Energiebedarf des gestapelten Zusatz-Speichers, der die Kapazität des L3-Cache von 32 auf stolze 96 MiByte vergrößert. Unberührt bleiben neben der TDP von 105 Watt auch der Level-1- und 2-Cache mit ihren 512 KiByte beziehungsweise 4 MiByte.
AMD bescheinigt dem Ryzen 7 5800X3D eine im Vergleich zur Non-3D-Version 15 Prozent erhöhte Spieleleistung. Ob dem wirklich der Fall ist und auch die Anwendungsleistung entsprechend steigt, müssen Tests zeigen. Noch hat die CPU keinen offiziellen Release-Termin - das kommunizierte Zeitfenster "Frühjahr 2022" gilt offenbar weiterhin.
Quelle: Gigabyte

Es gibt zwar Ausnahmen, die auch in UHD CPU-Limitierungen zeigen können, aber wenn dein 5600X in den von dir gespielten Titeln bislang 150 Fps schafft, dann besteht wohl kaum ein Aufrüstgrund. (Im Auge behalten würde ich Benchmarks des 5800X3D dennoch: Wenn der Sechskerner in 2-3 Jahren dann doch zu langsam ist, ist eine Aufrüstung auf 5900X, 5950X oder eben 5800X3D für AM4-Besitzer sicherlich eine interessante Alternative zum Neukauf. Man sollte dann schon mal den möglichen Leistungsgewinn im Hinterkopf haben, um ihn mit den jeweiligen Gebrauchtpreisen abzugleichen.)
(Um die Kosten übrigens mal Anhand der Margen zu verdeutlichen:
AMDs Computing & Graphics Sparte weist, trotz der enthaltenen Radeons und extremer Grafikkartenpreise derzeit, im letzten Quartal eine Marge von 22 Prozent aus – 0,57 Mrd. USD operativer Gewinn bei 2,58 Mrd. Umsatz. Intels Client Computing Group kam auf 35 Prozent – 3,5 Mrd. Gewinn bei 10,1 Mrd. Umsatz. Und das war ein ziemlich mieses Quartal für Intel mit 23 Prozent Gewinneinbruch gegenüber dem Vorjahr, während AMD sich um 35 Prozent verbessern konnte. Die Margen 4Q2020 waren 21 Prozent bei AMD, 41 Prozent bei Intel, trotz der nicht mehr konkurrenzfähiger Skylake-Architektur-Designs. Monolith rechnet sich aber.)
Rein technisch kann sich der Cache fast ausschließlich in Szenarien auszahlen, die bislang eine starke RAM-Abhängigkeit zeigen. High-Fps-Gaming gehört teilweise dazu, ist in UHD aber natürlich nur mit älteren Titeln möglich.
(Um die Kosten übrigens mal Anhand der Margen zu verdeutlichen:
AMDs Computing & Graphics Sparte weist, trotz der enthaltenen Radeons und extremer Grafikkartenpreise derzeit, im letzten Quartal eine Marge von 22 Prozent aus – 0,57 Mrd. USD operativer Gewinn bei 2,58 Mrd. Umsatz. Intels Client Computing Group kam auf 35 Prozent – 3,5 Mrd. Gewinn bei 10,1 Mrd. Umsatz. Und das war ein ziemlich mieses Quartal für Intel mit 23 Prozent Gewinneinbruch gegenüber dem Vorjahr, während AMD sich um 35 Prozent verbessern konnte. Die Margen 4Q2020 waren 21 Prozent bei AMD, 41 Prozent bei Intel, trotz der nicht mehr konkurrenzfähiger Skylake-Architektur-Designs. Monolith rechnet sich aber.)
Rein technisch kann sich der Cache fast ausschließlich in Szenarien auszahlen, die bislang eine starke RAM-Abhängigkeit zeigen. High-Fps-Gaming gehört teilweise dazu, ist in UHD aber natürlich nur mit älteren Titeln möglich.
Spannend wird dann Intels Reaktion. Mit der Einführung von deutlich mehr Leistung durch Alder Lake (nicht dass das schwierig gewesen wäre
Aufrüstwillige mit schmalem Budget auf PCH 4xx/5xx und gleichzeitig zum Release von AM5 eine Entlastung zu Beginn und dadurch einen scheinbar besseren Launch.
Und ob AMD jetzt am Produkt X oder Y verdient, ist eh Wurscht. Ist ja das selbe Portemonnaie
Gruß T.