Ryzen-Mainboards mit X570: Kosten aktuell 175 bis 800 Euro und sind gut lieferbar

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Ryzen-Mainboards mit X570: Kosten aktuell 175 bis 800 Euro und sind gut lieferbar (1)
Quelle: AMD

Wie erwartet lassen sich Mainboard-Hersteller ihre für Ryzen 3000 gedachten X570-Platinen einiges kosten. Los geht es derzeit bei rund 175 Euro mit vergleichsweise spärlich ausgestatteten Motherboards. Viele Platinen sind bereits gut lieferbar, der Preisaufschlag im Vergleich zu X470-Boards ist jedoch beachtlich.

Schon im Vorfeld ließen Mainboardhersteller durchblicken, dass sie Ryzen nicht länger nur als preiswerte Alternative zu Intel-CPUs betrachten. Wie unser Test des Ryzen 7 3700X sowie des Ryzen 9 3900X belegt, ist diese Einschätzung durchaus gerechtfertigt. Preislich hat man die X570-Boards nun entsprechend einsortiert.

Ein Blick in den PCGH-Preisvergleich offenbart, dass die Bandbreite aktuell von etwa 173 bis fast 800 Euro reicht. Den Auftakt bildet (preislich betrachtet) das Asrock X570 Phantom Gaming 4, dicht gefolgt vom MSI X570-A-Pro sowie dem Gigabyte X570 Gaming X, die beide nur unwesentlich mehr kosten. Vergleicht man die Mainboards mit höherpreisigen Modellen, wirkt deren Ausstattung regelrecht spartanisch. Die Anschlussvielfalt ist zum Beispiel recht überschaubar.

Satter Preisaufschlag

Besser ausgestattete Platinen liegen im Bereich von 200 bis 300 Euro - auch im Bereich von 300 bis 400 Euro tummeln sich noch einige Modelle. Das mit Abstand teuerste Board ist im Moment das Gigabyte X570 Aorus Xtreme für rund 780 Euro. Dieses Modell ist aktuell jedoch nicht lieferbar, die Preis folglich nicht in Stein gemeißelt. Um die allgemeine Liefersituation der X570-Mainboards ist es hingegen gut bestellt.

Betrachtet man nun die X470-Modelle, erblickt man ein ganz anderes Preisgefüge. Dort startet das Portfolio bei 113 Euro und kommt bei 283 Euro auch schon zum Ende. Die meisten besser ausgestatteten Platinen liegen im Bereich von 150 bis 200 Euro. So ist das Asus Prime X470-Pro schon ab 153 Euro zu haben, dessen Gegenstück mit X570-Chipsatz schlägt jedoch mit 279 Euro zu Buche. Angesichts solcher Zahlen bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass sich das Preisgefüge im Verlauf der nächsten Tage und Wochen nach unten korrigiert.

Ryzen 3000 benötigt BIOS-Update bei alten Boards

X570-Platinen sind zumindest kein Pflichtprogramm, da Ryzen 3000 grundsätzlich (ausgenommen der A320) auch mit älteren Platinen zusammenarbeitet. Preisbewusste Spieler können auch zu einem B450-Board greifen. Das Ganze hat nur einen Haken: Ohne entsprechende BIOS-Version verweigern ältere Platinen mit den neuen CPUs den Start und es ist durchaus fraglich, ob der aktuelle Lagerbestand schon entsprechend präpariert wurde. Wer bereits einen Ryzen-Chip sein eigenen nennt und nun auf die aktuelle Generation aufrüstet, teilt solche Sorgen natürlich nicht. Er kann vorher auf das notwendige BIOS updaten.

Ebenfalls interessant: Gigabyte Aorus NVMe PCI-Express 4.0 SSD im Test: Ein neues SSD-Zeitalter bricht an

Für den X570 sprechen unter anderem die PCI-Express-4.0-Unterstützung und die breitere Anschlussvielfalt. Silent-Fanatiker könnte allerdings der Mini-Lüfter auf der Platine sauer aufstoßen. Berichten nach sei der zwar nicht immer wahrnehmbar - doch das liegt natürlich auch immer im Auge des Betrachters beziehungsweise Zuhörers.

Quelle: PCGH-Preisvergleich

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Hieß es nicht, das der X570 keine Ryzen 1000er unterstützt?
        Das ist bei MSI wohl nicht angekommen: klick mich (es fehlt nur die Unterstützung für Raven Ridge, dafür werden OEM-CPUs wie der 2300X und 2500X unterstützt).
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Hieß es nicht, das der X570 keine Ryzen 1000er unterstützt?
        Das ist bei MSI wohl nicht angekommen: klick mich (es fehlt nur die Unterstützung für Raven Ridge, dafür werden OEM-CPUs wie der 2300X und 2500X unterstützt).
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Dank geplanter Wasserkühlung kann ich mir ein passendes Board im mittleren Preissegment suchen.

