Asrock Deskmini: Mini-PC mit chipsatzlosen Ryzen-APUs

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Asrock Deskmini: Mini-PC mit chipsatzlosen Ryzen-APUs (3)
Quelle: Asrock via lihkg.com

Asrock entwickelt zurzeit einen kleinen PC für die Deskmini-300-Serie, die mit AMDs Raven-Ridge-APUs in Form des Ryzen 5 2400G beziehungsweise Ryzen 3 2200G ausgestattet werden sollen und auf einem STX-Mainboard sitzen. Das Besondere: Asrock verzichtet auf einen Mainboard-Chipsatz oder besser gesagt I/O-Hub und setzt einzig auf die APU-Anschlüsse.

Ursprünglich stellte AMD mit der AM4-Plattform auch die Möglichkeit vor, die Ryzen-Prozessoren auf Mainboards ohne richtigen I/O-Hub ("Chipsatz") einzusetzen. In den Siliziumchips sitzen quasi komplette Southbridges mit USB und SATA, PCI-Express 3.0 stellen die CPUs ohnehin zur Verfügung. Auf X300- und A300-Mainboards sollten ausschließlich diese Anschlüsse nach außen geführt werden, vorwiegend für den Mini-ITX-Bereich. Die Pläne änderten sich schlussendlich jedoch, weil 4 × USB 3.0, 2 × SATA 6 Gbit/s und sechs PCI-Express-3.0-Lanes (beziehungsweise acht ohne SATA) nicht der üppigsten Ausstattung entspricht. Auf den bisherigen Mini-ITX-Platinen sitzen der X470/X370, B450/B350 und A320.

Mini-PC nutzt chipsatzloses STX-Mainboard

Asrock zeigt auf seinem japanischen Twitter-Kanal jetzt erstmals eine Lösung, die im Desktop-Bereich auf einen Mainboard-I/O-Hub verzichtet: das A300M-STX für die neue Deskmini-300-Serie. Im Forum von smallformfactor.net verriet ein Mitarbeiter schon im Februar, dass Asrock an einer solchen Auflage arbeitet. Anfang November folgte daraufhin das Bild eines Mainboard, das wieder entfernt wurde, um Missverständnisse zu vermeiden. Vor wenigen Wochen hieß es noch, dass eine Serienfertigung in der Schwebe stehe, unter anderem weil AMDs Standard-Boxed-Kühler Wraith Stealth nicht in das Gehäuse passt. Letzteres soll vom Deskmini 310 übernommen werden. Auf neuen Bildern zeigt Asrock eine Vorserienlösung, die offenbar AMDs Kühlkörper, aber einen eigenen Lüfter nutzt. Gedacht ist das Ganze ausschließlich für die Raven-Ridge-APUs Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G, weil keine dedizierte Grafikkarte eingesetzt wird.

Lesenswert: AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Die ersten Ryzen-2000-Modelle kommen mit RX-Vega-Grafik

Eigentlich sind die Raven-Ridge-APUs unter anderem mit 4 × USB 3.1, je 1 × USB 3.0 und 2.0 sowie 16 PCI-Express-3.0-Lanes üppiger ausgestattet als die großen Ryzen-CPUs. Weil Asrock jedoch die gesockelten AM4-Modelle verwendet, lassen sich die zusätzlichen Anschlüsse anders als bei den Embedded-Varianten wahrscheinlich gar nicht ausführen - dafür könnten Nutzer den Prozessor auf Wunsch aufrüsten. Generell sind die Deskmini-PCs spartanisch ausgestattet, womit die abgespeckte I/O-Funktionalität bereits ausreicht. Dem Anschein nach bleiben die Anschlüsse zum Deskmini 310 identisch: Insgesamt 3 × USB 3.0 (davon eine Typ-C-Buchse), 1 × USB 2.0, SATA 6 Gbit/s, M.2 E-Key für ein WLAN-Modul, Audio-Ein- und -Ausgänge, Gigabit-Ethernet, Displayport 1.2, HDMI 2.0, VGA und einen Anschluss für das externe DC-Netzteil. Für Dual-Channel-RAM stehen zwei SO-DIMM-Bänke zur Verfügung. Unklar ist, ob und falls ja, wann und zu welchen Preisen die Deskmini-300-PCs den Markt erreichen werden.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von emperator Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PC-Bastler_2011
        Erstmal nicht schlecht, aber der Preis darf nicht die 500€ bzw 550€ überschreiten, ansonsten kann man sich das auch selbst zusammenbauen:
        Asrock wird das ganze nur als Barebone wie schon bei Intel-Varianten verkaufen, also Gehäuse, NT und Mobo zusammen für ~140 +/-20€.
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