PCGH-Plus Label [PLUS] 8 günstige AM4-Mainboards für AMD Ryzen im Test

PCGH Plus: Wer wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses zu einer Ryzen-2000-CPU greift, der möchte wohl kaum ein überteuertes Mainboard. Wir testen sieben der neuen B450-Modelle und einen X470-Nachzügler. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2018.

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 8 günstige AM4-Mainboards für AMD Ryzen im Test
Quelle: PC Games Hardware

AM4 für Sparer: B450

AMDs zweite Ryzen-Generation (Test in PCGH 06/2018) konnte das gute Niveau der 1000er-Vorgänger noch übertreffen; mit ihrer exzellenten Anwendungsleistung und in der Praxis jederzeit ausreichenden Spiele-Performance dominieren die neuen AMD-Prozessoren ihre gleich teuren Intel-Konkurrenten selbst in der Oberklasse. "Jederzeit ausreichend" für moderne, GPU-lastige Spiele sind neben den Topmodellen aber auch die deutlich günstigeren Sechskern-Ausga­ben - bislang konnten wir nur keinen entsprechenden Unterbau empfehlen, denn AMD hatte zunächst einzig den X470-I/O-Hub für Mittel- bis Oberklasse-Mainboards vorgestellt. Jetzt folgt der B450 für Anwender, die wenig Ausstattung benötigen, aber auch deutlich weniger als 150, besser unter 100 Euro für die Basis ihres neuen Systems ausgeben möchten.

Altes Format, neues UEFI

Prinzipiell laufen die neuen Prozessoren natürlich auch in alten AM4-Mainboards mit X370- oder B350-I/O-Hub. Den im Retail-Markt selten anzutreffenden A320 führt AMD sogar unter gleichem Namen weiter. Allerdings erfordern Ryzen-2000-Modelle neue UEFI-Versionen mit passender Unterstützung und mit Ausnahme einiger weniger High-End-Platinen ist ein UEFI-Update nur mithilfe einer alten, kompatiblen CPU oder eines Spezialwerkzeugs möglich. Obwohl ehemalige X370-Oberklasse-­Modelle im Moment unseren ausdrücklichen Geheimtipp für Budget-Bastler darstellen, sind die neuen B450-Design daher durchaus attraktiv für Neukäufer.

Alte Ausstattung

Neben dem ab Werk garantierten Ryzen-2000-UEFI erhalten B450-Käufer außerdem eine Freischaltung für SenseMI. Die Caching-­Software benötigt zwar keine spezielle Hardware und würde auch auf anderen Systemen laufen, nur B450 und X470 verfügen jedoch über eine entsprechende Lizenz. Damit ausgestattete Systeme können Teile des RAMs, schnelle SSDs und langsame Festplatten zu einem intelligenten Verbund zusammenschalten, in dem häufig benötigte Daten automatisch auf dem jeweils schnellsten Medium gespeichert werden. Ähnlich wie bei anderen Caching-Lösungen sind die Performance-Vorteile aber nur gegenüber reinen HDD-Systemen deutlich spürbar und gehen mit einem gewissen Datenrisiko einher, da zueinander gehörige Daten über mehrere physische Datenträger verteilt werden und die Dateiverzeichnisse von SenseMI von anderen Betriebssystemen oder Datenrettungstools nicht erkannt werden. In Zeiten stetig fallender Flash-Speicherpreise halten wir dieses Feature daher für genauso verzichtbar wie Intels Optane-Memory-Konzept oder älte­re Caching-Lösungen.

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