"Die letzte Seite" - Erweiterte Informationen zu PCGH-CPU-Tests
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Test David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Auf dieser Seite finden Sie alle Hintergrundinformationen zu unseren Prozessor-Tests. Hier können Sie nachlesen, wie PCGH Prozesoren testet.

Die PCGH-Testmethodik für Prozessoren

Wir stellen Ihnen jetzt unsere für aktuelle Prozessor-Generationen aktualisierte Testmethodik vor. Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD und Intel und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapFrameX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, HWiNFO x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Die Zahlen begleitet die Analyse durch die Grafiktreiber von Nvidia. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe, auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Test-Durchlauf bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Die Konfiguration der einzelnen Prozessoren können Sie begleitend zu jedem Eintrag entnehmen. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessor-Leistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Die verwendete Wasserkühlung sorgt dafür, dass die CPU nicht durch ein Temperatur-Limit heruntertaktet. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits auszuschließen. Rechnet man alle Tests zusammen, welche ein Prozessor für einen Eintrag im Index benötigt, sind es insgesamt 246 Messungen.

AMD und Intel gehen verschieden mit dem Thema Stromverbrauch um. Am wichtigsten ist die Verlustleistung, die in der Regel über die Abkürzung "TDP" definiert wird. Sie steht für die thermische Designleistung in Watt und bezieht sich auf den Energieverbrauch unter der maximalen theoretischen Belastung. Der Stromverbrauch ist kleiner als TDP bei niedrigeren Lasten. Dieser Wert hat eigentlich gar nichts mit der Leistungsaufnahme zu tun, sondern soll Systemdesignern/Integratoren (OEM) dabei helfen, die korrekte Wahl bei der Kühlung zu treffen. Es herrscht daher Verwirrung um den eigentlichen Stromverbrauch von Prozessoren, da TDP diesen Wert nicht angibt und Turbo-Modi, wie sie ein jeder moderner Prozessor besitzt, weit davon abweichen können. Mit Beispielen zu AMD- und Intel-Prozessoren möchten wir Ihnen näher erläutern, was es mit diesem Thema auf sich hat, die beiden Hersteller gehen damit nämlich völlig unterschiedlich um.

TDP, Eigenschaften und Ermittlung bei AMD-Prozessoren

Wenn Sie nach aktuellen AMD-Prozessoren suchen, dann finden Sie zu jeder CPU auch eine TDP-Angabe. Wir nehmen zur Veranschaulichung den beliebten AMD Ryzen 7 5800X3D. Auf der Produktseite gibt AMD die "Standardleistungsaufnahme" bzw. "Leistungsaufnahme" mit 105 Watt an. Wer jedoch genauer gräbt oder sogar selbst eine AMD-CPU sein Eigen nennt, stellt beim Ryzen 7 5800X3D unter Last eine Leistungsaufnahme von bis zu 142 Watt fest. Wie kann das sein? Sollten es nicht eigentlich 105 Watt sein?

PPT, TDC und EDC

Package Power Tracking, Thermal Design Current und Electrical Design Current sind der Maßstab bei AMD-Prozessoren, welche die finale Leistungsaufnahme festlegen respektive als Grenzen fungieren. Der PPT-Grenzwert ist die zulässige Leistungsaufnahme des Sockels über die Spannungswandler, die den CPU-Sockel versorgen. TDC ist die maximale Stromstärke in Ampere, die von der Spannungsregler-Konfiguration einer Hauptplatine in thermisch eingeschränkten Szenarien geliefert werden kann. EDC beschreibt die maximale Stromstärke in Ampere, die das Mainboard kurzzeitig anlegen darf. AMD unterteilt seine CPUs in feste TDP-Klassen und definiert somit Vorgaben für PPT, TDC und EDC.

Ein Ryzen 7 5800X3D verfügt über eine TDP von 105 Watt und darf laut PPT somit bis zu 142 Watt unter Last verbrauchen, sofern die CPU nicht an ein anderes Limit, definiert durch TDC und EDC, stößt. Wann und ob Sie mit Ihrer Ryzen-CPU an ein Limit stoßen, können Sie ganz einfach mit dem AMD Ryzen Master Tool herausfinden, dort werden die Limits nämlich angezeigt. Ferner können Sie dort auch den Eco-Mode aktivieren, den jede AMD-CPU mit sich bringt. Dadurch wird die CPU mit einer niedrigeren TDP-Klasse betrieben, aus 105-Watt- werden dann 65-Watt- und aus denen 45-Watt-CPUs, bezogen auf ihre TDP. Sie können damit Leistung und Verbrauch Ihrem System anpassen.

