Ryzen 3000: 7-nm-APU von AMD noch vor 2020?

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Ryzen 3000: 7-nm-APU von AMD noch vor 2020? (1)
Quelle: PC Games Hardware

Während AMD den CPU-Sektor Anfang Juli mit seiner auf Zen 2 basierenden Ryzen 3000-Serie umkrempelt, werden die neuen APUs alias Picasso nur dem Namen nach mit den 7-nm-CPUs gleichziehen. Gerüchten nach arbeitet AMD aber schon am 7-nm-Nachfolger - und der könnte noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Am 7. Juli fällt bei AMD der Startschuss für neue Desktop-Prozessoren. Die Ryzen-3000-Serie umfasst zunächst jeweils zwei Sechs- und Achtkerner sowie mit dem Ryzen 9 3900X erstmals auch einen 12-Kerner als vorläufiges Mainstream-Spitzenmodell. Im September legen die Amerikaner mit dem Ryzen 9 3950X weitere vier Kerne oben drauf. Während die Matisse getauften Chips auf Zen 2 und einer 7-nm-Fertigung basieren, kommt bei den Picasso-APUs, trotz des 3000er-Labels, noch die Zen+-Architektur in 12 nm zum Einsatz. Wie schon bei Raven Ridge erfolgt die Veröffentlichung also generationsverzögert.

Angeblich befinden sich aber schon entsprechende 7-nm-Chips in Arbeit - sagt zumindest die Gerüchteküche. Die will ebenfalls in Erfahrung gebracht haben, dass besagter Picasso-Nachfolger möglicherweise noch dieses Jahr erscheint. Die Gerüchte stammen von der Webseite WCCF-Tech aus nicht näher genannter Quelle bei AMD. Das Ganze sollte man also mit der nötigen Portion Vorsicht genießen.

Veröffentlichung ab November?

Die Veröffentlichung ist angeblich grob vier Monate nach der von Navi geplant. Da Navi wie Ryzen 3000 am 7. Juli auf den Markt kommt, wäre also eine Veröffentlichung im November möglich - eventuell zusammen mit dem 64-Core-Threadripper, dem man nachsagt, im vierte Quartal 2019 das Licht der Welt zu erblicken. Anbieten würde sich, so WCCF-Tech, allerdings auch eine Veröffentlichung zur CES 2020. Das Event würde der Ankündigung jedenfalls eine gewisse Bedeutung verleihen.

Mehr zum Thema: AMD Ryzen: Neue Hinweise auf X590-Chipsatz gesichtet

Interessant ist, dass es sich bei den 7-nm-Chips um einen weiteren Raven-Ridge-Refresh handeln soll. Es könnte also sein, dass die Chips zwar architektonische Verbesserungen mitbringen, aber den grundsätzlichen Aufbau, etwa mit Blick auf die Shader-Einheiten des GPU-Anteils, beibehalten und dieser nur auf 7 nm geshrinkt wird.

Ähnlich handhabte AMD das bereits bei der Vega 20-GPU der Radeon VII. Im Kern handelt es sich dabei um einen verkleinerten Vega 10, wie man ihn unter anderem auf der Radeon RX Vega 64 findet. Vega 20 bietet nach wie vor 64 Compute Units und somit 4.096 Shadereinheiten - allerdings wurden im Verhältnis auch die FP64-Einheiten angehoben, sodass von einem einfachen Shrink keine Rede sein kann.

Quelle: WCCF-Tech

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    • Kommentare (28)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Gesichert ist so etwas nie. Aber AMD hat die nötige Erfahrung in House und es wäre sehr merkwürdig, wenn sie die Entwicklung auslagern würden. Wie du selbst feststellst, bietet Rambus nicht regulär komplette Speicher-Controller an, die man einfach einkaufen könnte. AMD hätte also eine kritische CPU-Komponente, die sorgfältig mit anderen zusammengeplant werden muss, als externen Auftrag vergeben sollen? Und das, bei Fertigstellung 2016, mitten im Bulldozer-Tal? Glaub ich nicht.
        Je nachdem, wie weitreichend die Rambus IP ist, steckt vielleicht wenig Weiterentwicklung im Zen2-Speichercontroller, aber die Implementierung ist von AMD und eine Anpassung der Signalpegel an LP halte ich für einfach.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Gesichert ist so etwas nie. Aber AMD hat die nötige Erfahrung in House und es wäre sehr merkwürdig, wenn sie die Entwicklung auslagern würden. Wie du selbst feststellst, bietet Rambus nicht regulär komplette Speicher-Controller an, die man einfach einkaufen könnte. AMD hätte also eine kritische CPU-Komponente, die sorgfältig mit anderen zusammengeplant werden muss, als externen Auftrag vergeben sollen? Und das, bei Fertigstellung 2016, mitten im Bulldozer-Tal? Glaub ich nicht.
        Je nachdem, wie weitreichend die Rambus IP ist, steckt vielleicht wenig Weiterentwicklung im Zen2-Speichercontroller, aber die Implementierung ist von AMD und eine Anpassung der Signalpegel an LP halte ich für einfach.
      • Von pipin Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Rambus hält eine große Anzahl von Patenten im Speicherbereich und es ist kaum möglich, ein aktuelles System ohne Lizenzen zu bauen. Aber die Implementierung hat AMD selbst entwickelt und so oder so ist der Schritt von DDR und LPDDR ein kleiner.
        Ist das gesichert, dass der nur auf IP basiert und selbst von AMD entwickelt wurde?

        Ihr hattet selbst mal spekuliert, dass man den Rambus-Speichercontroller benutzt:
        https://www.pcgameshardwa...

        Bei Rambus selbst findet man maximal LPDDR3:

        LPDDR3 PHY Product Brief - Rambus
        DDRn PHYs - Rambus
      • Von bastian123f BIOS-Overclocker(in)
        Ich hoffe noch auf einen Athlon 200GE Nachfolger dieses Jahr. Der wandert dann in mein NAS und der alte 200GE kommt dann in den PC im Hobbyraum mit neuem Mainboard/RAM/SSD
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Rambus hält eine große Anzahl von Patenten im Speicherbereich und es ist kaum möglich, ein aktuelles System ohne Lizenzen zu bauen. Aber die Implementierung hat AMD selbst entwickelt und so oder so ist der Schritt von DDR und LPDDR ein kleiner.
      • Von pipin Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        LPDDR sollten sie für Notebooks auf alle Fälle unterstützen und ich wüsste nicht, dass man dafür spezifische Lizenzen braucht. Es ist eine JEDEC-Spezifikation wie jede andere auch und die Implementation muss AMD selber machen. Mehr Leistung ergibt sich daraus aber nur im Vergleich zu runtergetaktetem DDR mit gleichem Stromverbrauch, LPDDR ist immer etwas langsamer als normaler mit voller Leistung.
        Nicht für die Spezifikation, sondern für den Memorycontroller an sich. Imo nutzt AMD für Zen und DDR4 da Rambus.
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