Ryzen 5 1600 mit Zen+: Bestätigung durch Planet3DNow!, zwei Versionen im Handel
Bereits kurz vor Weihnachten berichtete PCGH.de darüber, dass mit dem Ryzen 5 1600 aktuell ein Ryzen der ersten Generation mit 12-Nanometer-Fertigung der Generation Zen+ im Anmarsch ist. Planet3DNow! konnte einen entsprechenden Prozessor ergattern und kann über erste Ergebnisse berichten.
Am 23.12. machte ein Bericht die Runde, der für viele Kommentare sorgte. Damals war ein Ryzen 5 1600 aufgetaucht (eigentlich Summit Ridge), der auf die Architektur (Pinnacle Ridge) und Fertigung der Ryzen-2000-Prozessoren setzt. Bei Planet3DNow! konnte man so eine CPU ergattern und einige Tests damit anstellen.
Ryzen 5 1600: Zwei Versionen im Handel
Der "neue" Ryzen 5 1600 besitzt auf dem Papier die gleichen Eckdaten wie der "originale": Der Sechskerner mit HT taktet also mit 3,2 bis 3,6 GHz bei einer TDP von 65 Watt. Durch die kleineren Zen+-Verbesserungen (kürzere Latenzen, Precision Boost 2 usw.) ist die CPU
aber schneller als das Original, wie P3D beweist. An die Leistung des Ryzen 5 2600 kommt man aufgrund der niedrigeren Taktraten aber nicht heran. Trotzdem lautet das Fazit, dass man für den Sockel AM4 derzeit keinen günstigeren Sechskerner bekommt: Rund 100 Euro muss man investieren, der Ryzen 5 2600 liegt bei 120 Euro, der Ryzen 5 3600 gar bei knapp 200 Euro. Im PCGH-Preisvergleich wird der neue Ryzen 5 1600 als "12 Nanometer" mit der Order Part Number YD1600BBAFBOX und Codename "Pinnacle Ridge" ausgewiesen, dadurch kann man ihn gut von der 14-Nanometer-Version unterscheiden (YD1600BBAEBOX).
Wer sich eine solche CPU zulegt und noch ein altes AM4-Board hat, muss daran denken, dass das Mainboard "Pinnacle-Ridge-ready" sein muss, damit das System booten kann. Anfang 2018 hatte AMD in einem Support-Dokument geschildert, dass Käufer eines AM4-Unterbaus mit Ryzen-2000-Prozessor verschiedene Möglichkeiten haben, wenn das Mainboard mit einem alten BIOS ohne Unterstützung für Pinnacle Ridge ausgeliefert wird. Ein BIOS-Update konnten die Nutzer ohne Ryzen-1000-CPU nämlich nicht durchführen.

Bei Intel gab es einen Aufstand, weil sie ihre alten 22nm CPUs weiterhin produzieren (nichtmal der Name wurde geändert) und bei AMD ist jetzt alles super? Wo bleibt denn der große Aufschrei?
Den einzigen validen Kritikpunkt, den ich am 1600er sehe ist der, dass Besitzer älterer Mainboards in Schwulitäten geraten könnten. AMDs Kommunikation ist mal wieder fragwürdig.
Bei Intel übrigens auch nicht. Deren CPUs verkaufen sich auch noch sehr gut, zumindest gut genug um Lieferschwierigkeiten zu verursachen. Eine Preissenkung macht also auch da keinen Sinn.
Was den Preisverfall angeht. Klar gab's den in den letzten Jahren bei Intel nicht. Die Nachfolger haben ja keinen nennenswerten Leistungssprung gebracht. Damit behält eine alte CPU ihren Wert. Dass aktuell die alten AMDs so sehr fallen spricht ja für deren neue Produkte, die einen signifikanten Mehrwert bieten, den es in der Form bei Intel seit x Jahren so nicht mehr gab. Als früher die Hardware von Jahr zu Jahr noch deutlich größere Leistungssteigerungen hatte, sind die Preise der Vorgänger auch ins Bodenlose gefallen. Letztlich ist PC Hardware keine Geldanlage und fallende Gebrauchtpreise ein Zeichen dafür, dass Fortschritt stattfindet! Das zu kritisieren ist schlicht dämlich!
Glaubst du im ernst, da gäbe es irgendein Recht darauf? Es gibt die Gewährleistung und dann noch die Garantie, das war es. Der Rest ist nur ein Bonus, übrigend bekommen nicht alle Core i CPUs Patches (die 3000er sind auch von einigen Dingen ausgeschlossen), von einem Umtausch wollen wir garnicht erst reden.
Übrigens bleibt der Supportaufwand etwa gleich, ob die Firma nun 10% oder 90% Marktanteil hat ist völlig egal, oder glaubst du der Programmieraufwand erhöht sich nach den verkauften Stückzahlen?
Selbst wenn AMD die besseren CPUs hat, haben sie noch lange lange lange nicht das bessere gesammtpaket! Und das erlebe ich jeden Tag auf der Arbeit. Ein Rechner besteht aus mehr als nur der CPU! Und DAS verstehen halt viele nicht
Schaut man sich die Aufteilung des Marktes an dann stellt man vieles fest:
1. Als AMD zu den guten Zeiten 25 % Marktanteil, damit meine ich richtigen Marktanteil mit Mobile Desktop und Server, hatte ging es ihnen richtig richtig gut! Das sollte auch das Ziel sein, 50:50 oder was sich die Leute erträumen ist unrealistisch und nicht gut. 25 % - 30 % reichen damit AMD eine wichtige Rolle spiel und genug Bares hat.
2. Wenn du, wie Intel, bei einem 80 % Marktanteil hängst dann bedeutet das auch das die verbaute intel Hardware überaus fragmentiert ist ( es gibt genug Core 2 Duo / Quad Systeme da draußen die noch laufen ). Und dies bedeutet gleichgzeitig das du Unsummen für Support aufbringen musst. Eigenentum verpflichtet, siehe Intels Sicherheitschaos. irgendwann ist halt der Punkt erreicht wo du, für einen großen Marktanteil, auch so viel neben dran liefern musst das sich die Frage gestellt werden muss ob es z.B. für AMD nicht besser ist auf den Mobile bereich zu verzichten anstatt sich diesen Klotz ans Bein zu binden
Zen 2 ist in der aktuellen Form trotzdem zu teuer. AMD hat halt das Problem das sie so Dumm sind und 1. alte Generationen anbieten und 2. einen Preisverfall sondergleichen erleben. Ein 1600X hast du neu Anfang 2017 für 260 € bekommen, aktuell bekommst du für die CPU noch 70 € bei Ebay Kleinanzeigen. Diesen Preisverfall ( bei jedem first Gen Ryzen mit 8C/16 ) ist er noch schlimmer. Bei Intel hast du das in der Vergangenheit, zumindest bei den teureren Modellen, so nie erlebt. Ein 7700K kostet gebraucht aktuell so viel wie damals neu
Es ist erschreckend, bei wie wenigen angekommen ist, dass AMD die besseren CPUs hat.