TDP, Eigenschaften und Ermittlung bei Intel-Prozessoren

Bei Intel ist die Sache zwar nicht so kompliziert wie bei AMD, doch auf mehrere Arten feingranular. Die CPU-Architekten aus Santa Clara geben auch eine TDP an. Dies beschreibt jedoch anders als beim Konkurrenten die dauerhafte Leistungsaufnahme, die unter Last anliegen darf. Der Chipriese nennt die TDP daher auch Processor Base Power, oder PL1 (Power Limit 1). Für den Turbo-Modus gelten dann andere Regeln. Die Maximum Turbo Power, oder auch PL2 konfiguriert Intel bei jeder CPU anders. Für den Zeitraum, den Intel "Tau" nennt, darf eine CPU das Power Limit 2 anlegen. Nach dieser Zeitspanne wird das Limit fest bei PL1 gesetzt.

Alder Lake als Beispiel für Intel: Die Prozessoren bieten gegenüber den Vorgängern eine vereinfachte Boost-Mechanik. Die einzelnen Kerne verfügen über eine "bis zu" Angabe, die in der Regel für eine Belastung bis maximal zwei Kerne vorgesehen ist (Single-Core-Boost). Gerade für die K-Prozessoren gibt Intel großzügige PL2-Polster frei, die für solche Boosts genutzt werden, um die Leistung zu steigern. Leider halten sich die Mainboard-Hersteller oft nicht an diese Vorgaben und geben einfach ein unbegrenztes Limit frei, was die Prozessoren dazu verleitet, weit mehr als die angegebene TDP (=PL1) zu verbrauchen.

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    • Kommentare (194)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von drstoecker Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sug4r
        Den 7500F gab es die Tage mal kurz für 100,63- Euro bei amazon (Verkäufer amazon) - unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis!

        Wird mit jetzt erst mal die Basis für meinen neuen PC. Der 3900X und das sieben Jahre (!) alte B350 Board können in Rente dieses Jahr.
        Bin auch gerade wieder was Neues am bauen, unzwar ein schönes itx System mit nem 7500f, 4060,32gb! Wollte schon immer mal was kleines bauen, fehlt aktuell nur noch das Gehäuse was erst Mitte august lieferbar ist. Die CPU + ram habe ich von Kleinanzeige für 190€ ergattert.
      • Von drstoecker Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von sug4r
        Den 7500F gab es die Tage mal kurz für 100,63- Euro bei amazon (Verkäufer amazon) - unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis!

        Wird mit jetzt erst mal die Basis für meinen neuen PC. Der 3900X und das sieben Jahre (!) alte B350 Board können in Rente dieses Jahr.
        Bin auch gerade wieder was Neues am bauen, unzwar ein schönes itx System mit nem 7500f, 4060,32gb! Wollte schon immer mal was kleines bauen, fehlt aktuell nur noch das Gehäuse was erst Mitte august lieferbar ist. Die CPU + ram habe ich von Kleinanzeige für 190€ ergattert.
      • Von sug4r Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie es sich so auf den Schnäppchen Seiten so liest sogar deutlich mehr als 5 - da haben auch viele andere zugeschlagen. Oft auch zwei CPUs bestellt.
      • Von ΔΣΛ Kokü-Junkie (m/w)
        Wer weiß schon warum, womöglich sind das Rückläufer gewesen.
        Oder Amazon wollte unbedingt in die Medien, oder zumindest in die Foren.
        Wenn das mehr als fünf waren, würde mich das schon überraschen.
      • Von sug4r Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Den 7500F gab es die Tage mal kurz für 100,63- Euro bei amazon (Verkäufer amazon) - unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis!

        Wird mit jetzt erst mal die Basis für meinen neuen PC. Der 3900X und das sieben Jahre (!) alte B350 Board können in Rente dieses Jahr.
      • Von Blechdesigner Volt-Modder(in)
        Im CPU-Limit liege ich mit statt den 130W bei 160W und im GPU-Limit bei statt 40w bei 70W.
        CPU bei Default Takt und Spannung, PL offen.
        In Cinebench R23 gibt es auch diese 30W Differenz, zwischen Software und Tool.
        Erst mit Prime95 Small ffts inklusive AVX, steht bei der Software 298W und beim PMD 354W.
      Direkt zum Diskussionsende
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