AMD Combat Crates: Ryzen-Bundles mit MSI Radeon RX 580 [Update]
AMD und MSI planen offenbar in einer Kooperation den Verkauf von sogenannten Combat Crates, die einen Ryzen-1000-Prozessor, ein B350-Tomahawk-Mainboard und eine Radeon RX 580 Armor 8G OC enthalten. Die Hersteller könnten damit den Verkauf an GPU-Miner erschweren und den Abverkauf fördern. Erste Vorbestellungen in den USA sind allerdings noch zu teuer.
Update vom 03.05.18:
Die Kollegen von computerbase.de haben von AMD in Erfahrung gebracht, dass die Combat Crates exklusiv in den USA angeboten werden beziehungsweise wurden. Zurzeit listet sie kein US-amerikanischer Händler mehr. Laut compsource.com sei der Vertrieb eingestellt worden ("discontinued").
Originalartikel vom 24.04.18:
Bereits zur Veröffentlichung seiner Radeon-RX-Vega-Grafikkarten verkaufte AMD im Sommer 2017 sogenannte Radeon-Packs bestehend aus einer RX Vega 64 oder RX Vega 56, zwei Spielen und einem Bonus für eine Ryzen-7-CPU samt X370-Mainboard, sofern man sich für eine solche Kombination entscheiden sollte. Damals sollte damit vorwiegend der Verkauf an Miner eingegrenzt werden, für die Vega insbesondere im Falle von Monero (XMR) interessant ist.
Die Combat Crates erinnern an die Radeon-Packs, enthalten aber bereits einen Prozessor und ein Mainboard, die folglich nicht erst über einen separaten Rabatt günstiger werden. Bekannt sind zurzeit zwei Formen mit einem Ryzen 7 1700 oder Ryzen 5 1600. Die Combat Crates sollen in Kooperation mit MSI entstehen, dessen B350-Tomahawk-Mainboard und Radeon RX 580 Armor 8G OC enthalten sind. Die Webseite videocardz.com zeigt erste Bilder der Verpackung. In Deutschland werden die Pakete noch nirgendwo gelistet, unter den großen US-amerikanischen Händlern findet man sie bei shopblt.com, wenn man nach einer Radeon RX 580 sucht. Ob es die Combat Crates auf den hiesigen Markt schaffen werden, ist fraglich.
Mit dem Bundle schlagen AMD und MSI zwei Fliegen mit einer Klappe: Für Miner sind die Combat Crates uninteressant, sodass die enthaltenen Grafikkarten quasi ausschließlich in den Endkundenhandel kommen. Zudem kann AMD so den Abverkauf der alten Summit-Ridge-CPUs fördern, die bereits von Pinnacle Ridge in Form des Ryzen 7 2700 und Ryzen 5 2600 beerbt wurden. Auf Auflagen mit den X-Modellen könnte der Chiphersteller verzichten, weil diese keine Boxed-Kühler enthalten.
Da die Nachfrage bei den Minern in den vergangenen Wochen wieder nachgelassen hat und die Grafikkarten dementsprechend günstiger geworden sind, erscheinen zumindest die Vorbestellerpreise unattraktiv. Rund 794 beziehungsweise 668 US-Dollar zuzüglich Steuern sollen fällig werden. Sucht man sich die Komponenten bei newegg.com zusammen, sind sie 50 bis 60 US-Dollar günstiger - inklusive CPU-Mainboard-Rabatt noch einmal knapp 20 USD mehr. In Deutschland würde man 555 bis 645 Euro zahlen.

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Preise fallen langsam aber konstant.
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Altes Zeug teurer dem Kunden andrehen.
Why not ? ^^
P.S.: Je nachdem wie der Mining-Boom mal wieder abgeht, werden die Dinger per Fallschirm vereinzelnd über ausgehungerten Gamern abgeworfen und der letzte Überlebende sackt sich das ein.
Besonders wenn es sich um Auslaufmodelle handelt.
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