        Da ich wieder langfristig plane (3950X) ist es eh eine Investition in die Zukunft.

        Warum jetzt sparen, um in ein paar Jahren erneut Geld auszugeben...
        Dann lieber jetzt 100€ mehr investieren, als in ein paar Jahren für 2-300€ erneut zu kaufen.

        Gerade mit PCIe 4 und reichlich USB3.1 etca. eine sinnvolle Investition für den 16 Kerner.
        Bis der dann nicht mehr reicht wird viel Zeit ins Land gehen...
      • Von Snowhack Volt-Modder(in)
        Ich bin gespannt morgen soll mein

        Gigabyte 570 Master kommen

        was ich mir gestern bestellt hatte
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        Mehr als Dualchannel braucht man im Mainstream nicht, auch wenn AMD jetzt quasi HEDT-Prozessoren dort hinbgebracht hat. Mit den jetzt möglichen hohen Speichertaktraten hat man genug Durchsatz für fast alle denkbaren Anwendungen. Und krasser wird das ganze ja noch mit DDR5 auf der kommenden Plattform AM5 (ab 2021?),noch mehr Bandbreite, dann wird Quadchannel wie eigentlich die komplette HEDT-Plattform komplett obsolet.

        Jetzt Quadchannel in den Mainstream bringen würde nichts bringen, außer dass die Mainboards noch teurer würden

        ---

        Ich möchte jetzt im Herbst auch auf Zen2 gehen, bin aber unschlüssig wegen den Boards. PCIe 4.0 ist mir egal, werd ich wohl die bei mir angedachte Lebensdauer der Plattform nicht von profitieren können. Chipsatz ist mir also egal. Wichtig ist mir eigentlich nur eine sehr gute Ausstattung an VRMs für ausreichend OC-Reserven (Wobei ich eh nur auf den Achtkerner schiele). Und wichtig ist mir Unterstützung für Vollbestückung mit schnellem RAM, sprich 4x8GB 3600 CL17 Samsung B-Die von G.Skill soll da laufen. Optik ist egal, Preis im Bereich maximal 200€. Habt ihr Vorschläge?

        Ich schwanke zwischen ROG Strix X470-F Gaming, X470 Taichi und X570 Pro4, bin aber für anderes offen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Lichtbringer1
        Bei Reddit habe ich gelesen, dass viele Boards/cpus mit einer Bios Version getestet wurden die noch nicht optimiert wurde. Ich denke mal, dass ein Retest in einem Monat leicht anders aussehen wird. Auf jedenfall sinds teilweise super Boards.
        Immerhin müssen wir uns dann nicht ärgern, dass wir den neuen CPU-Parcours zum Launch nicht fertig hatten....
        Trotzdem wäre es begrüßenswert, Final-Produkte erhalten, auch wenn die "Beta" (?) stabil lief.

        Zitat von INU.ID
        Ich denke deswegen wird auch Threadripper später kommen (sofern er überhaupt noch kommt...). Die CPUs >8 Kerne kosten für den Sockel AM4 genau soviel wie (die 2000 Serie) für den Sockel TR4 - der 12-Kerner 420€ und der 16-Kerner 780€.

        AMD hat jetzt HEDT quasi in den Mainstream-Desktop gebracht, da fällt das Hauptargument (die Vielkern-CPUs) für TR4 schon mal ein Stück weit weg (es gibt ja noch 24- und 32-Kerner). Jetzt müsste AMD (mMn, bzw. zumindest für mich*g*) irgendwie nur noch Dual-Channel in Rente schicken, und auch noch Quad-Channel in den Mainstream schieben.

        Ein Vorteil wenn man wie ich schon fast 8 Jahre gewartet hat, auf ein paar weitere Monate kommt es dann auch nicht mehr an. Aktuell wüsste ich eh nicht, 3900X oder (noch länger) warten und dann einen 3950X. Oder eben auf die neuen Threadripper hoffen und warten, und mein geliebtes Quad-Channel SI bekommen.

        Schon krass was AMD in den letzten ~2,5 Jahren rausgeballert hat.
        Quad-Channel würde die Platinen noch einmal deutlich teurer machen und ausgehend von DDR4-3200/-3600 hat AMD auch noch etwas Luft, um die Datentransferrate innerhalb des AM4 zu steigern. Letztlich ist der Sockel aber schon sehr gestreckt – an einem Ende konkurrieren die APUs mit Intels verlöteten Billig-Modellen, am anderen Ende Ryzen 9 mit mittleren Sockel-2066-Angeboten. Wenn man 1,5 Plattformen in eine presst und auch diese auch noch 3-4 Jahre halten soll, sind Kompromisse unvermeidbar.
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